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Meinung

Schumacher und Ritterbach: Danke, aber es ist Zeit für einen Wechsel!

Markus Ritterbach und Toni Schumacher werden ab dem 8. September wahrscheinlich keine Vizepräsidenten des 1. FC Köln mehr sein. Eine Zusammenstellung erklärt, warum das vielleicht ganz gut so ist.

Toni Schumacher und Markus Ritterbach | Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am Sonntag geht es viel um das designierte Trio um Wolf, Sieger und Sauren – aber auch ihre Vorgänger nehmen einen prominenten Raum ein. Die wahrscheinlich scheidenden Toni Schumacher und Markus Ritterbach bekamen von Fans eine halbseitige Anzeige im Express gewidmet, zudem taten sich speziell die Bild-Zeitung und der kicker darin hervor, die Verdienste der beiden Vizepräsidenten (und vor allem die des ehemaligen Weltklassekeepers) zu würdigen – während das Einstimmen in einen Gesang gegen Bayer Leverkusen durch Jürgen Sieger bereits als kleiner Skandal gewertet wird. Im Mai hatten Schumacher und Ritterbach verkündet, „nach Abwägung aller Argumente (…) im September nicht zu kandidieren.“ Diese Entscheidung sei beiden „sehr schwer gefallen“, weswegen sie in einer Mitteilung ergänzten: „Alle Fans und Mitglieder, die mit uns diesen Schritt gegangen wären und die wir nun enttäuschen, bitten wir dafür um Verständnis.”

Durch diese Entscheidung stand fest, dass es keinen Wahlkampf zwischen zwei Teams geben würde. Offen ist nach wie vor, ob Ritterbach und Schumacher einen passenden dritten Kandidaten gefunden hätten, nachdem zuvor in einer bemerkenswerten Allianz aus kicker, Reiner Calmund und Bild Wolfgang Bosbach in Stellung gebracht werden sollte – dieser Plan ging allerdings nicht auf, weswegen die beiden Vizepräsidenten auf eine erneute Kandidatur verzichteten. Zuvor hatten sie alles dem Erfolg des Vereins untergeordnet, danach verzichteten sie sogar auf die Durchführung der turnusmäßigen Vorstandssitzungen mit Stefan Müller-Römer, dem amtierenden Interims-Präsidenten des Vereins. Impulse zu Sachthemen des Vereins gab es daher wenige.

Das Wohl des Klubs im Vordergrund – wirklich?

In einer Erklärung stellten Ritterbach und Schumacher klar, dass “die Zumutungen eines Wahlkampfes“ niemandem aufzubürden gewesen seien. “Der Hass, das Misstrauen, die Unwahrheiten, die auch in der Kampagne gegen uns in den vergangenen Wochen teilweise zum Ausdruck gekommen sind” wären weitergegangen. Welchen Hass und welche Unwahrheiten sie meinten, ließen sie dabei offen. Für sie steht und stand stets das Wohl des Clubs im Vordergrund, behaupteten sie zumindest: “Wir beide haben in den vergangenen Wochen eisern geschwiegen und mehr als einmal die Faust in der Tasche geballt, statt unsere Sicht der Dinge öffentlich auszubreiten und noch mehr Unruhe in den Verein zu bringen. In einem Wahlkampf wäre dies nicht möglich, da müsste man Klartext reden.”

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Sofern das Team von Werner Wolf am 8. September gewählt wird, endet die Amtsperiode von Schumacher und Ritterbach. Und weil letzthin der Eindruck entstehen konnte, das Duo sei durch den Mitgliederrat unwürdig aus dem Amt gejagt worden, haben wir in den Archiven gekramt und herausgesucht, wodurch sich die Vizepräsidenten des 1. FC Köln in der jüngsten Vergangenheit ausgezeichnet hatten. Es folgt eine Zusammenstellung von Momenten, die dem Eindruck entgegenwirken könnte, Ritterbachs und Schumachers Arbeit sei durchweg glänzend gewesen. Speziell ab dem Sommer 2017 gibt es jede Menge Momente, die zum Nachdenken anregen.

Die entsprechenden Links befinden sich in der Datumsangabe. Beginnen wir mit Toni Schumacher.

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