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Nachdreher

Nach der 1:4-Klatsche in Wolfsburg: Symbolisch für die ganze effzeh-Saison

Das 1:4 beim VfL Wolfsburg war das letzte Spiel für den 1. FC Köln. Bei der Niederlage waren einige Punkte erkennbar, die symbolisch für die ganze Saison waren.

Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Das 1:4 beim VfL Wolfsburg war das letzte Spiel für den 1. FC Köln. Bei der Niederlage waren einige Punkte erkennbar, die symbolisch für die ganze Saison waren.

Das ist sie also gewesen die Saison 2017/18. Eine Saison, die vor Beginn mit der wohl größten Vorfreude seit mehreren Jahren gestartet ist. Eine Saison, bei der die meisten Fans froh sein werden, dass sie endlich vorbei ist. Nach der grandiosen vergangenen Spielzeit und der erstmaligen Qualifikation für den Europapokal seit 25 Jahren kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Der schwache Start wurde nicht weiter beachtet. Zu groß war die Vorfreude auf das Auswärtsspiel in London. Doch der schwache Start weitete sich immer wieder aus, so dass der Abstieg theoretisch bereits sehr früh feststand.

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Man könnte mehrere Momente für den sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte rauspicken. Die 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen Mainz mit einem katastrophalen Einsatz des Video-Schiedsrichter, die 3:4-Niederlage gegen Freiburg nach einer 3:0-Führung oder das Verpassen der letzten Chance beim 1:1 gegen Mainz in der Rückrunde.

Zu selten Leistungen auf Bundesliga-Niveau

Doch auch wenn der Abstieg rechnerisch erst am 32. Spieltag perfekt wurde, war es bereits deutlich früher nahezu allen Verantwortlichen und Fans klar. Zu selten rief die Mannschaft eine Leistung ab, die Bundesliga-Niveau hatte. Vor allem in der Defensive, in den vergangenen Jahren unter Peter Stöger noch die große Stärke, war der effzeh zu anfällig. 70 Gegentore standen am Ende zu Buche. Das entspricht rund zwei Gegentore pro Spiel – natürlich ist der effzeh damit die Schießbude der Bundesliga. Zum Vergleich: Der SC Freiburg hatte als zweitschlechteste Defensive 56 Gegentore.

Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Doch auch vorne war zu wenig Qualität vorhanden. Der Abgang von Anthony Modeste konnte nicht kompensiert werden. Yuya Osako war ohne den Franzosen auf verlorenen Posten und konnte nicht an seine starke Saison anknüpfen. Jhon Cordoba wurde nicht die erhoffte Verstärkung. Der 17-Millionen-Euro-Mann erzielte keinen Treffer in der Bundesliga, bereitete den FC-Fans mit dem Tor in London wohl dennoch den schönsten Moment der Saison. Auch Simon Terodde hat nach einem starken Start nachgelassen und seit dem 22. Spieltag nicht mehr getroffen.

Torflaute auch mit Simon Terodde

Das 1:4 in Wolfsburg war für die Saison daher nur symbolisch. Erneut gab es vier Gegentore und teilweise katastrophale Fehler in der Defensive. Auch in der Offensive lief nicht viel zusammen. Das Tor resultierte aus einer Einzelsituation von Jonas Hector. Aber trotz großem „Tor des Monats“-Potential konnte auch der Treffer nicht über eine schwache Saison hinwegtäuschen. Und genau wie in der Saison verlief der Start mit einem Gegentreffer in der ersten Minute katastrophal. Nach dem zwischenzeitlich wieder Hoffnung durch den Ausgleich aufkeimte, enttäuschte die Mannschaft dann im Endspurt schlussendlich wieder. Auch das ist ein Spiegelbild des Saisonverlauf: Erst Katastrophen-Start, dann ein bisschen berappelt und schließlich doch alles verloren.

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Elf Punkte fehlten dem 1. FC Köln am Ende auf den Relegationsrang. 14 Zähler waren es gar auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Eine Saison, die zur schönsten Saison hätte werden könne, wurde zu einem Desaster. Genau wie das Spiel in Wolfsburg also. Schön, dass diese Saison des Grauens endlich vorbei ist.

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