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Geißbockheim

„FC-Stammtisch Talk“: Die besten Sprüche aus der Saison 2018/2019

Ralf Friedrichs liefert mit der Zusammenstellung der besten Sprüche aus den Ausgaben des „FC-Stammtisch Talks“ einen etwas anderen Rückblick auf die Saison 2018/2019.

FC-Stammtisch Talk Ralf Friedrichs Stefan Müller-Römer
Foto: Dieter Voß

Hinter dem 1. FC Köln liegt eine bewegte und anstrengende Saison, die von Ralf Friedrichs und seinem „FC-Stammtisch Talk“ begleitet wurde. Ungefähr einmal im Monat sprach der Talkmaster mit wichtigen Figuren aus dem Umfeld des 1. FC Köln über die Entwicklungen des Vereins. Als Rückblick auf die Talkshows in der gerade abgelaufenen Saison hat uns Ralf Friedrichs die besten Zitate zusammengestellt, die wir euch hier gerne präsentieren. Viel Spaß beim Lesen!

„Wir steigen auf, denn die anderen können nix!“

Karl-Heinz Thielen hat am 19.12.2018 seine eigenen Vorstellungen von der „Stärke“ der zweiten Liga.

„Mir ist das zu kompliziert. Wir können aufsteigen, wir müssen aufsteigen, wir werden aufsteigen.“

Die Talkrunde war der Meinung, dass die Rückrundenspiele im neuen Jahr kein Selbstläufer werden. Karl-Heinz Thielen ging diese Diskussion zu weit (19.12.2019).

„Ich kann doch nicht zum 1. FC Köln gehen, vom ausverkauften Stadion und der geilen Stimmung schwärmen und mache mir dann am elften Spieltag in die Hose, weil der Erwartungsdruck so hoch ist. Was sollen die Leute denn hier sonst für einen Anspruch haben? Das ist aus meiner Sicht dann auch im Gehalt eingespeist, einen höheren Erwartungsdruck zu haben. Das ist der beste Kader und deshalb spielen die Leute in Köln und nicht in Sandhausen.“

Thomas Wagner (RTL) zum allseits beliebten Thema „Erwartungshaltung“ (am 7.11.2018).

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„Der Tag war sicherlich einer der schönsten Momente im FC-Trikot. Ein Derby mit zwei Toren zu entscheiden ist als Abwehrspieler definitiv außergewöhnlich. Direkt danach kam der 11.11. – und ich habe keinen Cent gebraucht an diesem Tag. Umsonst schmeckt es immer am besten.“

Dominic Maroh über seine beiden Tore gegen Leverkusen und die schönen Tage danach, Maroh stammt übrigens aus Nürtingen bei Stuttgart. Der letzte Satz beweist, dass man den Schwaben nicht ganz aus ihn herausbekommt (am 7.11.2018).

„Nur noch Feinde statt Kritiker“

„Es ist bis heute nicht erkennbar, dass man aus dem Abstieg die Lehren gezogen hat. Der Vorstand hat nur noch Feinde statt Kritiker gesehen, es gab persönliche Eitelkeiten in Geschäftsführung und im Trainerstab – das alles hat zum Absturz in die 2. Bundesliga geführt. Der FC hat damit eine Riesenchance weggeschmissen, sich in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga zu etablieren.“

Alexander Haubrichs (Express) fasst die letzten beiden FC-Jahre zusammen (19.2.2019).

„Wir führen derzeit Gespräche mit dem Vorstand, das gestaltet sich allerdings schwierig. Sie wollen sich auf den Aufstieg konzentrieren. Das finde ich etwas komisch, schließlich konnte es ihnen bei der Mitgliederversammlung nicht schnell genug gehen.“

Engelbert Fassbender (Mitgliederrat des 1. FC Köln) am 19.2.2019 zu Gesprächen mit dem aktuellen Vorstand bzgl. Vorschlag zur Kandidatur des Vorstands im September 2019.

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„Der Vorstand hat ja in der Vergangenheit die Verantwortung für den Abstieg weit von sich gewiesen. Ich weiß jetzt nicht, wie es dann beim Aufstieg sein wird.“

Engelbert Fassbender am selben Tag über das Vorgehen des Vorstands.

„Wenn der Löwe am Wasserloch liegt, dann wird er dort nur trinken, dann kann eine Gazelle danebenstehen, das interessiert ihn aber nicht, denn jetzt will er nicht jagen, fressen oder schlafen, sondern nur trinken. Aber wenn der Löwe auf die Jagd geht, dann jagt er mit all seinen Muskeln, mit all seinen Sinnen, denn jetzt weiß er, es geht um sein Leben. Und in dieser Situation befindet sich nun auch Markus Anfang.“

Roland Koch am 19.2.2019 recht philosophisch zur Situation des FC-Trainers nach der 3:2-Niederlage in Paderborn, der bereits zweiten Krise des FC in der laufenden Saison.

„Vorstand hat Regelung selbst auf den Weg gebracht“

„Die Personalpolitik Jogi Löws könnten wir an einem ganzen Abend diskutieren.“

Falko Götz am 19.3.2019 zur Nichtberufung von Jonas Hector zur Nationalmannschaft.

„Der Job von Journalisten ist es zu berichten, die Hintergründe zu beleuchten und hier und da zu kommentieren – das müssen wir dann aber deutlich machen. Es scheint aber eine weitere Aufgabe dazugekommen zu sein: Mitgestalten in der Vereins- oder Verbandspolitik. Das machen sich einige Medien offensichtlich zum Ziel. Das ist eine Sauerei. Aber auch die Beteiligten der Vereine versuchen die Medien für eigene Zwecke zu nutzen. Es ist nicht so, dass der Sport unschuldig ist. All das ist ein Prozess, der ziemlich unappetitlich ist.“

ZDF-Reporterlegende Wolf-Dieter Poschmann am 9.4.2019 zur Diskussion rund um einige Medien, die nach Meinung mancher versuchen, die FC-Vereinspolitik in ihrem Sinne zu beeinflussen.

„Es ist interessant zu beobachten, dass aus manche Ecken kritisiert wird, dass der Mitgliederrat das Vorschlagsrecht für den Vorstand besitzt. Darüber kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber man darf nicht vergessen, dass der aktuelle Vorstand des 1. FC Köln diese Regelung mit der neuen Satzung selbst auf den Weg gebracht hat“

Lars Werner am 9.4.2019 zur Diskussion um den Mitgliederrat.

„Ich habe die Gespräche mit der Findungskommission als offen und fair empfunden. Ich hatte allerdings nie das Gefühl, eine realistische Chance zu haben, weil der Mitgliederrat auf einer anderen Suche war.“

Wolfgang Bosbach (Beirat 1. FC Köln) am 21.5.2019 zu seinen Gesprächen mit dem Mitgliederrat zwecks eigener Kandidatur zum Vorstand.

„Das hängt ganz davon ab, wen sie als dritten Mann noch finden. Das sollten wir abwarten. Es muss schon eine honorige, respektable Persönlichkeit sein, sonst stehen die Chancen nicht besonders gut. Das wissen die beiden aber auch selber.“

Wolfgang Bosbach zu den Chancen von Markus Ritterbach und Toni Schumacher bei einer eventuellen Kampfkandidatur. Er sollte Recht behalten.

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„Auch wenn es in einigen Beiträgen in den sozialen Medien anklingt, dass dieses Prozedere undemokratisch ist. Nein, das ist klassische repräsentative Demokratie. Es ist sogar mehr als im Bundestag, wo die Kanzlerin von den Abgeordneten gewählt wird. Der Mitgliederrat bestimmt nicht das Präsidium, er macht der Mitgliederversammlung nur einen Vorschlag. Das ist alles andere als undemokratisch.“

Stefan Müller-Römer (Interimsvorstand 1. FC Köln) zur Demokratiedebatte rund um die Vorstands-Vorschläge seitens des Mitgliederrates.

„In Köln gibt es ein sehr kritisches Publikum. Es ist verrückt, es ist geil, es ist hochemotional – wenn es läuft, ist es überragend, wenn du hier spielen darfst. Auf der anderen Seite kann sich das ganz schnell drehen. Nicht jeder kommt mit diesem Druck klar.“

Der ehemalige Kölner Thomas Broich am 21.5.2019 über die Erfahrung, wie Spieler ihr Dasein in Köln erleben.

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