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Geißbockheim

Neuzugang Birger Verstraete: Ein belgischer Büffel für die Schaltzentrale des 1. FC Köln

Spielstarker Stratege, harter Wettkämpfer, ausgesprochener Familienmensch: Birger Verstraete ist beim 1. FC Köln die neue Hoffnung im defensiven Mittelfeld. Der belgische Neuzugang im Porträt.

Birger Verstraete Alexander Wehrle
Foto: 1. FC Köln

„Guten Tag, ich bin Birger“ – mit diesen Worten stellte sich Birger Verstraete den Fans des 1. FC Köln vor. Auf dem belgischen Mittelfeldspieler ruhen in den Planungen der „Geißböcke“ große Hoffnungen, soll der 25-Jährige von der KAA Gent doch das seit Längerem beim effzeh klaffende Loch in der defensiven Schaltzentrale schließen. Dafür greifen die Verantwortlichen um Armin Veh abermals tief in die Tasche: Rund 3,5 Millionen Euro sind den Kölnern dem Vernehmen nach die Dienste des Nationalspielers aus dem Nachbarland, der für den Wechsel ins Rheinland lukrative Angebote des FC Watford und aus der französischen Ligue 1 ausschlug, wert.

„Birger ist ein intelligenter, dynamischer und robuster Spieler mit sehr gutem Passspiel, der in der Mittelfeld-Zentrale sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht zu Hause ist. Er war absoluter Stammspieler in Gent und kann uns mit seiner Qualität und Erfahrung sofort weiterhelfen, ohne schon am Ende seiner Entwicklung zu sein“, schildert FC-Sportgeschäftsführer Armin Veh die Beweggründe der Verpflichtung des im auch bei Kölnern beliebten Urlaubsort Ostende an der Nordseeküste groß gewordenen Mittelfeldmanns.

Verstraete: „Der FC hat in Belgien einen ausgezeichneten Ruf“

Auch Verstraete freut sich auf die zukünftige Herausforderung bei seinem neuen Club: „Der Wechsel zum 1. FC Köln und in die Bundesliga kommt für mich zum richtigen Zeitpunkt. Der FC ist ein Traditionsclub mit begeisterungsfähigen, treuen Fans, der in Belgien einen ausgezeichneten Ruf hat. Nach den Gesprächen mit den Verantwortlichen war mir klar, dass ich den Schritt nach Köln unbedingt gehen möchte. Ich bin sicher, dass ich gut hierher passe.“

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Gut hierhin passen – das ist in der Mittelfeldzentrale des 1. FC Köln auch dringend angedacht. Vor der Abwehr haperte es in den vergangenen Spielzeiten zunehmend bei den „Geißböcken“. Mit seiner aggressiven und ballorientierten Spielweise dürfte Verstraete daher eine ideale Ergänzung für das System des neuen effzeh-Trainers Achim Beierlorzer sein. Als unangenehmer Gegenspieler gilt der robuste Belgier, der sich trotz seiner geringen Körpergröße durchaus Respekt in den direkten Duellen verschafft. Furchtlos mit und gegen den Ball: So ungefähr dürfte Verstraetes Motto auf dem Platz lauten.

Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich immer 200 Prozent!

„Wenn ich auf dem Platz bin, gebe ich immer 200 Prozent“, erklärte der Rechtsfuß bei seiner Vorstellung. „Ich bin gerne am Ball und setze den Gegner früh unter Druck, wenn wir nicht am Ball sind. In die Zweikämpfe gehe ich immer mit 200 Prozent, das gefällt mir sehr“, so der 25-Jährige, dessen Karriere zuletzt in Gent enormen Schwung verliehen bekam. Mit seinen Leistungen in der Schaltzentrale der „Büffel“ schaffte er sogar den Sprung in die belgische Nationalmannschaft – im September 2018 gab Verstraete beim Freundschaftsspiel in Schottland sein Debüt für die „Roten Teufel“.

Debüt für die Nationalmannschaft – viele Tipps von Witsel

Als Alternative zu Axel Witsel vor der Abwehr wollte Bondscoach Roberto Martinez den passsicheren und kampfstarken Mittelfeldmann testen – eine Einfahrung, die er sicherlich so schnell nicht vergessen wird. „Es ist verrückt, die Qualität und das Tempo sind einfach unglaublich. Man muss viel schneller denken. Ich hatte noch nie zuvor solche Trainingseinheiten“, schwärmte er nach den ersten Einheiten und versuchte sich viel abzuschauen von Stars wie eben jenem Witsel, der derzeit in der Bundesliga bei Borussia Dortmund für Furore sorgt. Fünf Minuten durfte er dann beim 4:0-Sieg seiner Jungs im Testspiel auf der Insel sein Können demonstrieren.

https://twitter.com/fckoeln/status/1140688058163089408

Fünf Minuten, die Verstraete enorm gefreut haben. „Nach diesem Match war ich besonders glücklich. Und stolz: Das Trikot sieht in meinem Schrank toll aus, das nehmen sie mir nicht mehr weg“, betonte er nach seinem Debüt. „Ich kann mich immer noch im Vereinsheim sitzen sehen – voller Freude, dass die ‚Roten Teufel‘ die Brasilianer besiegten. Ich hatte noch nie eine Weltmeisterschaft so intensiv verfolgt. Drei Monate später war ich selbst einer von ihnen, ich teilte die Umkleidekabine mit denselben Spielern und gab mein Debüt. Da kneifst du dich und denkst: Wow!“

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