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Müngersdorf

1. FC Köln siegt 7:1 bei Frechen 20: Lockerer Auftaktgalopp bei Beierlorzer-Debüt

Beim Testspiel gegen die SpVg Frechen 20 feiert Trainer Achim Beierlorzer sein Debüt an der Seitenlinie. Dabei überzeugt seine Mannschaft beim lockeren 7:1-Sieg mit gelungenen Kombinationen und schönen Toren. Ein runder Sommerkick.

Darko Churlinov
Foto: Christian Kühlborn/Frechen 20

Bestes Sommerwetter. 7:1 beim Fünftligisten. Gute Stimmung. Keine Verletzten. Kurzum: Es war ein Debüt nach Maß an der Seitenlinie für Achim Beierlorzer. Als sich die Sonne bereits langsam über der Haupttribüne des Kurt-Bornhoff-Sportparks in Frechen zu senken begann, reflektierte der Franke mit seinem schon jetzt ansteckenden Lächeln und seiner positiven Art die abgelaufenen 90 Minuten. Seine ersten Minuten an der Seitenlinie als Trainer des 1. FC Köln.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie sich die Jungs bewegt haben. Es war erst unser zweiter Tag und ein Gegner, der guten Fußball gespielt hat. Trotzdem haben die Jungs es sehr gut gemacht. Wir haben nur wenig in der eigenen Hälfte zugelassen und es waren ein paar richtig schöne Tore dabei“, fasste der neue effzeh-Trainer den deutlichen Sieg im ersten Testspiel am zweiten Tag der Vorbereitung zusammen.

4020 Zuschauer sehen engagierten 1. FC Köln

Viel Grund zum Meckern gab es an diesem Spätnachmittag tatsächlich nicht – weder für den Bundesliga-Aufsteiger noch für die Gastgeber von der SpVg Frechen 20, die dank eines Ehrentreffers zum 7:1 sowie einer großartigen Kulisse von 4020 Zuschauern im ehrwürdigen Sportpark ebenfalls glücklich sein dürften. Ein rundum gelungener Sommerkick also. Nicht mehr und nicht weniger.

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Zum Auftakt in die Partie setzte Beierlorzer wenig verwunderlich zunächst auf das eingeplante 4-4-2, wobei Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde zunächst auf der Bank Platz nahm. Modeste und Cordoba erhielten den Vorzug im Sturm, während in der Innenverteidigung Marco Höger neben Lasse Sobiech auflief. Laut Beierlorzer aber keine Dauerlösung wie unter Anfang. „Wir haben mit Högi in der Innenverteidigung gespielt, weil wir momentan nicht so viele Verteidiger haben und er gesagt hat, dass er es schon mal gemacht hat“, klärte der neue Trainer auf. Daneben ließ Beierlorzer mit Birger Verstraete und Kingsley Schindler zwei Neuzugänge von Beginn an auflaufen.

Eines der „richtig schönen Tore“, von denen Beierlorzer im Anschluss sprach, hatte den Auftakt in die Partie gemacht. Nachdem glorreiche Erste Fußballclub Köln bereits die Anfangsphase dominiert hatte, kam es nach elf Minuten folgerichtig zum 1:0. Dabei verwertete Anthony Modeste eine Vorarbeit von Neueinkauf Schindler mit einem wundervollen Seitfallzieher aus elf Metern. Zehn Minuten später lieferten Modeste und Cordoba einen Vorgeschmack, wie gut sie als Sturmpaar funktionieren können, als der Kolumbianer an der Mittellinie den Ball eroberte, sich durch die Frechener Hälfte tankte und schließlich in die Mitte legte, wo der Franzose kühl zum Doppelpack abstaubte.

Modeste und Cordoba knipsen – Beierlorzer tauscht

Während die Zwanziger engagiert mitspielten, aber zu keinen nennenswerten Chancen kam, kombinierte der effzeh gefällig und setzte immer wieder Nadelstiche. Für die Torfolge hatten die Geißböcke aber offenbar eine Zehn-Minuten-Abfolge einprogrammiert. Nach einigen guten Chancen durch Modeste und Schindler traf in der 30. Minute schließlich Sobiech per Kopf. Nach einer Ecke hatte ein Modeste-Kopfball nur die Latte getroffen, ehe der Innenverteidiger abstaubte. Wiederum zehn Minuten später erhöhte Cordoba freistehend vor Frechens Keeper trocken auf 4:0.

Kingsley Schindler Frechen 20

Foto: Christian Kühlborn/Frechen 20

Zur Pause tauschte Beierlorzer schließlich auf allen Positionen. Eine völlig neue effzeh-Elf stand auf dem Feld – mit Neuzugang Kingsley Ehizibue als Rechtsverteidiger sowie den jungen Spielern Ismael Jakobs und Darko Churlinov auf der linken Außenbahn. Jener Churlinov traf nur sieben Minuten nach Wiederanpfiff nach einer perfekten Flanke des wuseligen Ehizibue per Fuß zum 5:0.

In der Folge passierte längere Zeit nichts. Der effzeh hielt die Gastgeber vom Tor von Thomas Kessler fern, entwickelte aber gleichzeitig nicht mehr so viel Druck nach vorn wie noch in der ersten Hälfte. Erst in der 72. Minute war es wieder Ehizibue, der mit einem Antritt auf rechts und einer flachen Hereingabe Marcel Risse bedient. Cello schob locker zum 6:0 ein. Vier Minuten später besorgte Simon Terodde den siebten und letzten kölschen Treffer per Pike aus acht Metern – wieder war eine Ehizibue-Vorlage vorausgegangen.

Ehizibue überzeugt, Ehrentreffer für Frechen

Kurz vor Schluss ermöglichten Frederik Sörensen und Thomas Kessler dem Heimteam dann doch noch den Ehrentreffer. Erst verlor der Däne den Ball im Spielaufbau, sodass der eingewechselte Furkan Isbilir alleine aufs Tor zulief. Sein Schuss aufs Tor war zwar unplatziert und relativ mittig, doch der leicht angekühlte Kölner Keeper war zu langsam unten. Natürlich wurde der Treffer sowie der versöhnliche Abschluss auf den Rängen gebührend gefeiert.

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Insgesamt zeigte der 1. FC Köln beim Beierlorzer-Debüt einen souveränen Auftaktsieg, ohne sich zu verausgaben. Dabei zeigten vor allem die Stürmer, dass sie ihre Treffsicherheit nicht im Urlaub gelassen haben. Von den Neuzugängen konnte insbesondere Kingsley Ehizibue mit drei Vorlagen, viel Dynamik und Engagement positiv auf sich aufmerksam machen, während Churlinov erneut zeigte, dass er eine ernsthafte Option für die erste Mannschaft ist.

Beierlorzer: „Gesehen, was ich herauskitzeln kann“

Allzu große Erkenntnisse lieferte das Testspiel schließlich nicht. Das betonte auch Beierlorzer: „Wir haben quasi die erste Halbzeit gegen die zweite Halbzeit gespielt mit zwei unterschiedlichen Mannschaften. Wir haben einfach zwei Mannschaften aufgestellt, wo wir gesagt haben, dass wir auf unseren Positionen richtig gut agieren können. Natürlich habe ich auch schon das Spielvermögen einiger Spieler gesehen und das Moment, was ich noch aus ihnen herauskitzeln kann. Genauso gab es schon ein paar Momente, wo wir gesehen haben, dass wir etwas mehr nach vorne spielen können, etwas aggressiver gegen den Ball arbeiten können. Aber das muss nicht am zweiten Tag der Vorbereitung sein. Dafür ist das erste Trainingslager da.“

Achim Beierlorzer im Interview

Foto: Christian Kühlborn/Frechen 20

Das angesprochene Trainingslager steht nun unmittelbar vor der Tür. „Wir brauchen ein bisschen Zeit, aber wir sind gut unterwegs. Jetzt haben wir vier Trainingseinheiten in zwei Tagen hinter uns. Das ist schon ordentlich. Morgen regenerieren wir, haben einen freien Tag und fahren danach ins Trainingslager“, fasste Beierlorzer abschließend die Lage zusammen, bevor er den mittlerweile leergefegten Kurt-Bornhoff-Sportpark verließ.

Statistik:

1. FC Köln (1.Halbzeit): T. Horn  – Schmitz, Höger, Sobiech, J. Horn – Schindler, Koziello, Verstraete, Kainz – Modeste, Cordoba

1. FC Köln (2. Halbzeit): Kessler – Ehizibue, Sörensen, Czichos, Jakobs (70. Bader) – Risse, Özcan, Hauptmann, Churlinov – Drexler, Terodde

Tore: 0:1 Modeste (11.), 0:2 Modeste (20.), 0:3 Sobiech (30.), 0:4 Cordoba (39.), 0:5 Churlinov (52.), 0:6 Risse (72.), 0:7 Terodde (76.), 1:7 Isbilir (87.)

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