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Spielberichte

U19 des 1.FC Köln: 10:0-Kantersieg im Stadtderby

Mit einem zweistelligen Erfolg hat die U19 des 1. FC Köln das Stadtderby gegen Viktoria gewonnen, Sebastian Müller gelang ein Viererpack. Unser Spielbericht vom Geißbockheim.

Der Herbst hatte dem üppigen Baumbestand des Grüngürtels ein buntes Kleid verschafft, es war windstill und trocken, bisweilen lugte sogar etwas Blau aus den Wolken hervor, und so hatten sich gut 400 Fußballinteressierte im Franz-Kremer-Stadion eingefunden, um dem Lokalderby zwischen den U19-Teams des 1. FC Köln und der Kölner Viktoria beizuwohnen. Die Geißbockfans unter den Zuschauern werden beim Blick auf die Trainerbank der Rechtrheinischen an deutlich bessere Zeiten ihres Vereins gedacht haben, denn da saß mit Jürgen Kohler ein Welt- und Europameister, der von 1987 bis 1989 mit Paul Steiner in der Innenverteidigung an einem dritten Platz und einer Vizemeisterschaft des FC maßgeblichen Anteil gehabt hatte.

Die Ausgangslage

Der Spitzenreiter der U19-Bundesliga West hatte sich in den letzten Spielen defensiv ausgesprochen stark präsentiert, dabei aber in der Offensive mit Toren gegeizt. Besserung versprach der Einsatz von Stürmer Tim Lemperle, der nach mehrwöchiger Verletzungspause wieder zur Verfügung stand. Trainer Stefan Ruthenbeck musste allerdings weiterhin auf die Leistungsträger Georg Strauch, Meiko Sponsel und Jakob Anton Jansen verzichten. Die auf Rang 9 der Tabelle platzierte Viktoria hatte zuletzt den Wuppertaler SV mit 4:0 besiegt und trat mit einem Kader an, in dem mit Luca Wilsing, Arif Alkan, Kilian Hornbruch, Dustin Berndt, Dennis Oduro, Farid Bacevac und Luis Müller nicht weniger als sieben ehemalige FC-Akteure zu finden waren. So hatte das Aufeinandertreffen im Franz-Kremer-Stadion auch ein bisschen was von einem Klassentreffen.

Das halbe Dutzend noch vor der Pause

Die Viktoria präsentierte sich in den ersten 10 Minuten außerordentlich griffig, presste sehr hoch und schien dabei keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass man sich dem Tabellenführer nicht kampflos ergeben wollte. Dies währte allerdings nur bis zur 13. Spielminute, als der wiedergenesene Tim Lemperle überlegt zum 1:0 einschoß und kurz darauf die Vorarbeit zum 2:0 durch Sebastian Müller leistete (16.). Jan Thielmann ließ nur zwei Minuten später das 3:0 folgen, bevor eine One-Touch-Kombination über 7 Stationen durch Sebastian Müller zum 4:0 vollendet wurde. Joshua Schwirten (40.) und wiederum Sebastian Müller (42.) mit einem lupenreinen Hattrick machten dann das halbe Dutzend noch vor der Pause voll.

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Nach der Halbzeit ging es zunächst in ähnlichem Rhythmus weiter. Nach einem Foul an Marvin Obuz verwandelte Robert Voloder den fälligen Foulelfmeter zum 7:0 (48.), Sebastian Müller gelang sein vierter Treffer zum 8:0 (51.), Marvin Obuz traf nach einer Rechtsflanke zum 9:0 (54.). Danach nahmen die FC-Spieler etwas das Tempo aus dem Spiel, sodass die Viktoria besser ins Spiel kam, allerdings bis auf eine Chance ihres auffälligsten Akteurs, Robin Bird, nicht viel zuwege brachte. Wenig später wurde Marvin Obuz von Schiedsrichter Yannick Rupert vom Platz gestellt, der Grund für den Platzverweis blieb jedoch zunächst unklar. Jan Thielmann stellte dann mit einem schönen Heber aus gut 25 Metern über den etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Viktoria-Keeper Maximilian Ueing den 10:0-Endstand her (87.).

„Insgesamt war das heute ein tolles Fußballspiel von unserer Seite mit unheimlich viel Tempo und Spielwitz!“

Stefan Ruthenbeck sagte nach dem Spiel: „Der Gegner hat in den ersten zehn Minuten sehr hoch gepresst und ständig attackiert. Nach dem 1:0 war aber auch klar, wie wir den Gegner schlagen können, und das hat meine Mannschaft dann über ganz weite Strecken des Spiels super umgesetzt. Zur roten Karte kann ich noch nicht viel sagen. Es gab wohl einen Zweikampf, wo möglicherweise unten ein bisschen nachgehakelt wurde, aber das müssen wir uns noch genau anschauen. Insgesamt war das heute ein tolles Fußballspiel von unserer Seite mit unheimlich viel Tempo und Spielwitz!“

Der FC bleibt nach diesem Kantersieg natürlich weiter Tabellenführer und muss am nächsten Sonntag in Leverkusen gegen die U19 des Werksclubs die nächste Bewährungsprobe bestehen – sehr wahrscheinlich ohne Marvin Obuz.

1. FC Köln: Daniel Adamczyk, Elias Oubella, Erkan Akalp (71. Finn Lanser), Robert Voloder, Eladan Islamovic, Mathias Olesen (71. Sebastian Papalia), Marvin Obuz, Joshua Schwirten (60. Bilal-Badr Ksiouar), Tim Lemperle (60. Jonas Berg), Sebastian Müller, Jan Thielmann – Trainer: Stefan Ruthenbeck

FC Viktoria Köln: Maximilian Ueing, Luis Göker, Kilian Hornbruch, Felix Strauss, Dennis Oduro (58. Niklas May), Alexander Höck (70. Sam-Calvin Kisekka), Robin Bird, Milan Burovac, Jovan Djermanovic, Selim Ajkic (34. Dustin Berndt), Luis Müller – Trainer: Jürgen Kohler

Schiedsrichter: Yannick Rupert  –   Zuschauer: 400

Tore: 1:0 Tim Lemperle (13.), 2:0 Sebastian Müller (16.), 3:0 Jan Thielmann (18.), 4:0 Sebastian Müller (27.), 5:0 Joshua Schwirten (40.), 6:0 Sebastian Müller (42.), 7:0 Robert Voloder (48. Foulelfmeter), 8:0 Sebastian Müller (51.), 9:0 Marvin Obuz (54.), 10:0 Jan Thielmann (87.)

Rot: Marvin Obuz (79.)

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