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Meinung

Sportchef-Suche beim 1. FC Köln erneut nicht ohne Medienwirbel: Der Heldt vom Erdbeerfeld

Der 1. FC Köln sucht einen Sportchef. Erneut ist Horst Heldt in der Verlosung. Die Konkurrenz wirkt seriöser. Ein Kommentar.

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Horst Heldt ist mal wieder in aller Munde. Der Manager, bis vor ein paar Monaten noch bei Hannover 96 aktiv beschäftigt, gehört zum Kandidatenkreis bei der Sportdirektoren-Suche des 1. FC Köln. Mal wieder. Und mal wieder weiß auch jeder davon.

Dass Gespräche zwischen Heldt und dem 1. FC Köln öffentlich werden, ist schließlich nicht neu: Bereits vor zwei Jahren, als die Domstädter schlussendlich Armin Veh an den Rhein holten, war Heldt einer der Kandidaten – und die Wunschlösung von FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der Plan scheiterte, Veh kam, Heldt nicht.

Schon damals waren die Verhandlungen der Kölner mit ihrem Ex-Spieler sofort öffentlich geworden. Ex-Vizepräsident Toni Schumacher plauderte im Live-TV munter aus dem Nähkästchen und sorgte damit zusätzlich für Verärgerung in Hannover. Der potentielle Geschäftsführer wäre dem Vernehmen nach damals gerne „mit dem Fahrrad nach Köln“ gekommen.

Rückblick: Veh statt Heldt beim 1. FC Köln

BERLIN, GERMANY - JANUARY 31: Sports director Armin Veh of Koeln looks on prior to the Second Bundesliga match between 1. FC Union Berlin and 1. FC Koeln at Stadion An der Alten Foersterei on January 31, 2019 in Berlin, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Kam statt Heldt: Armin Veh | Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Das Ende der Geschichte: Heldt blieb mit blutiger Nase bei den Niedersachsen und der 1. FC Köln verpflichtete mit blutiger Nase Armin Veh – Wehrles zweite Wunschoption. Und auch angesichts eines Flirts mit dem VfL Wolfsburg entstand danach der Eindruck, es sei Heldt, der damals Geschäftsführer bei 96 werden wollte, vor allem um seine Position in Hannover gegangen und weniger um den 1. FC Köln.

Zwei Jahre später scheint sich an den Wünschen des Kölner Finanzchefs Wehrle derweil wenig geändert zu haben: Kaum war Vehs Demission bekannt, war Horst Heldt auch schon in der Verlosung. Der Sportmanager brenne für den 1. FC Köln und würde sehr gerne in der Domstadt und damit bei seinem Ex-Verein arbeiten, so liest man. Doch kaum war ein erstes Gespräch zwischen dem Kölner Vorstand und Heldt vereinbart, landete die Information bereits in der Öffentlichkeit. Nur wenige Stunden nach dem Treffen stand die Story brühwarm in den Kölner Gazetten – Details inklusive.

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Und auch in Hannover gibt es, wie bereits vor zwei Jahren, nun erneut Wirbel: Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung habe Heldt bei den Niedersachsen eine Vertragsauflösung erwirkt, die ihm sofort eine Million Euro Abfindung einbringe – und könnte nun wenige Wochen später mit dem Job beim 1. FC Köln zum großen Gewinner werden.

Erneut Heldt-Wirbel in Hannover

Der Darstellung widerspricht wiederum Hannover 96 am Freitag prompt und stellt klar: „Je früher Herr Heldt eine neue Beschäftigung antritt beziehungsweise ein neues Arbeitsverhältnis beginnt, desto geringer ist die Abfindung.“ Pikant an der Story: Wie „Sportbuzzer“ berichtet, könnte Heldt die Vertragsauflösung in Hannover vor allem angestrebt haben, da er dementsprechende Signale aus dem Geissbockheim bekommen habe – und so in Hannover noch möglichst viel Geld mitnehmen konnte, bevor er bei den Kölnern anheuert. Belegen kann „Sportbuzzer“ den Verdacht allerdings nicht.

Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Beim letzten Heimspiel der Kölner vor der Länderspielpause attackierte die Südkurve übrigens Alexander Wehrle und Armin Veh. Neben einer schlechten Kaderzusammenstellung und einem finanziellen Minus von 15 Mio. Euro bemängelten die Fans beim derzeitigen und beim mittlerweile ehemaligen Geschäftsführer der „Geißböcke“ aber auch: „Seilschaften“. Das erneute Theater um ein Engagement von Horst Heldt beim 1. FC Köln gibt einen Einblick, was die Anhänger damit gemeint haben könnten.

Keine Schlagzeilen zu Stoffelshaus

In der Domstadt gehen die Beratungen der Führungsetage derweil auch am Freitag weiter – auch über Horst Heldt. Konkurrenz bekommt der 49-Jährige angeblich vor allem von Erik Stoffelshaus. Der ehemalige Sportdirektor von Lokomotive Moskau spielt in den Gazetten dieser Tage allerdings keine Rolle – weder mit Wirbel beim Ex-Club noch mit Gesprächsdetails in Boulevard-Zeitungen oder exklusiven „BILD“-Geschichten über Abfindungsgeschacher und Trickserei.

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