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Spielberichte

U17 des 1. FC Köln: Verdienter 4:2-Erfolg im Derby gegen Mönchengladbach

Kurt Ludwigs war für uns beim kleinen Derby der U17-Mannschaften des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach zu Gast – im Borussia-Park siegen die jungen „Geißböcke“ mit 4:2.

Die U17 beim Spiel in Mönchengladbach

In einem trotz der widrigen äußeren Bedingungen hochklassigen Spiel schlug die U17 des 1.FC Köln das Team von Borussia Mönchengladbach nach zweimaligem Rückstand mit 4:2 (2:2) und nimmt nun vorübergehend die Tabellenspitze der U17-Bundesliga West ein. Windig, sehr windig  war es an diesem Samstagvormittag im Borussia-Park, als sich unter den Augen von Ex-FC-Torhüter Markus Pröll, Ex-U21-Trainer Markus Daun und ter Stegen-Berater Gerd vom Bruch die U17-Teams von Borussia Mönchengladbach und des 1.FC Köln zum Derby trafen.

Die Borussen hatten im ersten Durchgang den Vorteil der Windunterstützung und kamen in der 1. Spielminute nach einem Fehler von Yusuf Örnek durch Mika Schroers zur ersten klaren Torchance, die der Stürmer jedoch ebenso wenig nutzen konnte wie Jan Thielmann auf der Gegenseite, dessen Schuss das Borussen-Gehäuse um zwei Meter verfehlte. Das Heimteam blieb am Drücker, und so musste Daniel Adamczyk im FC-Tor sein ganzes Können aufbieten (4.), um gegen Ismael Harnafi die Gladbacher Führung zu verhindern.

Nach dem Ausgleich besser im Spiel

Der quirlige Angreifer bereitete FC-Innenverteidiger Dennis Dahmen mehr Schwierigkeiten, als diesem lieb war, und so verwunderte es nicht, dass Dahmen Harnafi wenig später nur regelwidrig im Strafraum bremsen und Amir Hossein Ahmadi den fälligen Foulelfmeter zur 1:0-Führung der Borussia  verwandeln konnte (11.). Der FC musste sich jedoch nur kurz schütteln und kam nach einem schönen Angriff über Jan Thielmann und Meiko Sponsel durch einen Kopfball von Marvin Obuz zum Ausgleich (14.). Die Kölner waren nun besser im Spiel und kamen erneut durch Obuz (23.) und durch Jacob Jansen (26.) zu guten Einschussmöglichkeiten.

Danach plätscherte das Spiel bis zur 40. Spielminute dahin, als plötzlich wieder ein Elfmeterpfiff  durch den Borussia-Park hallte. Erneut war es Ismael Harnafi, der im 16er gefoult wurde, diesmal von FC-Angreifer Jan Thielmann. Mika Schroers knallte den Elfmeter humorlos zur 2:1-Führung für Gladbach ins linke obere Toreck. Die letzte Aktion der ersten Hälfte sollte ein Eckball sein, den Florian Wirtz in den Gladbacher Strafraum schlug. Mika Schroers nahm FC-Abwehrchef Yusuf Örnek in den Schwitzkasten – Schiedsrichter Yannick Rupert gab den 3. Elfmeter des Spiels. Joshua Schwirten verwandelte mit ein wenig Glück – es stand 2:2.

„Den Kampf angenommen“, befindet Martin Heck

Nach der Halbzeit nahm der Wind noch einmal an Stärke zu, was der FC zu einer ganzen Reihe guter Angriffe nutzte, von denen einer schließlich zum 2:3 führte, als Jacob Jansen in einen Distanzschuss grätschte und den Ball unhaltbar für Torwart Maximilian Brüll abfälschte.

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Die Kölner waren nun am Drücker, Angriff auf Angriff rollte auf das Borussen-Tor. Schließlich war es eine technisch feine Einzelleistung von Florian Wirtz, der Jacob Jansen den Ball perfekt auflegte, die das vorentscheidende 2:4 einleitete. Der Widerstand der Borussen erlahmte in dem Maße, in dem der Wind an Stärke zunahm und trotz der widrigen äußeren Bedingungen spielte der FC den Sieg souverän nach Hause.

So war auch Trainer Martin Heck mit seinen Spielern hochzufrieden: „Wir sind zwar etwas schwer in dieses Spiel hineingekommen, haben dann aber mit großer Laufbereitschaft und Disziplin den Kampf angenommen“, sagte er. “In der 2. Halbzeit haben wir sicherlich auch mit Windunterstützung ein hervorragendes Spiel gezeigt und kaum mehr etwas zugelassen. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung gegen eine starke U17 von Borussia Mönchengladbach, und ich denke, der Sieg war aufgrund der 2. Hälfte auch in dieser Höhe verdient.“

Strukturierter und temporeicher Fußball der U17 des 1. FC Köln

Martin Heck vermied es, einzelne Spieler hervorzuheben, den Zuschauern blieben aber die gute Torwartleistung von Daniel Adamczyk und die Zweikampfstärke von Sebastian Papalia ebenso wenig verborgen wie das technisch gute und durchdachte Angriffsspiel der quirligen Marvin Obuz und Jan Thielmann. Bester Mann auf dem Platz war Florian Wirtz, der fast jeden erfolgsversprechenden Angriff der Kölner einleitete und von den Borussen nicht zu kontrollieren war.

Zwei Bemerkungen seien dem Berichterstatter erlaubt: Es war zum einen herzerwärmend zu sehen, dass eine Mannschaft mit dem Geißbock auf dem Trikot einen so strukturierten und temporeichen Fußball zu spielen vermag. Zum anderen treibt es einem schon fast die Tränen in die Augen, wenn man sieht, welch hervorragende Trainingsmöglichkeiten die Borussia mit ihrem Jugend-Campus geschaffen hat und man dies mit den Bedingungen am Geißbockheim für den FC-Nachwuchs vergleicht. Umso erstaunlicher ist es, dass es trotzdem mit der U17 ein Nachwuchsteam aus dem Leistungsbereich des FC gibt, die einer Mannschaft, die eine solch ausgezeichnete Infrastruktur vorfindet, Paroli bieten kann.

Borussia Mönchengladbach U17: Brüll – Kahlmann, Bekker (41. Theuerzeit), Wenzel, Kiefer – Santana Soares, Atty, Skraback (62. Macvan) – Ahmadi (41. Barata), Harnafi, Schroers

1. FC Köln U17: Adamczyk – Sponsel, Örnek, Dahmen – Papalia, Schwirten (66. Ksiouar), Özden – Wirtz (81. Bus) – Thielmann, Jansen (71. Berg), Obuz (81. Krohn)

Tore: 1:0 Ahmadi (11.) ; 1:1 Obuz (14.); 2:1 Schroers (40.); 2:2 Schwirten (40+1); 2:3 Jansen (54.); 2:4 Jansen (68.)

Schiedsricher: Rupert

Zuschauer: 100

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