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Meinung

Vorstandswahl beim 1. FC Köln: Die Mitglieder als Souverän des Vereins

Am Sonntag steht beim 1. FC Köln die Vorstandswahl an. Ralf Friedrichs vertraut auf die FC-Mitglieder, eine gute Entscheidung für die Zukunft des Vereins zu treffen.

Foto (Archiv): Sebastian Bahr

In wenigen Tagen wird beim 1. FC Köln eine neuer Vorstand gewählt und nun schlägt sie wieder, die große Stunde der zumeist schreibenden Zunft, was ja letztlich auch verständlich ist. Es ist unter anderem ihre Aufgabe, die neuen Gesichter vorzustellen und zu präsentieren. Dies sollte am besten neutral und unaufgeregt passieren, was auch zumeist so durchgeführt wird. Aber daran halten sich nun mal nicht alle Kollegen, denn manche haben auch etwas zu verlieren. Gewisse „Drähte“, die man mühsam geknüpft hat, könnten gekappt werden, Informationsquellen drohen zu versiegen. Also ist die Berichterstattung im Vorfeld der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln in manchen Blättern leicht gefärbt, um es vorsichtig auszudrücken. Manche Journalisten sprechen ihre Wahlempfehlungen offen und sehr laut aus. Dabei bleibt manchmal die Wahrheit auf der Strecke, sie wird gar schwer gebeugt, es muss ja alles versucht werden, damit man seinen Einfluss behält.

Mediale Kampagne 2018 versandete

Nutzen wird dies alles nicht viel, denn der Souverän ist letztlich das Mitglied des 1. FC Köln, welches seine Stimme vergibt. Die Mitglieder haben deutlich mehr im Kopf, als so mancher Journalist glaubt. Bereits im letzten Jahr, als die Wahl des Mitgliederrats anstand, wurde von Teilen der Presse eine beispiellose, teils schändliche Kampagne gefahren, um eine einzige Person – gemeint ist der damalige Mitgliederratsvorsitzende Stefan Müller-Römer – zu diskreditieren. Mit aller Macht sollte die Wiederwahl eines bekannten Kopfes verhindert werden und so wurden Artikel in die Welt gesetzt, wohlgemerkt nur von wenigen Blättern und einzelnen Journalisten, die mit einer neutralen Presse in meinen Augen rein gar nichts mehr zu tun hatten.

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Was kam dabei heraus? Die Person, um die es vor einem Jahr ging, sitzt heute im Übergangs-Vorstand des 1. FC Köln. Die Mitglieder entschieden sogar recht deutlich, dass Stefan Müller-Römer im Mitgliederrat bleiben sollte. Die spätere Entwicklung des Kölner Juristen bis hin zum Interimsvorstand konnte natürlich damals noch keiner ahnen.

Das FC-Mitglied – DER Souverän schlechthin

Damit will ich ausdrücken, das letztlich das FC-Mitglied die Entscheidung trifft und sich in letzter Konsequenz von niemanden – egal ob gut gemeint oder mit undurchsichtigen Absichten – davon beeinflussen lässt, wie es entscheidet.

„Die Mitglieder wissen ebenfalls den medialen Lärm im Vorfeld einer Mitgliederversammlung einzuschätzen und sie sind nicht dumm.“

Wer also am kommenden Sonntag meint, die Wahl der drei Kandidaten des Mitgliederrates Werner Wolf, Dr. Jürgen Sieger und Eckhard Sauren nicht unterstützen zu wollen, soll dies durch Nichtwahl einfach tun. Es ist das gute Recht des Mitglieds, die vorgeschlagene Wahl nicht anzunehmen. Wer meint, dass es beim 1. FC Köln an der Zeit ist, für einen Neuanfang mit frischen Gesichtern zu sorgen, sollte die drei Kandidaten wählen. Am Ende wird dann zusammengezählt und man wird sehen, wofür sich die Mitglieder insgesamt entschieden haben. Die Mitglieder werden in der Summe an besten wissen, welcher Weg für den 1. FC Köln der bessere ist.

Die Mitglieder wissen ebenfalls den medialen Lärm im Vorfeld einer Mitgliederversammlung einzuschätzen und sie sind nicht dumm. Sie brauchen auch niemanden, der ihnen die Hand führt, um den Wahlentscheid kundzutun. Ich glaube an die Kraft und das Verantwortungsbewusstsein des FC-Mitglieds. In der Summe haben sie natürlich die Kenntnis, um was es bei der Wahl am Sonntag geht. Sie wissen, dass dieser Verein zwischen 1998 und 2018 sechsmal abgestiegen ist und dringend eine Führung benötigt, die sich ab sofort darum kümmert, das der Fahrstuhl verlassen wird. Sie wissen auch, wem sie das zutrauen oder nicht zutrauen und sie werden dementsprechend entscheiden. Als Gesamtsouverän ist ihnen ebenso klar, das nicht irgendwelche Namen über das Wohl des Vereins entscheiden, so glanzvoll sie auf der einen oder unbekannt auf der anderen Seite sie auch sind.

1. FC Köln – Unzerstörbar

Im letzten Jahr waren übrigens die Blätter im Nachgang extrem still, die im Vorfeld am lautesten Zeter und Mordio vorhergesagt hatten, wenn die von ihnen so diskreditierte Person im Mitgliederrat bliebe. Was passierte anschließend? Nichts! Außer, dass der 1. FC Köln letztlich souverän aufgestiegen ist, die von manchen Unheilspropheten vorhergesagten Blutorgien der Ultras – die übrigens (Stand heute) so friedlich sind wie seit vielen Jahren nicht mehr – komplett ausblieben und der 1. FC Köln trotz allen vorher geäußerten Unkenrufen nicht von einer Einzelperson zerstört worden ist.

Liebe FC-Mitglieder, entscheidet am kommenden Sonntag nach euren besten Wissen und Gewissen für euren 1. FC Köln. Und was diverse (nicht alle) Presseberichte angeht – kennt ihr das Lied von den „Ärzten“? Hört mal rein…

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