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Meinung

Mitgliederversammlung des 1. FC Köln: Eine schallende Ohrfeige für den Vorstand

Die Mitgliederversammlung des 1. FC Köln ist einmal mehr zu einem denkwürdigen Abend geworden. Die Ereignisse und Ergebnisse in der Kölnarena sind eine schallende Ohrfeige für den effzeh-Vorstand. Der effzeh.com-Kommentar.

Foto: Sebastian Bahr

Es war schon 1.30 Uhr, als bei der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln das ersehnte Ergebnis vorlag. Zwölf der 41 Kandidaten haben letztlich ein ausreichendes Votum der in der Kölnarena erschienenen Mitgliedschaft erhalten. Ein bemerkenswertes Ergebnis, bleiben doch drei Plätze in dem Gremium zukünftig frei. Ein bemerkenswertes Ergebnis aber auch in dergestalt, dass unter dem Dutzend, das den Vorstand berät und kontrolliert, zahlreiche ausgewiesene Kritiker des derzeitigen Präsidiums zu finden sind. Mittendrin: Stefan Müller-Römer, der trotz einer selbst für effzeh-Verhältnisse unterirdischen Kampagne gegen seine Person und den Mitgliederrat im Gesamten letztlich klar die Wiederwahl geschafft hat.

Es war der Schlusspunkt einer nicht nur aufgrund der zeitlichen Ausgestaltung denkwürdigen Mitgliederversammlung, es war auch eine schallende Ohrfeige für die Vereinsführung. Es war nicht die einzige an diesem Tag: Das vom Vorstand befürwortete Begehr, die Satzungsänderungsanträge und die Mitgliederratswahl vor die Berichte der Gremien und die Aussprache zu setzen, lehnte der Souverän des Vereins klar ab. Nach der Wahl des neuen Mitgliederrats, aber vor der Verkündung des Ergebnisses dann die nächste bittere Schlappe für Werner Spinner und Co: Der Satzungsänderungsantrag, der unter anderem vorsah, die Vorschlagsfrist des Mitgliederrats für den Vorstand zu verkürzen, erhielt nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.

Respektlosigkeiten auf und vor dem Podium

Foto: Sebastian Bahr

Dabei hatte es zu Beginn der Veranstaltung alles andere als nach einer solchen Blamage für das Triumvirat an der Vereinsspitze ausgesehen: Bei der Vorstellung der Personen, die während der Mitgliederversammlung auf der Bühne Platz nehmen werden, erntete Müller-Römer neben aufmunterndem Applaus auch ein stattliches Pfeifkonzert. Das konterten die Vorstandskritiker mit Pfiffen und Buh-Rufen gegenüber der Geschäftsführung und den Präsidiumsmitgliedern. Der Ton des „Familientreffens“ war gesetzt – und er sollte sich über die gesamte Versammlung nicht mehr grundsätzlich verändern. Und da bekleckerten sich beide Seiten nicht mit Ruhm: Es wurde aus dem Publikum bei Wortmeldungen gepfiffen, dazwischen gebrüllt, auch auf dem Podium mehrten sich mit zunehmender Dauer der Mitgliederversammlung die Respektlosigkeiten.

Es wurde durch die hoch emotionale und teilweise erschreckend niveaulos geführte Veranstaltung deutlich, wie sehr die Vereinsführung mit ihrem einstigen Anspruch „Verein vereinigen“ gescheitert ist. Die angespannt und latent aggressive Stimmung in der Kölnarena machte klar, dass die zuletzt noch von Markus Ritterbach beschworene Einigkeit im Club ein Märchen ist. Anstatt ausführlich Rechenschaft über die schlechteste Bundesliga-Saison der FC-Geschichte abzulegen, verzettelte sich das Vorstandstrio in einem Kleinkrieg mit seinen Kritikern, ganz besonders den Ultras. Auf der Gegenseite taten einige wenig dafür, die unentschiedenen Mitglieder des Vereins auf ihre Seite zu ziehen. Aggressive Zwischenrufe, ständiges „Hoodie“-Gegröle, respektlose Reaktionen – all das sorgte nicht gerade dafür, dass die teils berechtigten Anliegen und das eigene Klientel im Gesamten ernst genommen wurde und auch zukünftig wird.

Unwürdiges Schauspiel sorgt für Fremdscham

Vieles, was sich bis in den Donnerstag hinein bei einer Vielzahl von Mitgliedern, die zu einem überwiegenden Teil eben nicht der aktiven Fanszene oder gar den Ultragruppierung zuzurechnen ist, entladen hat, hat sich der Vorstand allerdings selbst zuzuschreiben. Anstatt in alle Richtungen auf der Mitgliederversammlung beschwichtigend einzugreifen, goss er bei einzelnen Themen Öl ins Feuer, bei anderen schwieg er beharrlich und ausdrucksstark. Auch an diesem Abend zeigten Werner Spinner und Co, wie weit es mit der Kritikfähigkeit der Vereinsführung derzeit gediehen ist. Zwischen teils komplett am Thema vorbeigehenden Repliken, hochnotpeinlichen Antworten auf Wortmeldungen und Anträge sowie offensiv zur Schau gestellter Missachtung von Mitgliedern und derer Anliegen zerlegte sich das Präsidium auf der Bühne endgültig in seine Einzelteile. Teilweise mussten sich selbst hart gesottene effzeh-Fans angesichts des unwürdigen Schauspiels vor Fremdscham zusammenreißen. Von einem „feinen Verein“, den Toni Schumacher einst wieder aus dem 1. FC Köln machen wollte, war bei dieser Mitgliederversammlung nicht viel zu spüren.

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Dass sich das Theater auch viele eher neutral eingestellte und an diesen Konflikten unbeteiligte Anwesende nicht bieten lassen wollten, lässt sich simpel an den Wahlergebnissen ableiten. Das war für die Verantwortlichen kein Warnschuss mehr vor den Bug, das war der größte Schiffbruch, den ein effzeh-Vorstand erlitten hat, seit Wolfgang Overath 2010 die Entlastung verweigert wurde. Wer die Gesichter auf der Bühne während der Mitgliederversammlung sah, der konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies dem Triumvirat an der Spitze des 1. FC Köln auch deutlich bewusst geworden ist. Der Flurschaden im Binnenverhältnis des Clubs allerdings, der vor allem, aber nicht ausschließlich durch den effzeh-Vorstand in den vergangenen Monaten entstanden ist, wird sich wahrscheinlich nicht so leicht reparieren lassen wie der Abstiegsunfall. Vielleicht ist statt der vehement abgelehnten Fahrerflucht das kontrollierte Entfernen vom Ort des Geschehens nach Aufnahme des Schadens die cleverste Idee.

40 Kommentare

40 Comments

  1. Fabio

    13. Oktober 2018 an 09:16

    Unsere MV war vielmehr eine schallende Ohrfeige für alle gewaltbereiten Ultras, die sich als “Fans des FC“ bezeichnen, es aber überhaupt nicht sind, sondern lediglich Selbstdarsteller, denen unser FC scheißegal ist!

    Raketen auf Einlaufkinder und Spieler wie in Belgrad schießen? Scheißegal

    Andere Fanbusse gezielt angreifen? Scheißegal (oder “Dorfkirmes“, wie es z.B. Lucas in seinem Kommentar nennt)

    Mit unbeleuchteten Autos auf der Flucht gezielt auf Polizisten zurasen? Scheißegal

    Verbotene Pyros zünden? Scheißegal

    Im Stadion dafür sorgen, dass ein Plakat für Fußball und gegen Hass und Gewalt umgehend abgehängt wird? Scheißegal

    Ich war STOLZ in der MV, dass es Standing Ovations gegen diese gewaltbereiten sogenannten Fans gab. Der emotionalste Moment auf der Veranstaltung überhaupt, das kann kein neutraler Beobachter übersehen haben. Und wer hat ihn ausgelöst?
    Unser VORSTAND RITTERBACH!
    Danke hierfür!

    • Lucas

      13. Oktober 2018 an 20:48

      Ein sehr schönes Beispiel wie man ein Zitat komplett aus dem Kontext reißen kann um die Bedeutung bewusst zu verändern!

      Genau dieses schwarz oder weiß denken ist das Problem!

      Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem und kein Problem nur von unserem FC. Ich finde es ein Unding was die Boulevardpresse im Bereich Fußball jedesmal daraus macht und ich mich als einfacher Fan jedesmal für meinen Verein rechtfertigen muss. Nur weil ein Fahrerflüchtiger Mitglied im ADAC ist, hat der ADAC noch lange kein Problem mit fahrerflüchtigen Mitgliedern.

      • Fabio

        14. Oktober 2018 an 01:34

        @Lucas
        Mir liegt es absolut fern, hier irgendjemanden bewusst misszuverstehen. Wieso auch? Wem sollte das was nützen? Mir nicht und dir oder anderen auch nicht. Wenn wir beide ausschließlich Fußball unseres FC im Stadion sehen wollen und Gewalt komplett ablehnen, dann umso besser!
        Deinen Kommentar

        “Natürlich gibt es bei uns ein Problem mit gewaltbereiten, aber sind wir doch mal ehrlich: Auf fast jeder Dorfkirmes gibt es gefühlt prozentual genausoviele, wenn nicht sogar mehr Schlägereien als im Rahmen von FC Spielen.“

        empfinde ich aber zumindest als eine Banalisierung von Gewalt im Zusammenhang mit unserem FC, da hier leider nicht nur harmlose Rangeleien, sondern immer wieder verschiedenste gewalttätige Aktionen gestartet werden. Auf einer Dorfkirmes werden meines Erachtens im Normalfall prozentual deutlich weniger Menschenleben gefährdet (Raketen absichtlich in Menschengruppen, gezielt unbeleuchtete Fahrzeuge…)

        Auch dein Zitat
        “Fußballvereine sind halt ein querschnitt der Gesellschaft und da gehört leider nur mal auch Gewalt dazu.“

        klingt für mich ein bisschen wie
        “Ist zwar schade, aber das mit der Gewalt im Fußball ist halt so. Da kann man zumindest nichts gegen machen.“

        Oh doch, da MUSS man sogar etwas dagegen machen. Daher waren sowohl Inhalt als auch Art der Ausdrucksweise von Ritterbach auf unserer MV auch vollkommen angemessen. Oder wie erklärt sich sonst, dass es für Ritterbachs Auftritt von der überwältigenden Mehrheit der über 6000 anwesenden Mitgliedern Standing Ovations gab?

      • Lucas

        14. Oktober 2018 an 15:06

        Letztendlich ist es doch völlig unerheblich wodurch jemand verletzt wird. Ob Faustschlag oder Pyro jedes Opfer ist eins zu viel das ist doch völlig klar!

        Ich banalisiere aber nicht sondern relativiere.
        Jede Saison gibt es Millionen Zuschauer alleine in den höchsten beiden deutschen Ligen. Und natürlich sind unter diesen Zuschauern Starftäter und sonstige Idioten. In München ist einer sogar Präsident des dortigen Bundesligisten.

        Das einzige was ich ausdrücken wollte ist, dass dies doch kein Problem unseres FC oder des Fusballs ist. Kaum eine Kneipe in der heißen Phase des Karnevals kommt ohne Sicherheitsdienst aus. Warum? Weil auf Veranstaltungen die von allen Gruppen unserer Gesellschaft besucht werden nurmal auch die Probleme unserer Gesellschaft vertreten sind.

    • Thomas

      14. Oktober 2018 an 12:24

      Sehr gut geschrieben Fabio. In allen Punkten ein Volltreffer. Gruss Thomas

  2. Andreas Zeller

    13. Oktober 2018 an 01:25

    Alter Vatter… Wie effzeh.com polarisiert ist schon echt unfassbar. Ist ja fast, als wenn man das effzeh-Forum liest und dann dagegen die echten Fans im Stadion trifft. Schwarz und weiß…

    Als neutraler Leser (Duisburger Jung) liest sich das hier sehr sachlich, wenn auch subjektiv, allerdings dennoch diskussionsbereit – ein Editorial halt, wenn man so will.

    Was schlagen sich denn hier alle so die Köpfe ein? KANN man das alles so subjektiv anders bewerten oder wo liegt hier die Problematik? :)

  3. Thomas

    12. Oktober 2018 an 14:28

    Lieber Effzeh.com das ist keine unabhänige Berichterstattung. Alleine schon die Überschrift beinhaltet eine subjektive (nicht objektive) Meinung des Autors. Ich war auch in der Arena und ich habe es zum Beispiel nicht als eine schallende Ohrfeige empfunden.

    • Thomas Reinscheid

      12. Oktober 2018 an 15:20

      Hallo Thomas, dies ist ein Kommentar. Dieser enthält zwangsläufig die subjektive Meinung des Autors, das ist ja gerade Sinn der Sache. Dass du das Ganze anders empfunden hast als unser Autor, sei dir unbenommen. Beste Grüße von effzeh.com, TR

  4. Patrik

    12. Oktober 2018 an 12:18

    effzeh.com macht sich immer mehr zur Lachnummer … ihr habt es geschafft.

  5. Alex

    12. Oktober 2018 an 10:45

    Also ich frage mich ernsthaft was dem Vorstand vorzuwerfen ist. Ja gut, wir sind abgestiegen. Aber kann man dem Vorstand dass zu 100% anlasten? Dann bräuchten wir keine sportlichen verantwortlichen mehr. Jeder sollte sich selbst Fragen, was er wann anders gemacht hätte. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Und dann ist da sicher noch die persönliche Eitelkeit nicht mit Kritik umgehen zu können. Und was gibt es noch? Stadion fast immer ausverkauft, Mitgliederzahl verdoppelt auf über 100.000 Mitglieder, negativ Image des FC in wenigen Jahren zu einem Vorzeigeclub (Außendarstellung) umgekrempelt. Von 30 Mio Schulden zu 30 Mio Eigenkapital, keine Verträge mit Beteiligung anderer (Investoren), Planungen zur Verbesserung der Infrastrukturen, 1. Machbarkeitsstudie zum Stadion nicht einfach hingenommen sondern weitere angefordert, offene Mitgliederstammtische eingeführt, Werbepartner langfristig gebunden, Weitergabe von Verbandsstrafen nach dem Verursacherprinzip und Rechtssicherheit dazu hergestellt. Und dennoch werden den Verursachern Wiedergutmachung in Form von Sozialstunden etc. in Aussicht gestellt, also kein blindes weitergeben der DFB Rechnung.
    Ich frage mich, ob ein anderer Vorstand eine ähnliche Erfolgsbilanz hätte vorweisen können.

    Und das mit den persönlichen Eitelkeiten, trifft auch auf diejenigen zu die Kritik üben und mit den Antworten nicht zufrieden sind.
    Ich habe aber auch das Gefühl das einige Kontrolle durch den Mitgliederrat mit Mitbestimmung verwechseln. Wie hätte der Mitgliederrat denn bei „mehr Kontrolle“ den Abstieg verhindern können? Das was schief läuft, wie mit Herrn Schmadke, wurde ja angesprochen. Mehr Kontrolle hätte auch keinen früheren Rauswurf zur Folge gehabt.

    Für mich persönlich hat der Vorstand jedenfalls deutlich mehr positives Erreicht. Da nehme ich auch gekränkte Eitelkeiten gerne in Kauf. Wer ist schon Fehlerfrei. Man kann aber annehmen, das dieser Vorstand die gleichen Fehler bei ähnlichen Anzeichen nicht noch einmal macht. Bei einem neuen Vorstand kann man das nicht wissen.

  6. Daniel

    12. Oktober 2018 an 09:32

    Gute Zusammenfassung! Ich war persönlich auf vielen MV’s aber das war echt die Krönung, von der Orga mal ganz abgesehen. Also für mich hat sich das erledigt auf Versammlungen zu gehen…

  7. Karsten

    11. Oktober 2018 an 20:55

    Ich war das erste mal auf einer MV des 1. FC. Und nach dem was ich erlebt habe, war es auch mein letztes mal. Was für ein Kindergarten. Der Vorstand lobte sich und sein tun, ging auf keine negative Kritik wirklich ein. Toni beledigte die Mitglieder die „…. noch nie ein Brötchen für den FC geschmiert hat“. Toni, es ging nicht um Brötchen!!!! Ich hab auch noch keins geschmiert. Und ehrenamtlich kann ich auch anderswo sein!!! Da wird es einem auch gedankt. Da leuchten Kinderaugen!!!
    Und das , was einige wenige Mitglieder da teilweise mit dummen Zwischenrufen rumgebrüllt haben, ähnelt einem Karnevalsverein.
    Und den Pullover habe ich auch „angenommen“….. Huch, ich wurde Manipuliert. Ich weiß allerdings nicht, in welche Richtung!!!!

  8. Till

    11. Oktober 2018 an 20:09

    Mich störte insbesondere, dass jede Missfallenskundgebung mit „NEIN, NEIN, NEIN“ (Ritterbach) oder „UNTERLASSEN SIE DAS“ (Schönig, oder wie hieß der Marktschreier auf dem Podium?), sofort unterdrückt wurde.

    Ich sehe bereits imaginäre „KLATSCHENDE HÄNDE“ auf dem Arena-Würfel aufleuten als Zeichen dafür, dass nun Beifall erfolgen soll. Ist zwar blöd, aber erspart immerhin das eigene situative Mitdenken!

    Vielen Dank aber noch an die Redaktion für den Artikel.

    • Till

      12. Oktober 2018 an 10:54

      Sorry!
      Ich wurde erleuchtet und kaufe daher ein „ch“, um meinen oben eingestellten Kurzkommentar vervollständigen und leichter nachvollziehbar machen zu können!

  9. Addie

    11. Oktober 2018 an 18:18

    Dieser Bericht ist unerträglich un spiegelt mitnichten wider, was gestern los war.
    Die ständigen Zwischenrufe, Pfiffe und Beschimpfungen sind peinlich und unwürdig. Ja, für einige Fans musste ich mich auch gestern wieder schämen. Über die Kandidaten hätten Interessierte sich auch im Vorfeld erkundigen können. Die 2 Minuten Vorstellung kann wohl kaum das Kriterium gewesen sein und der Bericht des Mitgliederrates auch nicht, da wenig substantiell. Wenn wir wieder Ruhe im Verein haben wollen, müssen die dämlichen Gewalttaten und Beschimpfungen gegen Andersdenkende aufhören. So können wir nicht Stolz auf uns und unseren Verein sein.
    Ich bin ein ganz normaler weiblicher Fan des FC und des Fußballs.

    • Guido

      12. Oktober 2018 an 11:58

      Addie, das sehe ich sehr ähnlich – wobei effzeh.com nun wirklich seine, wie auch andere Meinungen deutlich zulässt. So kann man gut diskutieren!

      Ich habe ebenfalls einen sehr dünnhäutigen und gerne auch unsouveränen Vorstand gesehen – der aber auch seit spätestens Dezember durch die Stammtische tingelt und durchaus auch selbstkritisch seine Fehler darstellt und dabei weiterhin und völlig zurecht Prügel bezieht.

      Das ist in meinen Augen deutlich konstruktiver und mehr im Sinne des Vereins, als sich ständig dem Dialog zu entziehen, weil man ach so missverstanden wird und sich in „Vorstand raus“-Plakaten, „Lügner“ und „Hoodie“-Rufen bzw. vorbereiteten Fälschungen zu ergehen und damit über 6000 Mitglieder als Stimmvieh zu diskreditieren.

      Ob eine solche Geschenk-Aktion nötig oder sinnvoll ist, darüber lässt sich sicher streiten. Mitglieder, die sich sehenden Auges in die Arena begeben, um sich einen langen Abend zu geben auf 11,- zu reduzieren, ist so engstirnig wie armselig.

      Genauso armselig im übrigen, wie das allgemeine Klima des Misstrauens ganz offensichtlich dazu geführt hat, dass die Möglichkeiten und Durchschlagskraft des Mitgliederrats fahrlässig geschwächt wurden:

      Wir haben dort wirklich ein sehr gutes Wahlverfahren. Das muss aber auch (im Sinne des Vereins und nicht dem einer Gruppe) bedient werden. Mir ist absolut unverständlich, wie viele Kandidaten, die unverdächtig sind, sich von der einen oder anderen behaupteten Seite vereinnahmen zu lassen, aufgrund der höheren Zahl an NEIN-Stimmen und damit einem Quotienten unter 50% nicht im Mitgliederrat mitwirken dürfen.

      Konsequenz: aus Angst, die „Falschen“ könnten mögliche eigene Plätze besetzen, sind diese offenbar vorsichtshalber gleich abgelehnt worden, anstatt sich dort ehrlicherweise zu enthalten. Folgerichtig besteht der Mitgliederrat also selbstbeschränkt lediglich aus 12 statt der möglichen 15 Mitglieder. Und das bei 41 durchaus wählbaren Kandidaten -> Chance vertan und in keinem Fall ein Sieg für die Mitglieder, egal wo sie stehen.

  10. fcpluemo

    11. Oktober 2018 an 16:21

    Ich bin ein NEUTRALER und diesem Bericht und den Kommentaren ist nichts mehr hinzuzufügen!!

  11. Oli

    11. Oktober 2018 an 16:05

    Absolut überflüssiger Scheißkommentar, der sich eindimensional nur gegen den Vorstand richtet, ohne die Anschuldigungen in irgendeiner Art und Weise zu belegen.
    Leider wieder nichts Neues von euch, schade!

  12. Meik

    11. Oktober 2018 an 16:00

    Sehr guter Bericht über die Ereignisse der gestrigen MV

  13. Phil

    11. Oktober 2018 an 15:37

    Da wird das effzeh.com Forum vom Spinner als Sprachrohr der Ultras proklamiert und als „Rache“ wird dann dieser Artikel geschrieben… Es ist schon interessant zu sehen, wie hier beide Seiten vor verletzten Stolz und Eitelkeit sich gegenseitig defamieren.

    • Bob

      11. Oktober 2018 an 19:37

      effzeh.com Forum ? Welches effzeh.com Forum? Gibts jetzt etwas noch eins oder was? ich blicke da nicht mehr durch. Scheiß demokratie. Danke Werner!!!1!

    • Thomas Reinscheid

      11. Oktober 2018 an 23:36

      1. Wir sind kein Forum, wir sind ein Online-Fanzine.
      2. Ich habe die Antwort auf die völlig wirren Einlassungen von Herrn Spinner schon während der Mitgliederversammlung gegeben – das reicht mir persönlich komplett aus, die fehlende Antwort bzw. die Antwort auf nicht getätigte Aussagen spricht dabei Bände. Die Gratis-Werbung nehmen wir dabei gerne mit.
      3. Interessant, welche Schlussfolgerungen du daraus ziehst, die ich allerdings nicht bestätigen kann. Der Kommentar meines geschätzten Kollegen oben ist nicht aus „Rache“ geschrieben worden (warum auch?), sondern schlichtweg eine Einschätzung zu den Ereignissen bei der Mitgliederversammlung. Diesen Eindruck muss nicht jeder teilen, ihn uns aber abzusprechen und von „Rache“, „Diffamierung“, „verletztem Stolz und Eitelkeit“ zu sprechen, wird dem Ganzen allerdings nun wahrlich nicht gerecht.

      • Michael

        12. Oktober 2018 an 09:21

        Jeder der sich ein wenig auskennt, wird auch wissen, dass effzeh.com bei Weitem kein Sprachrohr der Ultras ist.

        Aber in Zeiten von Fake news und schwarz-weiß Denkens, wundert mich wenig.

        A propos „Sprachrohr“ – dazu kommt mir eher ein anderer Blog der sich mit den Geißböcken auseinandersetzt in den Sinn. Allerdings buckelt dieser eher beim Vorstand.

        Es ist doch schön, dass jeder vermeintlich das lesen kann, was er lesen will. Ich mache sicher keine Werbung für die andere Seite, aber diejenigen, die mit den Artikeln (unterscheiden zwischen Berichten und Kommentaren überfordert sicherlich) hier nicht zufrieden sind, können ja in dem anderen Blog kommentieren.
        Andersherum genauso.

        Sachliche Diskussionen führt man lieber am Tresen/Stadion/Stammtisch. Auf jeden Fall aber in der analogen Welt.

  14. Lucas

    11. Oktober 2018 an 15:16

    Ich gehöre nicht zur akiven Fanszene, habe aber im letzten Jahr die offenen Briefe zwischen Vorstand und Südkurve verfolgt. Ich war bis zum Beginn der Veranstaltung der Meinung, dass zwar seitens des Vorstandes nicht alles gut gelaufen ist, aber die Ultras mit ihrem pauschalen „Vorstand raus“ über das Ziel hinausschießen.

    Was ich allerdings dann im laufe des Abends erleben musste, war ein mehr als aroganter Auftritt der Präsidenten, allen voran von Herrn Ritterbach, der sich zum Oberlehrer aufspielte. Anstatt zu vereinen und den Kompromiss zu suchen, scheint es für ihn nur schwarz oder weiß zu geben in dem er, so war meine Wahrnehmung, den Verein in anständige und Ultras spaltete.

    Natürlich gibt es bei uns ein Problem mit gewaltbereiten, aber sind wir doch mal ehrlich: Auf fast jeder Dorfkirmes gibt es gefühlt prozentual genausoviele, wenn nicht sogar mehr Schlägereien als im Rahmen von FC Spielen.

    Fußballvereine sind halt ein querschnitt der Gesellschaft und da gehört leider nur mal auch Gewalt dazu.

    Des Weiteren wurden auf Punkte von Rednern nicht oder kaum eingegangen, oder auf diese wurde mehr als respektlos entgegnet.

    Zu den Satzungsänderungsanträgen:
    Ich finde es mehr als unglücklich diesen Tagesordnungspunkt zum Schluss zu behandel, denn die meisten in meinem Teil der Halle hatten keinen Bock mehr und wollten nur zum Ende kommen.

    Natürlich wurde der Hoodie-Antrag abgelehnt, weil viele nurnoch wegen diesem dageblieben waren.

    Stand heute würde ich nach dem gestrigen Abend nicht für den aktuellen Vorstad stimmen, selbst wenn es keine Gegenkandidaten gäbe.

    • Anni

      12. Oktober 2018 an 00:16

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen …. bin absolut der selben Meinung …
      Bin ebenfalls sehr neutral und bin nun seit gestern einfach total entsetzt über diesen Auftritt des Vostands … bin absolut froh bei der Versammlung gewesen zu sein denn jetzt weiß ich was ich vom Vorstand halten soll ..

  15. Stefan

    11. Oktober 2018 an 14:40

    Hi,

    konnte selbst nicht dabei sein, deswegen wäre spannend, wenn zu den Aussagen „Zwischen teils komplett am Thema vorbeigehenden Repliken, hochnotpeinlichen Antworten auf Wortmeldungen und Anträge sowie offensiv zur Schau gestellter Missachtung von Mitgliedern und derer Anliegen zerlegte sich das Präsidium auf der Bühne endgültig in seine Einzelteile.“ konkrete Beispiele genannt würden.

    Auch beim Satz „Dass sich das Theater auch viele eher neutral eingestellte und an diesen Konflikten unbeteiligte Anwesende nicht bieten lassen wollten, lässt sich simpel an den Wahlergebnissen ableiten“ habe ich mich gefragt, warum genau sich das ableiten lässt.

    Ansonsten Danke für den Bericht.

    • Feivel

      11. Oktober 2018 an 18:01

      Geht mir auch so. Ich bin zwar ebenfalls ein Vorstandskritiker, allerdings wahr ich gestern nicht anwesend, sodass ich mich frage, wie der Autor zu dieser Einschätzung kommt.

      Liebe effzeh.com-Redaktion, es wäre nett wenn ihr bezüglich der oben genannten Zitate noch einmal ein wenig ins Detail gehen könntet. Gerne auch hier in der Kommentarspalte.

      Leev Jröös

      • Olli

        11. Oktober 2018 an 22:17

        http://www.dervierteoffizielle.de/wp/duennhaeuter/

        Hier wird auf viele der genannten Punkte näher eingegangen

      • Thomas Reinscheid

        11. Oktober 2018 an 23:32

        Wie wir zu den Einschätzungen kommen? Von uns waren alleine fünf Redakteure vor Ort in der Halle, in unterschiedlichsten Bereichen in unterschiedlichsten Konstellationen – dazu saßen welche vor der Liveübertragung im Mitgliederbereich. Das nur vorweg als Erklärung. Dass zahlreiche „Neutrale“ eher auf die Seite der Vorstandskritiker gewechselt sind, waren unsere Beobachtungen aus zahlreichen Gesprächen und aus den Abstimmungen. Zu den Beispielen lohnt sich aus meiner Sicht ein Blick in unseren Liveticker und das Gespräch mit anderen Mitgliedern, die vor Ort waren. Was teilweise nach Wortmeldungen (unter anderem auch die Replik auf meinen Wortbeitrag bspw.) vom Podium kam bzw. wie unangenehm-unengagiert das Podium währenddessen wirkte, war eines „feinen Vereins“ unwürdig und hat mich an dunklen Vorzeiten in diesem Verein erinnert.

  16. Max

    11. Oktober 2018 an 14:25

    „Das vom Vorstand befürwortete Begehr, die Satzungsänderungsanträge und die Mitgliederratswahl vor die Berichte der Gremien und die Aussprache zu setzen, lehnte der Souverän des Vereins klar ab.“ Darauf muss man doch nicht stolz sein und das ist auch keine Ohrfeige für den Vorstand, sondern peinlich für ca. 40% der anwesenden Mitglieder, die mitansehen müssen, wie ein Großteil der Hoodie-Schreier, Beutelratten, Prinzipnörgler ohne Hirn einzuschalten pauschal mal NEIN zu dem Antrag in verschiedensten Formen der menschlichen Kommunikation von sich geben. Was ist denn bei der Veranstaltung der Hauptamtsakt gewesen? Richtig! Die Mitgliederratswahl! Keiner will bis 1:30 Uhr in einer harten Bestuhlung seinen Abend verbringen. Die Wahl gehört ins erste Drittel der Agenda. Danach kann man sich ja immer noch anschreien, Personen nicht ausreden lassen und HOODIE skandieren. Alle Personen des Vorstands haben vernünftige Reden gehalten und sehr wohl Stellung bezogen zu der Abstiegssaison. Irgendwann muss es auch mal gut sein. Nach vorne schauen, aus Fehlern lernen, gegen Kiel gewinnen und die Gremien mal jetzt miteinander arbeiten lassen.

    • Alfredo Chella

      11. Oktober 2018 an 14:49

      Sehr gut , die Hoodie-Schreier hätte ich gleich an die Luft gesetzt. und die ständigen Unterbrechungen zeugen von Hirnlosigkeit und Respektlosigkeit.

    • Christian

      11. Oktober 2018 an 15:16

      Das sehe ich vollkommen anders und es wurde auf der Versammlung auch entsprechend argumentiert:

      Wie soll man denn seriös über einzelne Personen des neuen Mitgliederrats abstimmen, wenn man zuvor nicht die Berichte von Vorstand und Mitgliederrat zur abgelaufenen Saison gehört hat? Derjenige, dessen einziges Ansinnen auf der MV es ist, so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen, der hat das Privileg eines Vereinsmitgliedes wohl nicht verstanden und sollte direkt daheim bleiben.

      Vernünftige Reden des Vorstandes habe ich auch nicht gehört. Es wurden hauptsächlich populistische Themen wie „Vertagsverlängerung Horn/Hector“, „Tabellenführer“ und „stehen wirtschaftlich super da“ angesprochen. Das mag inhaltlich zwar alles richtig sein, gehört aber nicht (bzw. nur untergeordnet) in einen Jahresbericht. Wo war die kritische Auseinandersetzung mit dem Abstieg und den internen Querelen?

    • Björn

      11. Oktober 2018 an 21:08

      Max, deinem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Sehr gut geschrieben…

    • Sven

      12. Oktober 2018 an 09:19

      Dieser Kommentar zeigt das Selbstverständnis des Vorstandes am besten. 2/3 sind gegen den Antrag, was tut ihr bloß dem 1/3 an das darf nicht wahr sein ihr Chaoten. Ähnlich agiert übrigens die AFD. Die sehen sich auch mit 18% als Mehrheit. Sie haben Demokratie nicht verstanden. Setzen 6 und geben sie den Mitgliederausweis ab.

      • Guido

        12. Oktober 2018 an 11:03

        Sven, die Gleichsetzungsmasche (in diesem Fall mit der unsäglichen AfD) sagt wohl mehr etwas über dein Demokratieverständnis aus.

  17. Joachim Schumacher

    11. Oktober 2018 an 13:38

    Ich finde es von allen Seiten nur noch peinlich. Es geht schon lange nicht mehr um den 1 FC Köln sondern um verletzte Eitelkeoten um persönliche Interessen um Interne Machtkämpfe aber nich um den 1 FC Köln wie gesagt traurig und peinlich!

    • Alfredo Chella

      11. Oktober 2018 an 14:50

      Schlimm – einfach nur schlimm

  18. Johannes Wilden

    11. Oktober 2018 an 13:29

    Und dann??? Wer soll dann der neue Vorstand sein? Würde mich mal interessieren!

    • Guido Kirfel

      11. Oktober 2018 an 14:29

      Hallo Herr Wilden. Es wird 2019 einen neuen Vorstand geben und die Kandidaten dafür werden bestimmt rechtzeitig vorgestellt. Aber sicher nicht in dieser oder der kommenden Woche. Der amtierende Vorstand hat sich mit seiner Schmutzkampagne gegen einzelne FC-Mitglieder und seinem gestrigen Auftritt im Grunde selber abgeschafft. Den FC wird es aber weiterhin geben und bessere Leute als Spinner & Co. dürften auffindbar sein. Wir müssen uns also keine Sorgen machen.

  19. Frank

    11. Oktober 2018 an 13:26

    Gut geschrieben und zusammengefasst.
    Wie sähe eine Alternative aus zum Vorstand? Gibt’s da Ideen oder ist das unwichtig?
    Nächstes Jahr ist Schluss. Spätestens. Das wissen wir alle.

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