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Report

Mitgliederversammlung beim 1. FC Köln: Sieben Stunden Vereinsdemokratie mit 6000 Mitgliedern

Bei der mit Spannung erwarteten Mitgliederversammlung des 1. FC Köln wurde intensiv diskutiert und am Ende gewählt: Unsere Zusammenfassung.

Foto: Sebastian Bahr

Der nächste Tagesordnung bestand dann darin, dass die Mitglieder sich in der Aussprache zu den verschiedenen Geschäftsberichten zu den Inhalten äußern konnten. Dabei wurden unter anderem die Themen Hoodies, Indiskretionen auf Seiten des Vorstands und generell das Verhältnis zwischen Fans und Führung des Vereins angesprochen. Alle Wortmeldungen können allerdings aus Platzgründen nicht in diesem Text aufgegriffen werden. Jedenfalls stand Vorstand, Geschäftsführung und Co. danach die Möglichkeit zu, auf die verschiedenen Wortbeiträge zu reagieren.

Etwa zwei Stunden für Vorstellung der Kandidat:innen des Mitgliederrats

Schneller ging es dann bei der Entlastung des amtierenden Vorstands, des Mitgliederrats, des Gemeinsamen Ausschusses und der Wahlkommission – dies gelang sogar per Handzeichen und musste nicht maschinell ausgezählt werden. Danach begann gegen 22:15 der eigentliche Höhepunkt – die Wahl des Mitgliederrats. Die 41 Kandidat:innen konnten sich in zweiminütigen Redebeiträgen zu ihren Plänen äußern. Dies dauerte insgesamt in etwa auch zwei Stunden, weil danach ebenfalls noch Wortmeldungen diskutiert wurden. Nach Beendigung der Aussprache wurden die Wahlzettel durch ein maschinelles Verfahren ausgezählt, unterdessen ging es Schlag auf Schlag weiter – nächster Tagesordnungspunkt waren die verschiedenen Satzungsanträge.

Foto: Sebastian Bahr

Begonnen wurde mit der Vorstellung des Antrags des Vorstands, der vorsah, die Nominierung des Vorstands deutlich nach vorne zu verlegen. Natürlich bestand auch hier wieder die Möglichkeit zur Aussprache, wovon mehrere Mitglieder auch Gebrauch machten und ihre Standpunkte zum Antrag darlegten. Die Abstimmung ergab dann eine Ablehnung des Antrags – eine herbe Niederlage für den Vorstand des 1. FC Köln. Der zweite Antrag auf Satzungsänderung stammt von Patrick Appe und bezieht sich auf den Ausschluss aus Vereinsgremien von denjenigen Mitgliedern, die sich beim 1. FC Köln in einem wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnis befinden. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit für den Antrag wurde nicht erreicht.

Versammlung endete gegen 1:30 Uhr am Donnerstagmorgen

Im Folgenden wurde der Antrag von Marc Hillesheim dargelegt, in dem es sich zusammengefasst darum drehte, dass bei Mitgliederversammlungen keine Geschenke mehr verteilt werden sollen. In der mittlerweile einigermaßen erhitzten Debatte gab es im Anschluss natürlich auch wieder Wortmeldungen, der Antrag wurde letztlich relativ deutlich abgelehnt. Um 1:20 Uhr am Morgen wurden dann die Ergebnisse der Wahl zum Mitgliederratswahl präsentiert. Wahlleiter Thomas Schönig präsentierte im Detail alle Ergebnisse, nur zwölf der Kandidat:innen schafften den Einzug in das Gremium – dieses umfasst fortan: Ho-Yeon Kim, Christian Hoheisel, Carsten Wettich, Walther Boecker, Josef Derkum, Stefan Müller-Römer, Fabian Schwab, Michael Trippel, Engelbert Faßbender, Nicole Bender, Fritz Guckuk und Frank Leifer.

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Ein langer Abend neigte sich dann endgültig dem Ende zu, als der Vorstand den neuen Mitgliederräten gratulierte. Der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ fiel der Müdigkeit der Teilnehmenden zum Opfer, deren Zahl sich über den Verlauf der fast sieben Stunden seit Beginn der Veranstaltung rapide verringert hatte.

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