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Interviews

Exklusiv: Fünf Fragen an die Kandidat*innen zur Mitgliederratswahl 2018 beim 1. FC Köln

Wir haben den Kandidat*innen für die Mitgliederratswahl fünf Fragen gestellt. Mittlerweile haben 37 von 41 geantwortet. Hier lest ihr, was sie zu sagen haben.

Stefan Müller-Römer (im MR)

1. Was möchtest du im Mitgliederrat bewegen?

Ich möchte die Zusammenarbeit zwischen Mitgliederrat und Vorstand so gestalten, wie sie in der Satzung eigentlich vorgesehen ist, d.h. der Mitgliederrat berät und kontrolliert den Vorstand und dient gleichzeitig als Sprachrohr für die Mitglieder gegenüber dem Vorstand.

Nur gemeinsam ist man stark. Nur gemeinsam können wir den Verein in eine erfolgreiche Zukunft führen, in der es keine Abstiege mehr geben darf.

2. Wie positionierst du dich zu einem Einstieg möglicher Investoren, zum Ausbau am Grüngürtel und zur Diskussion um das Stadion?

Ich sehe keine Notwendigkeit, Anteile zu verkaufen. Es gibt andere Wege, um unseren Verein erfolgreicher zu machen.

Ich will in Müngersdorf bleiben. Es muss uns gelingen, gemeinsam mit der Stadt Köln einen Weg zu finden, um in Müngersdorf nachhaltig ein modernes Stadion zu betreiben.

Gleiches gilt für den Um- und Ausbau des GBH.

Das ist alles nicht einfach. Dazu braucht es Geduld und Verhandlungsgeschick.

3. Wie bewertest du den Umgang des Vorstands mit dem Mitgliederrat und der Initiative „100% FC“ in der jüngeren Vergangenheit?

Der Umgang mit der Initiative „100 % FC – Dein Verein“ war überhaupt nicht in Ordnung. Die Initiative hat ein legitimes Anliegen verfolgt. Man kann zum Anliegen der Initiative verschiedener Auffassung sein. Aber man darf die Antragsteller deswegen nicht so abqualifizieren.

Der Umgang mit dem Mitgliederrat ist leider auch stark verbesserungswürdig. Der Vorstand muss endlich akzeptieren, dass der Mitgliederrat die ihm in der Satzung zugeschriebenen Beratungs- und Kontrollrechte zum Wohle des Vereins ausüben muss.

4. Reichen die derzeitigen Befugnisse des Mitgliederrats als Kontrollorgan des Vorstands (§24 der Satzung) deiner Meinung nach aus?

Sie reichen leider nicht aus. Denn es fehlt an Konsequenzen, wenn ein Vorstand sich nicht kontrollieren lassen will. Hier müssen Ergänzungen vorgenommen werden, wie die Praxis gezeigt hat.

Der Mitgliederrat ist das einzige und wichtigste von den Mitgliedern gewählte Aufsichtsorgan im Verein. Ich möchte diese Aufsicht weiterhin konsequent ausüben, weil ein Vorstand ohne Aufsicht immer eine Gefahr für den Verein darstellt.

Wir brauchen ein Gleichgewicht der Kräfte im Verein. Der Vorstand kann zum größten Teil Entscheidungen treffen, ohne vorher den Mitgliederrat oder den Gemeinsamen Ausschuss fragen zu müssen. Aber im Nachhinein muss der Vorstand sich für diese Entscheidungen vor dem Mitgliederrat verantworten.

Der Abstieg war kein Unfall, sondern die Konsequenz aus einer Reihe von Fehlentscheidungen. An dieser Stelle müssen auch unbequeme Fragen gestellt und beantwortet werden.

5. Hast du vertragliche Beziehungen mit dem FC außerhalb deiner (möglichen) Position als Mitgliederrat und falls ja, in welcher Form erhältst du dafür eine Vergütung?

Nein, ich bin komplett unabhängig, weil man sonst eine solche Aufsichtsfunktion nicht ordentlich wahrnehmen kann.

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