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Interviews

Exklusiv: Fünf Fragen an die Kandidat*innen zur Mitgliederratswahl 2018 beim 1. FC Köln

Wir haben den Kandidat*innen für die Mitgliederratswahl fünf Fragen gestellt. Mittlerweile haben 37 von 41 geantwortet. Hier lest ihr, was sie zu sagen haben.

Rupert Gietl

1. Was möchtest du im Mitgliederrat bewegen?

Mitspracherecht der Mitglieder ist ein sehr schützenswertes Gut. Die große Herausforderung und Hauptaufgabe ist es, dass alle Beteiligten beim 1. FC Köln das auch so leben. Hierfür will ich kämpfen. Dazu bringe ich Verhandlungsstärke, langjährige Managementerfahrung, sowie eine gesunde Mischung aus Durchsetzungskraft und Diplomatie mit, letzteres gelernt in der täglichen Arbeit mit unterschiedlichsten Kulturen und vielfältigsten Problemstellungen. Als Vertreter der Mitglieder werde ich mich auch nicht davor scheuen, kritische Fragen zu stellen.

2. Wie positionierst du dich zu einem Einstieg möglicher Investoren, zum Ausbau am Grüngürtel und zur Diskussion um das Stadion?

Für mich ist der 1. FC Köln, seit meiner Kindheit, eng mit dem Standort Müngersdorf verbunden. Das darf nicht geändert werden. Zum Thema Müngersdorf und Ausbau Grüngürtel muss ein fortlaufender Dialog mit der Stadt Köln geführt werden. Gemeinsames Ziel sollte es sein, Wege und für beide Seiten zufriedenstellende Lösungsansätze zu finden.

Ich bin kein großer Freund von Investoren im Fußball. Das schadet dem Fußball und die Einflussnahme der jeweiligen Investoren auf die betroffenen Vereine ist zu groß. Man zahlt mittel-/langfristig einen zu hohen Preis. Neben 1860 München gibt es noch viele andere negative Beispiele für die hieraus resultierenden Probleme und entstehenden Risiken.

3. Wie bewertest du den Umgang des Vorstands mit dem Mitgliederrat und der Initiative „100% FC“ in der jüngeren Vergangenheit?

So wie ich das als Außenstehender betrachte, ist weder der Umgang mit dem Mitgliederrat noch mit der Initiative in Ordnung gewesen. Jedes Mitglied hat nach der Satzung das Recht, Vorschläge oder Anträge in die Mitgliederversammlung einzubringen. Das nennt man Demokratie. Allen Vorschlägen und den einbringenden Mitgliedern muss der nötige Respekt entgegengebracht werden. Daran hat es gegenüber der Initiative gefehlt. Und gegenüber dem Mitgliederrat als Gremium scheint es daran permanent zu fehlen. Das muss sich definitiv ändern.

4. Reichen die derzeitigen Befugnisse des Mitgliederrats als Kontrollorgan des Vorstands (§24 der Satzung) deiner Meinung nach aus?

Der Vorstand muss akzeptieren, dass die Mitglieder den Mitgliederrat als ihr Aufsichtsgremium wählen. Aufsicht heißt aber auch, dass man manchmal kritische Fragen stellen muss. Sollte die Arbeit des Mitgliederrates permanent blockiert werden, muss es auch Möglichkeiten der Sanktionierung geben.

5. Hast du vertragliche Beziehungen mit dem FC außerhalb deiner (möglichen) Position als Mitgliederrat und falls ja, in welcher Form erhältst du dafür eine Vergütung?

Nein, ich trete als unabhängiges Mitglied an. Meine Neutralität ist und wird immer zu 100% gewährleistet sein.

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