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Interviews

Exklusiv: Fünf Fragen an die Kandidat*innen zur Mitgliederratswahl 2018 beim 1. FC Köln

Wir haben den Kandidat*innen für die Mitgliederratswahl fünf Fragen gestellt. Mittlerweile haben 37 von 41 geantwortet. Hier lest ihr, was sie zu sagen haben.

Christian Friedrichs

1. Was möchtest du im Mitgliederrat bewegen?

Grundsätzlich möchte ich einen kleinen Teil zur Zukunft des FC beitragen und mich etwas über das Maß des „normalen“ Mitglieds engagieren. Im Speziellen bin ich überzeugt, durch meinen Hintergrund bei Finanzfragen (z.B. Investor, Stadion) einen Mehrwert einbringen zu können und habe ich mich daher zur Kandidatur entschlossen.

2. Wie positionierst du dich zu einem Einstieg möglicher Investoren, zum Ausbau am Grüngürtel und zur Diskussion um das Stadion?

a. In meinem Beruf investiere ich (im Namen meines Arbeitgebers) selber in Unternehmen und weiß, dass dies für alle Parteien Sinn machen kann. Im Fußball bezweifele ich eine solche Win-Win-Situation jedoch. Der Investor ist ausnahmslos an Rendite interessiert, der Verein am maximalen sportlichen Erfolg. Aufgrund dieser Interessensungleichheit lehne ich einen Investor ab.

b. Es wäre wünschenswert, man könnte den gesamten Verein im Grüngürtel halten. Allerdings droht ob des Widerstands der Anwohner jahrelanger Stillstand, den wir uns im Wettbewerb nicht leisten können. Daher könnte ein Umzug des NLZ und der Damen ein Kompromiss sein. Die Profiabteilung würde ich um jeden Preis am GBH halten wollen, da dies wiederum ein echter Wettbewerbsvorteil ist.

c. Kurz: Müngersdorf unverhandelbar. Länger: Ein Stadion von 75.000 Zuschauern kann der FC bei maximalem Erfolg vielleicht hinreichend auslasten. Eine solche Investition plant man aber nicht unter der Annahme maximalen sportlichen Erfolgs. Stadionkauf und das Modell Frankfurt (Optimierung des Bestandes + Ausbau der Stehplätze) halte ich für am sinnvollsten.

3. Wie bewertest du den Umgang des Vorstands mit dem Mitgliederrat und der Initiative „100% FC“ in der jüngeren Vergangenheit?

Die Reaktion empfand ich eines starken Managements unwürdig, sind solche Initiativen aus der Mitte des Vereins doch gelebte Vereinsdemokratie. Das Akzeptieren des Ergebnisses ist den Initiatoren daher ebenso hoch anzurechnen wie deren Engagement für unseren Verein.

4. Reichen die derzeitigen Befugnisse des Mitgliederrats als Kontrollorgan des Vorstands (§24 der Satzung) deiner Meinung nach aus?

Grundsätzlich ja. Wir haben eines der demokratischsten Modelle im deutschen Fußball. Einen zu starken operativen Einfluss halte ich für hinderlich. Wichtiger ist, den Rat in die Lage zu versetzen, seine Rolle gemäß Satzung auch ausfüllen zu können. Effektive Kontrolle, ja.

5. Hast du vertragliche Beziehungen mit dem FC außerhalb deiner (möglichen) Position als Mitgliederrat und falls ja, in welcher Form erhältst du dafür eine Vergütung?

Nein.

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