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Meinung

Mainzer Regelkunde, Kölner Selbsteinschätzung: Im Kuriositätenkabinett

Der 1. FC Köln verliert beim 1. FSV Mainz 05 verdient mit 3:1. Im Mittelpunkt stehen absurde Fehlentscheidungen, Fehleinschätzungen und Torwartfehler.

Absurdes Stadiondesign, absurde Ereignisse: Opel Arena in Mainz | Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Machen wir es so kurz und schmerzlos, wie es für Fans des 1. FC Köln sein kann (nicht allzu schmerzlos also): Die „Geißböcke“ haben beim anderen Karnevalsverein der Bundesliga, dem 1. FSV Mainz 05, verloren. Obwohl die Elf von Achim Beierlorzer in Führung ging, gab es am Ende keine Punkte. Nach dem Mainzer Ausgleich kam von den Kölnern nicht mehr viel. Und durch einen (nicht gänzlich unhaltbaren) Distanzschuss zum 2:1 sollte die Aufgabe nach dem Pausentee auch nicht einfacher werden. So viel ist klar: Dass der 1. FC Köln diese Partie am Ende verloren hat, lag vor allem am 1. FC Köln.

Ist nicht ganz der Einzige: Sandro Schwarz | Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Aber eben nicht nur. Wenn ein bereits verwarnter Spieler im eigenen Strafraum ein völlig eindeutiges Handspiel begeht und es danach weder Elfmeter noch die Gelb-Rote-Karte gibt, ist das ein Gamechanger. Ganz egal, wie gut oder schlecht die eine oder die andere Mannschaft kurz vorher noch gewesen sein mag. Der 1. FC Köln bekam am Freitagabend weder das eine noch das andere, dafür aber nicht allzu viel später dann das dritte (übrigens absolut haltbare) Gegentor.

Schiedsrichter Willenborg fand seine erste Entscheidung trotz Ansicht der eigentlich eindeutigen Videobilder weiterhin richtig und Sandro Schwarz fand das wiederum nach dem Spiel dann auch völlig in Ordnung. „Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der die Meinung hat, aber nach dem, was die Regel besagt, ist es kein Elfmeter“, erklärte der Mainz-Trainer. Der Einzige war er dabei aber natürlich nicht. Der andere mit dieser Meinung stand schließlich als Schiedsrichter auf dem Platz.

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Und so ist es fast schon ein Trost, dass die Niederlage immer noch sportlich verdient ist. So könnte man sich einreden, selbst mit Elfmeter und Überzahl wäre es nicht anders gekommen, weil man halt einfach nicht gut genug war. Dann wäre die Fehlentscheidung nicht mehr so schlimm. Doch beim 1. FC Köln sah man das anders und twitterte ähnlich weltfremd wie Schwarz und Willenborg munter in die Welt hinaus: „Auch wenn es kurios klingt: Der FC war über weite Strecken die bessere Mannschaft, aber Mainz hat drei Tore gemacht – und das ist dann eben auch eine Qualität.“ Und ja, das klingt wirklich kurios.

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