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Reaktionen auf die Union-Pleite – 1. FC Köln zieht die Zügel an – Stammtisch-Talk mit Müller-Römer

Pressekonferenzen, Kaderinfos, Shortnews, Stats, Reaktionen und Termine – alles übersichtlich serviert mit effzeh-KOMPAKT.

„Keine tote Mannschaft gesehen“: Reaktionen auf die Union-Pleite
 BERLIN, GERMANY - DECEMBER 08: Dominick Drexler of 1. FC Koeln battles for possession with Christopher Trimmel of 1. FC Union Berlin during the Bundesliga match between 1. FC Union Berlin and 1. FC Koeln at Stadion An der Alten Foersterei on December 08, 2019 in Berlin, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

FC-Coach Markus Gisdol: „Es war heute total unnötig. Wir laden den Gegner ein, Tore zu schießen. Wir haben zweimal genau die Fehler gemacht, die man hier nicht machen darf. Wir müssen jetzt schauen, wie wir da unten rauskommen, wie wir uns da unten rausarbeiten können. Es geht nicht mit Schönspielen. Wir brauchen mehr Härte, mehr Konsequenz, wir müssen in jedem noch so kleinen Moment da sein. Das in die Köpfe der Spieler reinzubekommen, wird ein harter Weg. Aber wir werden es anpacken.

FC-Sportdirektor Horst Heldt: „Wir haben verdient verloren. Wir kriegen zwei Gegentore nach Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung. Wir machen die Tore nicht und kriegen sie zu leicht. Das müssen wir abstellen. Nach dem 0:2 war nicht mehr viel drin. Das ist das Bild, das wir derzeit abgeben. Das müssen wir ändern, damit es besser wird. Jeder einzelne Spieler muss Verantwortung übernehmen. Jeder muss bereit sein, alles dafür zu tun, dass wir da unten rauskommen. Das ist unsere Erwartungshaltung. Dass die Fans bei so einem Spielstand so reagieren, ist absolut verständlich. Wir haben immer gesagt, dass wir die Unterstützung brauchen – aber es ist auch klar und das habe ich immer gesagt: Es muss von uns ausgehen. Von uns kam nach dem 0:2 aber nichts mehr, deshalb verstehe ich die Reaktion der Fans.“

Simon Terodde: „Wir haben zwei entscheidende Fehler gemacht. Es war kein schönes Spiel, haben dagegengehalten. Wir kriegen durch eine Standardsituation das Gegentor, das spielt Union brutal in die Karten. Ich lass da meinen Mann laufen, das müssen wir besser verteidigen und so bringen wir uns auf die Verliererstraße. Da erweise ich der Mannschaft einen Bärendienst. Wir sind Tabellenvorletzter. Man hat unseren Plan gesehen, wir wollten kompakt stehen. Wir müssen auch mal in Führung gehen, aber der Torhüter holt auch einen aus dem Winkel. Das würde uns extrem gut tun. Es ist extrem bitter. Wir müssen nächste Woche gegen Leverkusen, wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen.“

Dominick Drexler: „Wir kommen eigentlich ganz gut ins Spiel. Die Standardsituation darf uns nicht passieren. Unsere Fehler wurden eiskalt bestraft. Gisdol-Effekt? Wenn man die Spiele sieht, sind wir nicht schlecht drin. Aber wir dürfen nicht in Rückstand geraten. Wir stehen kompakt, müssen aufbauen. Aber ich habe hier keine tote Mannschaft gesehen. Wir haben uns gewehrt.“

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Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin hat die sportliche Leitung am Geißbockheim die Mannschaft in die Pflicht genommen und die Zügel angezogen. Geschäftsführer Horst Heldt kündigte in der Kölnischen Rundschau auch Konsequenzen für diejenigen Spieler an, welche nicht mitziehen würden: „Jeder soll sich der Verantwortung für den Verein bewusst sein und ihr gerecht werden. Wer das macht, sitzt dann im Boot und wird unterstützt. Wenn wir merken, dass das bei dem einen oder anderen nicht der Fall ist, werden wir anders agieren müssen. Denn es geht um den Club, nicht um den Einzelnen.“

„Es geht um den Club, nicht um den Einzelnen!“

In einem ersten Schritt wurde der sonst freie Dienstag gestrichen und beim heutigen Montagstraining gab es keine Trennung zwischen Stammkräften und Ersatzspielern. „Wir wollen nur etwas neu justieren“ erklärte Heldt die Maßnahme. Auf der FC-Homepage appelliert der FC-Sportchef bereits an die Ehre der Spieler: „Es muss Klick machen im Kopf, bei jedem Einzelnen. Wir müssen uns immer wieder aufs Neue an Kleinigkeiten hochziehen und gegenseitig unterstützen. Wir müssen die Basis legen – und die Basis ist, alles zu tun. Jeder muss sich Gedanken machen, wie er in der jetzigen Situation helfen und was er verändern kann. “

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Heldt wird 50: „Dafür habe ich heute gar keinen Kopf“

Seinen 50. Geburtstag hat sich Horst Heldt sicherlich anders vorgestellt. Nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin ist die Stimmung rund um den 1. FC Köln, der nun auf Platz 18 abgestürzt ist, im Keller. „Ich bin niemand, der Geburtstage so groß feiert. Und im Moment ist das auch nicht wichtig. Natürlich rufen mich Leute an und gratulieren, aber ich habe da heute gar keinen Kopf für“, lässt sich der FC-Sportchef auf der vereinseigenen Homepage zitieren. Der enttäuschende Auftritt beim direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt hat auch bei Heldt Spuren hinterlassen: „Ich bin enttäuscht – wie jeder andere auch. Weil ich denke, dass die Niederlage vermeidbar gewesen wäre. In den ersten 30 Minuten haben wir unseren Plan verfolgt und nicht viel zugelassen. Wir hatten die gute Chance, in Führung zu gehen. Aber momentan liefern wir einfach nicht viel Überzeugendes ab auf dem Platz“, so das Geburtstagskind.

https://twitter.com/fckoeln/status/1204007166744633345

FC-Stammtisch Talk mit Welz und Müller-Römer

Foto: Ralf Friedrichs

Zum wiederholten Male steht der 1. FC Köln nach der schmerzhaften Niederlage bei Union Berlin vor der Frage: Quo Vadis, Effzeh? Der FC-Stammtisch Talk im Brauhaus Stüsser wird sich am heutigen Montagabend der Frage annehmen und versuchen, zumindest ansatzweise Antworten zu finden. Zu Gast ist erstmalig der Torwart der glorreichen, frühen 70er Jahre: Gerd Welz, der nur durch eine schwere Verletzung an einer noch größeren Karriere gehindert wurde. Mit ihm in der Runde, Mitgliederrat-Vorsitzender Stefan Müller-Römer, der sicher vieles aus den letzten Monaten zu berichten weiß und manche Kritik der letzten Wochen aufnehmen wird. FC-Fan Mike Kleiß (ehemals SWR 3 / Fußball-Podcast mit Thomas Wagner) komplettiert den Talk. Das Stüsser ist bereits komplett ausreserviert, ab 20 Uhr wird aber der Facebook-Livestream gestartet. Sollte der Stream nicht problemfrei laufen, ab morgen um 18.30 Uhr läuft der Talk störungsfrei auf dem YouTube-Kanal des FC-Stammtisch Talks.

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