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„FC-Stammtisch Talk“ vor der Mitgliederversammlung: Wichtige Aufklärungsarbeit

Beim gestrigen FC-Stammtisch wurde natürlich auch über die anstehende Mitgliederversammlung gesprochen, aber nicht nur: Insbesondere der Mitgliederratsvorsitzende Müller-Römer und WH-Vorsänger Stephan Schell leisteten wichtige Beiträge.

Foto: effzeh.com/Sarah Peters

Gestern Abend fand der zweite „FC-Stammtisch Talk“ in dieser Saison im „Brauhaus Stüsser“ statt. Talkmaster Ralf Friedrichs empfing den aktuellen Vorsitzenden des Mitgliederrates Stefan Müller-Römer, Stephan Schell als Mitglied der „Wilden Horde“ sowie des „Südkurve e.V.“, die beiden Mitgliederrats-Kandidaten Guido Kluth und Daniel Gäbler sowie den Medienunternehmer Konstantin Neven DuMont. Am Vorabend der Mitgliederversammlung stand natürlich dieses Thema im Fokus der Gesprächsrunde, doch auch andere Aspekte wurden diskutiert. Themen waren daher unter anderem auch der Zustand des Kölner Sportjournalismus, die Arbeit und Aufgabenbereiche des Mitgliederrates und der schwelende Konflikt zwischen Vereinsführung und Ultrà-Szene. Aus den unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer wurde gleichermaßen die Arbeit des derzeitigen effzeh-Vorstands beurteilt.

Zu Beginn des Gesprächs verdeutlichten Stefan Müller-Römer und Stephan Schell, warum es „keine konspirative Verbindung“ zwischen dem Mitgliederrat und Teilen der Südkurve des 1. FC Köln gebe – Müller-Römer wies darauf hin, dass der Dialog mit der Fanszene insbesondere von effzeh-Präsident Werner Spinner geführt wurde und nicht von ihm selbst. Im Anschluss kam zur Sprache, wie die verschiedenen Teilnehmer der Runde einen „kicker“-Artikel vom Vortag einordneten, in welchem dem Mitgliederrat unterstellt wurde, einen „Kleinkrieg gegen den Vorstand“ zu führen. Schell merkte an, dass dieser Artikel ganz klar einer politischen Agenda des Verfassers zuzuordnen sei.

Aufklärungsarbeit durch Müller-Römer und Schell

Nächster Diskussionspunkt waren die Aufgabenbereiche des Mitgliederrats, diesbezüglich leistete der Vorsitzende dieses Gremiums Aufklärungsarbeit und legte dar, welche Tätigkeiten und Themen tatsächlich im Mitgliederrat bearbeitet werden. Müller-Römer erklärte außerdem, dass ihn der Begriff „Unruhe“ störe: Nach dem überflüssigen Abstieg sei eben diese „Unruhe“ nötig und die Pflicht des Mitgliederrats. Nach ihm erklärte Stephan Schell seine Sicht auf die „Unruhe“ im Verein – der Vorsänger der Gruppierung „Wilde Horde“ erläuterte, warum der Dialog in der AG Fankultur durch die Ultràs aufgekündigt worden sei. Zur Sprache kam auch die Gewaltproblematik in Teilen der Kölner Fanszene. Schell erntete im Anschluss viel Applaus für sein leidenschaftliches Plädoyer für die jugendliche Subkultur, die seiner Meinung nach viel für die Erhaltung von traditionellen Werten beim effzeh tue. Auch die Wahrung der Identität des Vereins sei ein wichtiges Anliegen.

Ich möchte die Identität des Vereins bewahren. Dafür werde ich kämpfen.

Konstantin Neven DuMont unterstrich, dass beim 1. FC Köln in der Vergangenheit zu wenig große Ambitionen das Tagesgeschehen bestimmten, er sprach sich dafür aus, in größeren Dimensionen zu denken und die Öffnung gegenüber Investoren nicht auszuschließen. Im weiteren Verlauf der Gesprächsrunde durfte Friedhelm Henze darlegen, warum er und Michael Tuchscherer ihren Antrag auf Satzungsänderung für die heutige Mitgliederversammlung zurückgezogen hatten. Zwischendurch wurden immer wieder auch übergeordnete Themen besprochen, wie zum Beispiel der Umgang mit Fanstrafen beim DFB. Dazu meinte Müller-Römer: „Das DFB-Strafensystem ist ein absolutes Unding.“

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Der nächste“FC-Stammtisch Talk“ findet wieder im „Brauhaus Stüsser“ statt, Termin ist dieses Mal der 7. November. Zu Gast sein werden an diesem Tag die beiden Sportmoderatoren Thomas Wagner und Markus Höhner. Weitere Gäste werden bis zu diesem Zeitpunkt noch bekanntgegeben. Das Video zum FC-Stammtisch von gestern findet ihr unten.

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