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Analyse

Noch 12 Spiele: Risse, Koziello und Osako als Schlüsselfaktoren für den 1. FC Köln

Seit drei Spielen ohne Sieg, aber immer noch mit Hoffnung auf das Wunder: Beim 1. FC Köln wird es in erster Linie auf Risse, Koziello und Osako ankommen, wenn man Spiele gewinnen will.

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Seit drei Spielen ohne Sieg, aber immer noch mit Hoffnung auf das Wunder: Beim 1. FC Köln wird es in erster Linie auf Risse, Koziello und Osako ankommen, wenn man Spiele gewinnen will.

Direkt nach einer ernüchternden und auch hochverdienten Niederlage wie der von vergangenem Samstag gegen Eintracht Frankfurt fällt es schwer, als Spieler, Fan oder Verantwortlicher des 1. FC Köln noch an den Klassenerhalt zu glauben. Rein punktemäßig ist die Lage zwar nicht schlimmer geworden, da auch die Konkurrenz aus Hamburg und Mainz nicht gewinnen konnte und teils selbst in wiederholter Form gravierende Defizite offenbarte. Beim 1. FC Köln lief wie bereits erwähnt auch nicht alles rund, doch auch nach dem 22. Spieltag besteht nach wie vor die Hoffnung auf das Wunder. Damit der effzeh allerdings noch mindestens zwei Mannschaften hinter sich lassen kann, muss sich in den verbleibenden zwölf (plus zwei) Partien insbesondere im Spiel mit dem Ball einiges ändern.

Das Resultat von 2:4 sprach eine deutliche Sprache, obwohl der effzeh zwischenzeitlich ein wenig wie die Jungfrau zum Kinde zum Ausgleich kam – nur wenige Minuten später hatte die SGE die Verhältnisse allerdings wieder gerade gerückt und einen hohen Vorsprung herausgeschossen, von dem sich die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mehr erholen sollte. Dieser bekannte in der Nachbetrachtung der Partie selbstkritisch, dass auch Fehler von ihm zu dieser Niederlage geführt hätten – dafür gebührt dem 45-Jährigen Respekt, denn diese Art von Aussage war zuletzt in Köln nicht selbstverständlich.

Defensive Stabilität als Voraussetzung – Offensivspiel als Schlüssel

Breit diskutiert wurde danach die mangelhafte Verteidigung von Standardsituationen, die dem 1. FC Köln bei der Niederlage in Frankfurt das Genick brach. Hinzu kam an diesem Tag allerdings noch eine ungenügende Kompaktheit im Spiel gegen den Ball, die es den Frankfurtern immer wieder ermöglichte, in die gefährlichen Räume zwischen den Linien zu kommen. Dieser Text widmet sich jedoch in erster Linie der Frage, wie es der 1. FC Köln schaffen kann, durch einen konstruktiven Umgang mit dem eigenen Ballbesitz die Chancen auf einen Sieg zu erhöhen – denn klar ist auch, dass die „Geißböcke“ mindestens die Hälfte der noch ausstehenden Spiele gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance im Klassenkampf zu haben. Unter der Voraussetzung der defensiven Stabilität ist der Umgang mit dem eigenen Ballbesitz wohl der Schlüssel.

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Um Spiele zu gewinnen, kann man verschiedene Wege wählen: Man verteidigt tiefer und kommt über Umschaltaktionen zu Torabschlüssen. Man verteidigt höher und kommt über Umschaltaktionen zu Torabschlüssen. Man spielt geduldig gegen eine tiefstehende Defensive an und verlässt sich dabei auf eine sichere Ballzirkulation. Beim 1. FC Köln war es in den letzten Wochen ein Mix aus allem, die drei Siege wurden allerdings in erster Linie dadurch eingefahren, dass die Kölner zu den richtigen Momenten die Tore erzielten – meist ging dem Ganzen eine Standardsituation voraus (siehe Gladbach, Hamburg und auch beim Unentschieden gegen Augsburg). Um die Erfolgswahrscheinlichkeit auf Siege zu erhöhen, wird es in den kommenden Wochen darauf ankommen, gute eigene Lösungen in Sachen Ballbesitz zu finden, um Punkte zu holen – gegen Frankfurt ging das allerdings gehörig schief.

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