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Müngersdorf

Ein Pünktchen Hoffnung: Duda-Treffer bringt dem 1. FC Köln das 1:1 gegen die SGE

Der 1. FC Köln schnappt sich den ersten Punkt der Saison. Den Treffer des Tages aus effzeh-Sicht erzielte Neuzugang Ondrej Duda. Daneben überzeugte ein Rückkehrer.

Köln Frankfurt Duda
Foto: Marcel Kusch POOL/AFP via Getty Images

Der 1. FC Köln hat sich im vierten Saisonspiel den ersten Punkt im Abstiegskampf gesichert. Die zwischenzeitliche Führung von Eintracht Frankfurt durch Silva (45.+2) egalisierte der effzeh durch einen Treffer von Ondrej Duda (52.). Dank einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdiente sich der effzeh das Unentschieden trotz einer schwachen ersten Halbzeit.

Das Spiel in Kürze

Wer darauf gehofft hatte, dass Trainer Gisdol sein Team nach dem Fehlstart stark umbauen würde, sah sich getäuscht. Neuzugang Marius Wolf gab sein Startelf-Debüt und Rückkehrer Ismail Jakobs begann auf der linken Seite. Ansonsten gab es keine Änderungen gegenüber der Derbyniederlage vor zwei Wochen.

Von Schwung und Elan fehlte dann auch jede Spur. Im ersten Durchgang bekamen die 300 tapfer anfeuernden Zuschauer*innen in Müngersdorf absoluten Rumpelfußball geboten. Etliche Fehlpässe und nicklige Zweikämpfe prägten das Spielgeschehen. Frankfurt kam durch zwei Silva-Schüsse zu Halbchancen, der effzeh erspielte sich keine einzige Chance. Kurz vor der Halbzeitpause dann das gewohnte Bild: Ein langer Ball aus der Hälfte des Gegners und eine Verlängerung des Stürmers (hier: Dost) hebelt die Kölner Defensive aus, irgendein effzeh-Verteidiger (hier: Bornauw) verhält sich ungeschickt im Zweikampf und verursacht einen Elfmeter. Den fälligen Strafstoß verwandelte Silva zur 1:0-Führung für die SGE.

Besser aus der Kabine kamen die Frankfurter, die schnell auf das 2:0 drückten. Aus dem Nichts schafften es die „Geißböcke“ aber, einen vernünftigen Spielzug auf den Rasen zu zaubern. Wolf spielte Ehizibue mit einem Doppelpass auf rechts frei. Der Nigerianer sprintete durch Richtung Grundlinie und brachte eine punktgenaue Flanke ins Zentrum, wo Duda eine schwierige Direktabnahme in der 52. Minute zum 1:1 im Tor verwandelte. Fortan gingen beide Teams mehr ins Risiko, was etliche gute Chancen auf beiden Seiten zur Folge hatte. Die besten Kölner Chancen hatten Duda per Kopfball und Jakobs auf dem Boden liegend, auf der anderen Seite verhinderte Czichos ein Younes-Tor kurz vor der Linie. In der 90. Minute verpasste der eingewechselte Anthony Modeste mit einem gewagten Fernschuss aus 30 Metern die Führung schließlich nur knapp. So blieb es beim 1:1.

Moment des Spiels

Der Treffer zum 1:1. Bis zur 52. Minute fiel der 1. FC Köln eigentlich nur durch etliche Fehlpässe, lange Bogenlampen und ungeschickte Zweikämpfe auf. Offensive Gefahr? Nicht vorhanden. Doch plötzlich zeigte der effzeh spielerische Klasse. Das Tor gab der Mannschaft enormen Auftrieb. Plötzlich wurden die „Geißböcke“ zielstrebiger und mutiger. So wäre mit etwas Glück auch der Sieg möglich gewesen. Warum nicht gleich so?

Bild des Spiels

Köln Frankfurt Dost

Foto: Mika Volkmann/Getty Images

Zahl des Spiels

3. Viertes Spiel, dritte Entscheidung des VAR gegen den 1. FC Köln. Einmal mehr war der Videoschiedsrichter nicht auf Seiten des effzeh und überstimmte die Entscheidung des Schiedsrichters. Die Entscheidung war allerdings völlig berechtigt, das Einsteigen von Bornauw gegen Kamada im Strafraum ein klarer Elfmeter.

Zitat des Spiels

„Wir haben alle Elemente reingebracht, die wichtig sind.“

~ Sportdirektor Horst Heldt im Sky-Interview nach dem Spiel

Drei Stars

⭐⭐⭐  Kingsley Ehizibue

Der Rechtsverteidiger leistete sich verhältnismäßig wenige Stellungsfehler und Unkonzentriertheiten. Vor allem kurbelte er aber in der zweiten Hälfte über die rechte Seite permanent das Spiel an und bereitete das 1:1 bärenstark vor. Bildete gemeinsam mit Wolf ein Duo, das Lust auf mehr macht. Schließlich angeschlagen unter Applaus ausgewechselt.

⭐⭐ Ondrej Duda

War über weite Strecken des Spiels absolut unauffällig. Beim Ausgleichstreffer zeigte der Slowake aber etwas, das man zurzeit beim effzeh nur selten sieht: Technische Stärke. Auch wenn Duda völlig frei stand, war die Direktabnahme nicht einfach zu nehmen. Kurz danach hatte er mit einem sehenswerten Kopfball die Chance zur Führung. So strahlte er punktuell Gefahr aus.

⭐ Ismail Jakobs

Der Rückkehrer zeigte das, was ihn schon vor seiner Verletzung zu einem Leistungsträger im Team von Markus Gisdol gemacht hat. Unermüdlich beackerte er die linke Seite, half Horn hinten ordentlich aus und versprühte mit seiner Schnelligkeit auch nach vorne Gefahr. Auch wenn nicht alles gelang, war Jakobs ein belebendes Element im effzeh-Spiel.

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