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Meinung

Aufstiegsstimmung im Müngersdorfer Stadion: Schöne neue Welt beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln verliert mit 3:5 gegen Regensburg. Doch die meisten Leute feierten nach dem Spiel, sie strömten sogar aufs Feld. Das zeigt: Ehrgeiz existiert fast nicht. Dafür eine Gier nach guter Laune. Der Verein befindet sich auf dem Weg zum Kunstprodukt. Ein Kommentar.

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Als der Rasen voller ekstatischer Fans war, reichte es mir. Zehntausende bejubelten den Aufstieg des 1. FC Köln, als hätte dieser gerade per Kraftakt den Einzug in den Europapokal geschafft. Toni Schumacher lachte ins „Sky“-Mikrofon, die Spieler mischten vor den Fans mit, nachdem sie die “Meisterschale” überreicht bekamen. Die Fans zerpflückten den Rasen, um ihr Stück mitzunehmen, einige demontierten sogar die Tore. Euphorisch zückten viele ihr Handy, um diese eigentlich gar nicht so historischen Momente bildlich festzuhalten. Ich nicht. Ich stand wie angewurzelt auf meinem Tribünenplatz und starrte ungläubig auf das Feld. Ich fragte mich unaufhörlich, was diese Ekstase rechtfertigte. Denn für mich lief dieser Aufstieg so emotionslos ab wie keiner der fünf in der Vereinsgeschichte zuvor.

Die Umstände vermiesen die Stimmung – eigentlich

Zum besseren Verständnis: Der effzeh stieg auf, weil er für einen Zweitligisten absurd viel Geld investieren konnte. Er erkaufte sich den Aufstieg teuer und beschnitt sich damit massiv den finanziellen Spielraum für die nächsten Jahre. Die sportlichen Leistungen blieben dabei zwar ausreichend, aber eben auch dürftig. Ein Trainer wurde mit hoher Abfindung entlassen, der Präsident sogar rausgemobbt. Einer der Geschäftsführer offenbarte Unkenntnis über die Vereinsstrukturen und wirkte gleichzeitig inkompetent in seinem Aufgabenfeld. Die Spieler präsentierten sich teilweise großkotzig und stellten in Interviews und auf dem Platz gerne auch mal deplatzierte Überheblichkeit zur Schau. Die Vizepräsidenten betrieben derweil im Stillen ihren Wahlkampf und ließen den Geschäftsführern freie Hand.

Doch nichts davon beeinträchtigte die Feierei. Und ich fragte mich: Ignorieren die Platzstürmer von heute diese Umstände? Blenden sie sie vielleicht nur besser aus als ich? Oder interessieren sie sich überhaupt nicht dafür?

Fans und Club suchen nach Selbstinszenierung

Sicher bin ich mir nur in einem: Viele Fans bedienten mit der merkwürdigen Feierei eine Sucht nach gemeinsam ausgelebter guter Laune. Dafür kamen sie schließlich ins Stadion. Dass dieser Tag, dieses letzte Heimspiel, mit dem Aufstieg verbunden war und womöglich keine Jubelszenen, mit denen sie ihre Instagram-Story füllen können, liefern würde, war für sie keine Option. Also erzwangen sie die Bilder. Die 3:5-Niederlage spielte dabei keine Rolle. Der Wunsch bestand für viele am Sonntag offenbar weniger darin, einen Sieg der Mannschaft zu sehen, sondern sich als Teilnehmer der „typisch kölschen“ Aufstiegsfeier zu inszenieren.

Dem 1. FC Köln gefiel das. Wahrscheinlich. Ernsthafte Versuche, einen sogenannten Platzsturm zu verhindern, gab es nämlich nicht. Ich hatte sogar den Eindruck, dass der Club die vermeintlich euphorischen Szenen provozieren wollte und die Fans freiwillig auf den Rasen laufen ließ. Schließlich lassen sich Jubelszenen ausgezeichnet vermarkten – nach innen und außen.

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Nach außen zeigen sie, welch tolle Emotionen und Szenen bei einem Stadionbesuch entstehen können. Nach innen signalisieren sie hohe Zufriedenheit im Umfeld, ermöglichen das Ausblenden von Kritik und wirken wie eine Bestätigung dafür, dass das Marketing die Fans hypnotisieren kann. Seit Jahren schlägt der Club mit Werbekampagnen auf seine Anhänger ein wie ein Schmied auf seinen Amboss. Deswegen war die 3:5-Pleite am Ende sogar ein Erfolg – im Marketingjargon gesprochen: “Unsere Fans feiern trotz Niederlage ausgelassen! Sie sind die Besten der Welt!”

Die Feier war befremdlich

Und genau hier stimmt etwas nicht. Mich befremdete dieses Geschehen. Die Jubelstürme passten nicht zum Bild, das der Verein abgibt. Das Gesamtbild wirkte erzwungen, mochten sich die Beteiligten noch so viel Mühe geben. Und deswegen war die Feier auch beendet, als alle ihre Bilder und Videos im Kasten hatten. Stück für Stück entwickelt sich der 1. FC Köln zu einem Kunstprodukt. Denn die Szenen, die Bilder und Videos waren kaum das Resultat großer Freude über den Aufstieg. Sie sind für den Club und viele Fans zum Selbstzweck geworden. “Aufstieg in Müngersdorf – wir waren dabei!” Das ist alles. Das ist die narzisstische Botschaft, die ausgesendet wurde.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Jeder kann seine Feste feiern, wie sie fallen – in Köln ja sowieso. Ich kann und will auch niemandem vorschreiben, wie er sich wann beim effzeh zu verhalten hat, ich bin ja schließlich nicht Markus Ritterbach. Aber ich halte es für gefährlich, dass es im Verein und seinem Umfeld wichtiger zu sein scheint, schöne Bilder zu produzieren, als die Saison zu hinterfragen und zu analysieren, damit der Club womöglich nie wieder aufsteigen muss, sondern dauerhaft in der Bundesliga überleben kann. Spöttisch könnte man sagen: Immerhin hier gehen Spieler, Fans, Angestellte und Vereinsvertreter Hand in Hand. Nur wohin sie gehen, das weiß ich nicht. Mir wird bei dem Gedanken daran jedoch mulmig zumute.

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Patrik Größchen

    14. Mai 2019 an 21:16

    Ich habe mich schon früher gefragt warum es beim FC immer so hoch und runter gehen kann. Ich glaube es hat tatsächlich mit der Stimmung im Umfeld zu tun. stadion voll, alles freut sich, es wird überwiegend positiv verkauft was so im Verein läuft. Und spürbar anders simmer auch. Stimmt, aber auch spürbar unbekümmert. Und so kommt es eben zu den psychologisch vielleicht erklärbaren Leistungsabfällen. Ich vergleiche es immer mit einem Industrieunternehmen. Auch da wird oft versäumt die Zeichen zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es sind die Führungskräfte die bequem im Sessel festhängen und die Bequemlichkeit und den Erfolg vergangener Jahre feiern. Und so ist es beim FC eben auch. Es ist leider nicht zielgerichtet und professionell.
    Und dass die Fans dann feiern, auch wenns vielleicht nicht soviel Grund gibt sei Ihnen doch verziehen. Irgendeinen Sinn muss es ja machen Fan vom Real des Westens zu sein.

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    Frank Arens

    14. Mai 2019 an 11:49

    Mit zwei Tagen Abstand zum Soiel finde ich den Kommentar nicht mehr nachvollziehbar. Hätten denn alle das Stadion verlassen sollen nur wegen eines schlechten Spiels, um der Vereinsführung einen Spiegel vorzuhalten ? Menschen feiern gerne. Ob gerechtfertigt oder nicht. Der Verein wird deswegen nicht mehr und nicht weniger Probleme haben.

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    Andreas

    14. Mai 2019 an 08:11

    Sorry, war am Sonntag im Stadion. Die Stimmung war von Euphorie weit, weit entfernt. Es gab auch keinen Platzsturm. Es wurden die Torr geöffnet und viele Menschen nahmen die Chance war, einmal von unten nach oben zu schauen. So zum Beispiel einige Zuschauer im Umfeld, deren Kinder unbedingt in den Innenraum wollten. Und es gab definitiv einen klaren Unterschied zu 2014. Da gab es Euphorie. Diesmal nicht. Nüchternheit. Warum Menschen Tore abreißen erschließt sich mir auch nicht, hat aber nicht zwangsläufig was mit Euphorie zu tun. Daher Gemach, Gemach. Es gab keine Euphorie und daher verstehe ich den Kommentar auch nicht.

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    Oli

    14. Mai 2019 an 08:08

    Ich bin jetzt auch seit über 40 Jahren FC Anhänger und wie wir alle die sich mit dem FC beschäftigen ja wissen gibt es in den letzten beiden Jahrzehnten auf und ab. Den dummen Menschen erkennt man daran dass er aus seinen Fehlern nicht lernt denn es ist auch nicht schlimm Fehler zu machen von uns ist niemand perfekt. Ich konnte mich leider auch nicht über den Aufstieg so richtig freuen bin aber beruhigt dass das Ziel erreicht wurde allerdings bei der Art und Weise tun sich für mich doch viele Fragen auf und wie ich an euren Kommentaren merke bin ich damit nicht alleine. In meinen Augen wurde das letzte Jahr leider nicht dazu wirklich genutzt einen guten und vernünftige Basis für einen Neuanfang zu schaffen sondern es wirkt alles so gequält zum Erfolg als Aufsteiger. Und dass wir in Zukunft wenig bis keine sportliche Kompetenz mehr in den führenden Gremien haben stimmt mich umso trauriger um nicht zu sagen schockiert. Aber ich gehöre zu den Menschen die jedem eine an Chance geben und manchmal auch eine zweite daher drücke ich die Daumen das nun endlich wieder mal Ruhe einkehrt denn wie man erkennen kann ist Kontinuität mit das Wichtigste für langfristigen Erfolg welcher darin bestehen würde sich nun endlich etwas länger in der ersten Bundesliga zu halten nicht mehr aber auch nicht weniger. Aber ich habe manchmal den Eindruck das persönliche Empfindlichkeiten ausgeprägter Egoismus Selbstdarstellung mittlerweile im Vordergrund stehen. Ich bin gespannt was alles in der Sommerpause passieren wird und inwieweit die Mannschaft auch jetzt wieder einer Mannschaft wird übrigens immer nur drauf hauen ist nicht wirklich eine Lösung aber man sollte schon darauf achten in Zukunft die Klüngeleien untereinander aufzulösen wenn das Ziel ist für alle immer das gleiche wenn es geht den bestmöglichen sportlichen Erfolg das funktioniert allerdings nur bei einem gewissen Zusammenhalt den lernt man übrigens am besten in Krisen und ab jetzt schaue ich einfach mal positiv nach vorne vergesse aber nie die Vergangenheit versprochen LG Olli

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    Baensch, Stephan

    13. Mai 2019 an 22:17

    Ich habe dieses Wochenende beruflich, fast freiwillig auf das letzte Heimspiel verzichten müssen…dieser Satz zeigt meine Zerrissenheit zu meinem Verein. Ich habe das Spiel, via „sky“ doch verfolgen können und habe mich dabei gefragt, ob das mein „Effzeh“ ist, oder ob hier nur die Fans verarscht werden sollen?

    Ich hoffe auf eine ordentliche Nachbearbeitung dieser Saison, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.

    Stolz bin ich, als Kölner, ich liebe meinen Effzeh auch noch, aber glücklich bin ich nicht mit der Situation und wie die gewesene Ruhe in den Verein zurück kommen soll….ich habe keine Ahnung!!! Ihr?

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    Martina

    13. Mai 2019 an 20:06

    Super Artikel. Genau das waren auch meine Fragen, wie könnte man das gestern feiern? Ich und viele andere sind direkt nach Abpfiff gegangen, scheinbar gibt es nur noch wenige die, diese Situation, diesen Verein, diesen Aufstieg der nur ein Aufstieg war, weil andere Vereine noch schlechter spülten, das auch alles sportlich Ernst nehmen!

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    Lars

    13. Mai 2019 an 19:01

    Danke für diesen Text. Als man die Tore öffnete, um der feiernden Meute den Platzsturm zu ermöglichen, habe ich mich fremd geschämt und schnellstmöglich das Stadion verlassen.
    Dieser Platzsturm war zu 100% von vorne bis hinten inszeniert,

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    August

    13. Mai 2019 an 17:36

    Vielen Dank. Ich hab schon gedacht mit mir stimmt etwas nicht. Ich wollte einfach nicht mitfeiern und habe nur befremdete Blicke geerntet.

    In Köln gilt Realismus schon als Depression.

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    Olli

    13. Mai 2019 an 16:58

    Es ist was dran. Feiern soll man ja. Aber…..

    Ich konnte das Spiel leider nicht live im TV sehen, da ich in einem verdammten Stau stand (im Nachhinein vielleicht glücklicherweise?). Aber ich hörte von der schwachen Leistung und dem peinlichen 0:3 zur Pause. Ich war stinksauer. Wegen der schwachen Heimbilanz, wegen Matzes verbocktem Abschied, wegen der Sorglosigkeit oder falschen Einstellung oder was auch immer. Sie hatten es schon weider getan! Schon wieder die Chance verspielt, sich anständig vor den eigenen Fans zu verabschieden, dem letztwöchigen (und eigentlich verschleppten und verspäteten!) Aufstieg noch ein Ausrufezeichen zuhause nachzulegen und sich deswegen feiern zu lassen. Nix da! Nach Abpfiff war es als hätte man 5:0 gewonnen.

    Klar, dass es am Ende „egal“ war, wie es ausgeht. Die verdammte Pflicht des Aufstiegs war ja erledigt. Aber trotzdem: Wie kann man sich so präsentieren? Die Partystimmung fand ich daher auch etwas übertrieben bis deplatziert. Aber sie war wohl gewollt und inszeniert.

    Dabei kann der Verein, seine Vertreter – und damit meine ich vor allem auch die Spieler! – können doch wohl mehr als das. Sie sollten das zumindest wollen. Aber man gibt sich mit so wenig zufrieden. Dann steigen wir eben wieder ab. Und dann wieder auf. Wenn nicht dieses, dann nächstes Jahr. Ist doch egal. Das Stadion ist eh immer voll und für reichlich Kölsch trinken brauchen wir auch keinen besondern Anlass.

    Wie oft haben wir in dieser Saison gehört „Das kann nicht unser Anspruch sein“? Vielleicht sollte man diesen Anspruch mal eindeutig formulieren und allen ins Hirn hämmern.

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    Mart

    13. Mai 2019 an 16:25

    Wahre Worte!
    Ich war auch eher geschockt über das Ganze.
    Der Abstieg war und ist eine Schande, der gekaufte Aufstieg täuscht nur im Ansatz über die Misere hinweg.
    Ich verließ da doch lieber schnell die Süd in Richtung Ausgang, als das ertragen zu müssen..

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      Woeschelterjong

      13. Mai 2019 an 19:26

      Typisch deutsche Miesepeterei! Auch ich bin natürlich mit dem Verlauf der Saison nicht zufrieden!
      Aber dennoch ist der fc jetzt wieder aufgestiegen, darüber darf und soll man sich freuen! Und was soll dieser Blödsinn, der Aufstieg wäre erkauft? Gibt es etwas im Profifußball, das nicht erkauft ist? jetzt aber ist die Zeit gekommen, mit dem Feiern aufzuhören und die neue, sehr schwere Saison gründlich vorzubereiten!
      und zu einer solchen Vorbereitung gehört auch, dass nicht alles kaputt geschrieben wird!

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    Michael

    13. Mai 2019 an 16:16

    Danke für diesen Text. Ich bin noch immer fassungslos ob dieser Szenen am Sonntag in Köln. Gratulation an die Verantwortlichen der GmbH. Man hat sich ein 50.000 Mann starkes Klatschaffen Publikum ran gezüchtet. Ich bin seit 35 Jahren FC Fan. Nie war mir der Verein fremder als zur Zeit.

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      Marc

      13. Mai 2019 an 18:08

      Es steckt eine gewisse Ironie dahinter, dass Teile dieser 50.000 „Klatschaffen“ Teile von der Süd ebenso als solche bezeichnen

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        Arno Michels

        13. Mai 2019 an 19:27

        Selten eine so zutreffende wie zugleich ernüchternde Analys gelesen.Ich bin 57 Jahre Fan dieses ehemals tollen Vereins, für den ich mich mit wenigen Ausnahmen die gesamte Saison über geschämt habe. Ich habe mich noch nie so wenig über einen Aufstieg gefreut,wie diese Saison, nämlich gar nicht. Denn die Zukunft sieht mehr als düster aus,solange Leistung,Einsatz,Charakter und betechtigte Kritik bei den Verantwortlichen und den meisten Fans Fremdwörter sind.

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      Derschonwieder

      13. Mai 2019 an 23:43

      Besserwisserischer Kack!

      Wenn man weniger Geld investiert hätte (das man diesmal zum Glück zur Verfügung hatte), wäre man also ehrlich und zukunftssicher in der zweiten Liga geblieben?

      Lieber spaßfrei aufsteigen, als fair die 2. Liga halten!

      War ich euphorisch? Nein. War mir das Spiel egal? Nein. Sehe ich die Selbstherrlichkeit mancher FC-“Profis“ nicht? Doch. Blicke ich sorgenvoll in die kommende Erstligasaison? Ja. War ich auf dem Rasen? Ja, trotzdem.

      War ich – wie auch sonst immer – gegen Darmstadt im Stadion? Ja. Da war der Aufstieg noch alles andere als in trockenen Tüchern, und dieser überteuerte, verunsicherte und auch dumme FC hat alles versucht zu gewinnen.
      Da fand ich aber viel befremdlicher, dass ein Großteil der Süd nur da saß und nichts tat, um diese Jungs zu stützen und “uns“ aufsteigen zu lassen: man war gekommen, um sich unterhalten zu lassen und anschließend enttäuscht, wollte aber nichts dafür tun. Vorher war mein Block still, nachher pfiffen sie und rissen das Maul auf: DAS ist befremdlich!

      Dass und wie ich also am letzten Spieltag “meinen“ schmutzigen Aufstieg feiere, das lass mal bitte meine Sorge sein und bleib mir fott mit deiner Überheblichkeit!

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    Mölli

    13. Mai 2019 an 16:12

    Ich stimme dem durchaus zu, dass es bei weitem ein nicht so euphorischer Aufstieg war wie zuvor, doch auch aufgrund der immensen Unruhe darf der Aufstieg gefeiert werden. Es hätte auch anders kommen können (siehe HSV). Die Erwartungshaltung war hoch wie nie zuvor und die Ergebnisse haben nicht immer das wiedergegeben was man von der Mannschaft erwartet hat. Trotzdem ist man erleichtert dass der FC erstmal wieder da ist wo er hingehört. Was in der nächsten Saison passiert können wir im Moment noch nicht voraussehen. Man hofft einfach nur, dass man sich wieder etabliert und dass wieder Ruhe einkehrt. Aber für den Moment zählt nur das erreichte Ziel und das darf gefeiert werden.

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      Gambo

      13. Mai 2019 an 17:07

      Alles gut auf den Punkt gebracht. Ich gebe zu, das ich auch auf dem Rasen war, aber auch nur um die Gelegenheit zu haben, auch mal da unten zu stehen.
      Von Freude und Euphorie bei mir aber auch keine Spur. Da wurde die Schmach vom letzten Jahr mit hohen finanziellen Aufwand und meist dürftigen Leistungen repariert.

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    Heimi

    13. Mai 2019 an 16:03

    Ich verstehe, dass man die Ausgelassenheit nicht teilt und kein Interesse daran hat, mitzufeiern, sich ein Stück Rasen mitzunehmen und 100 Selfies auf dem Platz zu machen(auch wenn ich umgekehrt auch nichts Schlimmes dran finde, wenn sich jemand freut, ja mei, sollen sie eben).
    Ein Problem habe ich mit dem Kommentar aber:
    „Aber ich halte es für gefährlich, dass es im Verein und seinem Umfeld wichtiger zu sein scheint, schöne Bilder zu produzieren, als die Saison zu hinterfragen und zu analysieren[…]“
    Ich verstehe nicht, wieso man so tut, als stünde das in irgendeinem Widerspruch. Alles hat doch seine Zeit, und das letzte Heimspiel, bei dem von offizieller Seite die gewonnene Radkappe präsentiert wird, ist eben der Zeitpunkt, sich jetzt doch auch mal zu freuen, dass man das gesetzte Ziel erreicht hat(was nicht selbstverständlich ist, wie der HSV einem bestätigen mag…). Das ist OK, solange die, deren Aufgabe es ist, die Saison zu analysieren und aus Fehlern zu lernen, nicht den Zeitpunkt verpassen, auch das kritisch zu tun, um die Lehren daraus zu ziehen.
    Dass sie es bereits getan haben, lässt sich an der Entlassung Anfangs bereits erahnen. Ob und wie kritisch sie es tatsächlich getan haben, das werden wir in den kommenden Wochen und Monaten an Transfers etc. die getätigt werden ablesen können. Aber nur weil jemand feiert irgendwie anzunehmen, dass deshalb eine kritische Analyse und ein Hinterfragen des Geschehenen ausbleibt, diese Annahme erschließt sich mir nicht. Dass irgendjemand(ob Vereinsverantwortlicher oder Fan) sich jetzt vollkommen unreflektiert ein Loch in den Bauch freut, weil die Saison so unfassbar total geil war und gerade alles perfekt ist, ist zumindest nicht mein Eindruck.

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      G.G.

      13. Mai 2019 an 19:28

      Ich hatte bevor ich diesen Artikel gelesen schon das Gefühl,irgendwie „anders“ der Aufstieg in diesem Jahr.Ich habe in dieser Saison oft gedacht,die machen nur das was nötig ist.Bitte nicht meckern,da waren auch super starke Spiele bei,dass weiß ich!Seit ca.45 Jahren bin ich FC Anhänger,da muss man leidensfähig sein,nicht nur weil ich im „Borussengebiet“wohne,aber die Schwankungen in dieser Saison waren seltsam.Jetzt hoffe ich das beim 7ten Anlauf Beständigkeit erreicht wird.Aber noch mal,zum wirklich feiern war mir irgendwie nicht zumute.Trotzdem alles gute dem FC.

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      Daim71

      13. Mai 2019 an 20:11

      Hallo zusammen,

      ja ich war auch sehr sehr enttäuscht, das wir letztes Jahr abgestiegen sind.
      Da dieser damaliger Abstieg, so was von unnötig war.

      Diese 2. Liga Saison war nicht immer überragend, da wir zu viele Aussetzer hatten.
      Aber eines kann man nicht widersprechen , offensiv waren wir sehr sehr gut (83 Tore).

      Dafür war das defensiv Verhalten teilweise ein Katastrophe.
      Ich rede nicht nur von der Abwehr, sondern das Defensivverhalten als Mannschaft als solches.

      Daher bin ich trotzdem sehr optimistisch für diese neue 1 Liga Saison.

      1. Die Erwartungshaltung wird wieder normal sein, da wir nicht erwarten das der FC dann jeden aus dem Stadion schießt.

      2. Wir werden dann auch nicht so Offensiv spiele können, da die Qualität der 1 Liga eine andere ist.
      Daher denke ich, dass wir viel kompakter Spielen. Der neue Trainer müsste das hinbekommen. Und wir müssen nicht immer das Spiel machen müssen, können dann auch Kontern.

      3. Diese Mannschaft wird noch ein wenig umstrukturiert werden müssen. Ich halte viel von Herrn Veh.
      Alle seine Transfers waren doch bisher Schlüssig.

      Armin Veh Transfers:

      Terrode hat eingeschlagen

      Koziello (war teilweise wegen diversen Verletzungen außer Gefecht gesetzt) wird sich in der 1. Liga besser behaupten, da ich viel von Ihm halte.

      Kainz wird auch besser , hatte in Fürth sein bestes Spiel gezeigt.

      Drexler geiler Transfer, bitte den Vertrag verlängern, Super Spieler, besser als Bittencourt und vor allem Dingen Tor gefährlicher.

      Bei Czichos weiß ich nicht ob er wirklich die erste Liga packt, sonst für die 2 Liga Stark.

      Modeste hätte ich auch geholt, der wird noch seine Tore schießen, wäre der schon Fit gewesen, dann hätte er bestimmt Regensburg alleine abgeschossen, die Chancen die der Cordoba ausgelassen hatte.

      Hauptmann, Bader, Schmitz und Sobiech, man braucht auch eine gute Ersatzbank für die 2 Liga. :-)
      Ich denke das wir einige Spieler nach dieser Saison verlieren werden.

      Die Transfer von Herrn Veh, waren bisher alle Schlüssig.
      Man muss auch bedenken, wer will schon in die 2 Liga, daher bin ich auf die neue Saison gespannt.

      Man bedenke das der HSV einen höheren Etat hatte und nicht Aufsteigt.
      Daher bin ich froh das wir als erster Aufsteigen.

      Die These von Christopher Kohl ist nicht Richtig.

      „Der effzeh stieg auf, weil er für einen Zweitligisten absurd viel Geld investieren konnte. Er erkaufte sich den Aufstieg teuer und beschnitt sich damit massiv den finanziellen Spielraum für die nächsten Jahre“

      Das Absurd viele Geld konnte nur Investiert werden, weil vorher viel eingenommen wurde. Wir haben derzeit einen Eigenkapital von 37,5 Millionen Euro (Schulden derzeit nur noch 17 Millionen, soll in 5 Jahren abgebaut werden), auf der Bank. Trotz Abstieg haben wir einen Rekordgewinn gemacht. Das was Du hier von Dir gibst ist Polemik und basiert auf keine Fakten.

      Wir haben auch Vorgriffe auf die neue Saison getätigt. Und bin der Meinung das wir uns nur noch Punktuell Verstärken müssen.

      Der aktuelle Vorstand und die Geschäftsführung haben den FC Finanziell auf gesunde und starke Beine gestellt.

      Wenn ich an den vorigen Vorstand denke mit Overath usw, das waren ganz andere Zeiten. Abgestiegen und ein Loch von über 30 Millionen hinterlassen, wir waren kurz vor Insolvenz. Das haben anscheinend hier einige Leute vergessen.

      Demut kennt Ihr Anscheinend nicht, wann haben wir den letzten Titel geholt ?

      Ja wir gehören in die 1 Liga, aber viele andere Vereine auch.

      Siehe HSV, Nürnberg, Hannover.

      Bin gespannt ob überhaupt der HSV für die 2 Liga die Lizenz bekommt, da sieht es ganz düster aus.

      Ich möchte nicht tauschen.

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      Deckert, Jürgen

      13. Mai 2019 an 20:52

      Ich gebe dir Recht. Solche Leute, die von der Tribüne aus solche Kommentare schreiben sollten besser ihr Geld sparen oder haben sie vielleicht noch Freikarten und Zuhause bleiben und nicht zu so schlechten Verein zu gehen und dann auch noch 50.000 tausend dumme nicht refektierende Menschen zu sehen. Wie kann man nur so überheblich, um nicht beleidigend zu werden, schreiben.

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