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Vorspiel

Auswärts in Duisburg: Den 1. FC Köln erwartet ein Kampfspiel

Personelle Probleme auf beiden Seiten, dazu ein schlechter Rasen: Für den 1. FC Köln wird das Spiel beim MSV Duisburg kein Selbstläufer.

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Spieltag 26 steht an in der 2. Fußball-Bundesliga, der 1. FC Köln ist auswärts in Duisburg zu Gast. Während der Aufstiegsaspirant aus der Domstadt den fünften Sieg in Serie plant, wird der MSV versuchen, die Serie mit fünf Punkten aus den letzten drei Spielen auszubauen, um sich im Abstiegskampf weiter Luft zu verschaffen. Zuletzt holten die „Zebras“ zwei Unentschieden auswärts (in Regensburg und Aue), zwischendurch gewannen sie zuhause relativ glücklich mit 1:0 gegen den 1. FC Magdeburg.

Doch dass gerade im Endspurt der Saison nur die Ergebnisse zählen, wird man auch beim 1. FC Köln unterschreiben – zumal für einen Abstiegskandidaten aus psychologischer Sicht wohl kaum ein Spiel einfacher sein kann als das gegen den Tabellenführer. Die Vorbereitung auf die Partie verlief bei beiden Mannschaften nicht wirklich ideal: Sowohl beim MSV als auch bei den „Geißböcken“ fielen unter der Woche einige Spieler aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen aus, sodass ein geregelter Trainingsbetrieb nur eingeschränkt möglich war.

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Auf Seiten der Kölner wird Top-Torjäger Simon Terodde (Mandelentzündung) das Spiel definitiv verpassen, Fragezeichen stehen noch hinter den Leistungsträgern Rafael Czichos und Jonas Hector. Beide konnten in den letzten Tagen nur sehr wenig oder gar nicht trainieren und es wird vom Abschlusseinheit abhängen, ob beide es überhaupt in den Kader schaffen.

Schwierige Trainingswoche beim 1. FC Köln

Ein Blick auf die jüngsten Aufstellungen des 1. FC Köln verrät, dass Ausfälle beider Spieler eine Vakanz auf der Position des halblinken Innenverteidigers in der Dreierkette hervorrufen würde – Czichos fehlte zuletzt gesperrt und krank, da sprang Hector für ihn ein. War der einstige Kieler Abwehrchef fit, musste Hector im Mittelfeld aushelfen. Von daher ist es durchaus denkbar, dass Markus Anfang seine Mannschaft in einer leicht veränderten Anordnung aufs Spielfeld schicken und mit Jorge Meré und Lasse Sobiech ein klares Innenverteidiger-Pärchen benennen könnte.

Viel wird auch davon abhängen, welche Rolle Johannes Geis und Marco Höger bekleiden sollen – zuletzt agierten beide als Doppelsechs gegen Bielefeld, heraus kam ein souveräner und leistungsmäßig ansprechender Sieg des 1. FC Köln. Möglich ist beim Auswärtsauftritt in Meiderich, dass entweder Geis oder Höger zurück in die Dreierkette rückt. Ansonsten drängen beim effzeh zwei offensive Ausnahmespieler zurück in die Startelf: Der Österreicher Louis Schaub ist nach seiner längeren Verletzungspause wieder nah dran an der Wettkampffitness und könnte eine Option sein.

Ähnlich ist es bei Anthony Modeste, dessen Einsatzzeiten zuletzt auch dafür gesorgt haben dürften, dass die Wettkampfbereitschaft steigt. Der Franzose startete bereits im Auswärtsspiel gegen Ingolstadt und dürfte aufgrund der Erkrankung von Simon Terodde gegen Duisburg auch auf längere Einsatzzeiten kommen.

COLOGNE, GERMANY - OCTOBER 08: Simon Terodde of Koeln runs with the ball during the Second Bundesliga match between 1. FC Koeln and MSV Duisburg at RheinEnergieStadion on October 8, 2018 in Cologne, Germany. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Unter der Woche musste Markus Anfang sich auch ein wenig Sorgen um die Besetzung der Torhüter-Position machen, weil sowohl Stammkeeper Horn als auch dessen Ersatz Thomas Kessler nicht im Trainingsbetrieb aktiv waren. Auf der Pressekonferenz gab Anfang dann aber Entwarnung und sagte, dass beide wieder trainieren konnten. Insgesamt konstatierte er in Bezug auf das anstehende Auswärtsspiel: „Wir wollen es unbedingt gewinnen und mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Wir wissen aber auch, dass es schwer werden kann. Das wissen wir aus dem Hinspiel, wir sind gewarnt. Trotzdem müssen wir unseren Weg weitergehen.“

MSV Duisburg: Um den Klassenerhalt kämpfen

Die Erinnerung ans Hinspiel ist in Köln also durchaus noch präsent, als der damalige Tabellenletzte aus Duisburg mit dem Messer zwischen den Zähnen überraschend mit 2:1 gewann, damit ein Ausrufezeichen setzte und die Kölner trotz einer vorherigen Erfolgsserie mit einem Negativ-Erlebnis in eine Länderspielpause schickte (man merkt, die Bedingungen haben sich nicht wirklich verändert). Damals wurden die zentralen Aufbauspieler der Kölner durch eine Duisburger Manndeckung aus dem Spiel genommen, was dem Auftreten des Bundesliga-Absteigers nicht half – gegen Ende der Partie wurde nur noch mit langen Bällen operiert, die die Gäste aber problemlos verteidigen konnten.

Auf der nächsten Seite: Der Duisburger Plan – und was ihn unterstützen könnte.

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