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Talkformat „Am Tresen mit…“: Ralf Friedrichs im Gespräch mit Stephan Schell

Miteinander reden und nicht übereinander – das ist das Credo des neuen Talkformats von Ralf Friedrichs. Erster Gast ist WH96-Vorsänger und Ultra Stephan Schell.

Ralf Friedrichs, Verantwortlicher des „FC-Stammtisch Talk“, hat in Zusammenarbeit mit effzeh.com ein neues Talkformat auf die Beine gestellt: Es heißt „Am Tresen mit…“ und umfasst jeweils ein Gespräch zwischen Gastgeber Friedrichs und bedeutenden Personen aus dem effzeh-Umfeld. Zur ersten Ausgabe des neuen Talks war gleich eine prominente Figur aus der Fanszene des 1. FC Köln zu Gast: Stephan Schell ist Vorsänger der Ultra-Gruppierung „Wilde Horde“ und gleichzeitig im Fan-Verbund „Südkurve 1. FC Köln“ aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich in den Bündnissen „ProFans“ und „Fanszenen Deutschlands“ auch für die Belange von Fußballfans außerhalb Kölns.

Das Gespräch zwischen Friedrichs und Schell dient laut dem Gastgeber dazu, „in die Ultra-Szene einzutauchen“, und in diesem Zusammenhang auch die Themen Fan-Gewalt, Pyrotechnik und Stimmung zu erläutern. Aufgrund der medialen Stimmungsmache gegen Ultras in Deutschland sei es wichtig, mit den betreffenden Personen ins Gespräch zu kommen und sie auch zu Wort kommen zu lassen. Dafür hatten beide mehr als eine Stunde Zeit, in der dann auch viele verschiedene Aspekte angesprochen und vertieft werden konnten.

Eine Vielzahl an Themen in etwas mehr als einer Stunde

Nachdem Schell zu Beginn erst einmal erklärte, wie er selbst zum effzeh-Fan wurde, zeichnete er die Entwicklung der Gruppierung „Wilde Horde 96“ nach. In den 1990er Jahren war die Diskussion um Fußballfans natürlich eine andere, auch der Zustand der Kölner Fankultur war im Vergleich zu heute eher überschaubar. Der Capo erklärte aus seiner Sicht, wie es zur Etablierung der Ultra-Kultur in Köln kommen konnte – das sei „locker schon 25 Jahre her“, weswegen darüber heute etwas anders gesprochen werde als damals.

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Danach sprachen beide über das Thema Pyrotechnik in Deutschlands Fußballstadien. Alle Leute, die mit Pyrotechnik zu tun gehabt hätten, seien noch am Leben und dabei nicht verletzt worden, gab er zu bedenken – ungefährlich sei es jedoch trotzdem nicht, betonte er einschränkend. Im Laufe der Zeit wurden sich allerdings immer mehr Gedanken darüber gemacht und das nicht nur im positiven Sinne: Schell sprach über die Gründe für Verbandsstrafen seitens des DFB und den allgemeinen medialen und politischen Umgang mit dem Thema aus seiner Sicht.

Der Stadionbesuch ist sicher – doch gegen Fußballfans wird trotzdem Politik gemacht

Die Politik des DFB, Strafen zu verteilen, sei seiner Meinung nach darauf zurückzuführen, dass man in erster Linie die Kurven spalten wolle. Im Anschluss wurden auch frühe Anstoßzeiten unter der Woche und Protestmöglichkeiten der Fanszenen (unter anderem auch am Wochenende, mehr dazu hier) thematisiert. Friedrichs und Schell diskutierten danach, warum Gewalt in Zusammenhang mit Fußballspielen so vehement diskutiert werde, obwohl der Stadionbesuch eigentlich sicher sei. Weitere Themen waren das Selbstverständnis der Ultras und der Dialog zwischen der Fanszene und dem Verein.

Wir legen euch, ob Ultra oder nicht, das obige Video ans Herz – schaut es euch an, informiert euch und bildet euch dann eine Meinung. Debatten anzustoßen und für gegenseitiges Verständnis zu sorgen ist schließlich das Ansinnen des Formats „Am Tresen mit…“.

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