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Gladbacher Fangesänge und faire Gerichtsbarkeit

Die Gladbacher Ultras hacken die Seite der Wilden Horde und blamieren sich bis auf die Knochen, während der vierte Offizielle den effzeh in die Insolvenz schreibt. Die Woche im Überblick.

© effzeh.com

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Der EFFZEH ist medienwirksam wie sonst kaum ein Verein in der Fußballwelt. Woche für Woche gibt es wilde Spekulationen und Berichte, bei denen man manchmal nur noch mit dem Kopf schütteln möchte. Die Medienwache zeigt auf, was in der vergangenen Woche in der Medienwelt passiert ist und fühlt den Kollegen auf den Zahn.

Am Montag ging es bereits spektakulär los, als die Ultras der Gladbacher die kölner Medienlandschaft in helle Aufregung versetzten – hatten sie es doch endlich geschafft sich für eine Aktion der Wilden Horde zu rächen und deren Website zu hacken. Nicht nur, dass es ohne die Medienberichte kaum einer mitbekommen hätte, auch die technische Finesse der konkurrierenden Hardcore-Fans ließ zu wünschen übrig: der Schmähgesang, der den geneigten EFFZEH-Fan empfangen sollte, funktionierte nicht zuverlässig.

An anderer Stelle widmete sich der EXPRESS derweil der finanziellen Lage unseres Herzensclubs und kam völlig überraschend zu dem Ergebnis, dass der EFFZEH 30 Millionen Euro Schulden hat. Nachdem in der Vorwoche der „4. Offizielle“ unglücklich Insolvenzgerüchte  in die Welt gesetzt hatte (Text mittlerweile entfernt), die Präsident Spinner umgehend dementierte, hatte man sich im DuMont-Haus vermutlich schon die Hände gerieben, nun musste man eben aus längst bekannten Zahlen eine Katastrophe herschreiben. Dass man dabei nicht darauf verzichten konnte auf dem neuen Lieblingsopfer Claus Horstmann herumzuprügeln, was schon die Überschrift andeutete, versteht sich von selbst. Man muss die Schweine durchs Dorf treiben, so lange sie noch für den EFFZEH arbeiten…

Transfergerüchte gab es auch, gemutmaßt wurde über einen Wechsel von Slawomir Peszko nach Augsburg. Das war Montag, heute sind wir schlauer und müssen die Kollegen vom EXPRESS ausnahmsweise loben: der Transfer wurde als unrealistisch eingeschätzt und man behielt Recht. Nachdem Peszkos Vertrag nun per Option verlängert wurde, fällt ein Transfer nach Augsburg flach. Die Ablösesumme, die man sich in Köln vorstellt, kann und will der FCA wohl nicht bezahlen. Wer will es ihnen verdenken!? Der EFFZEH seinerseits geht mit der Aktion hohes Risiko, denn wenn der spekulierte Wechsel ins Ausland nicht zustande kommt, darf man Peszko weiter ein fürstliches Gehalt bezahlen – obwohl der längst aussortiert wurde. Wie war das noch, mit dem Spatz und der Taube…?

Auch über Sascha Riether wurde spekuliert, während er sich in Freiburg fit hält. Der Mittelfeldspieler ist ebenfalls aussortiert und hat eine festgeschriebene Ablöse von 1,6 Millionen Euro im Vertrag stehen. Durch seine unbeständigen Leistungen in der vergangenen Saison sind die meisten Vereine vorsichtig, gerüchtet wird eine Ausleihe mit Kaufoption. Interessiert sein sollen Vereine aus der Premier League und der Primera Division, wie verschiedene Medien berichteten. Blöd für den EFFZEH, dass wilde Gerüchte ohne konkrete Namensäußerungen häufig genug ins leere Laufen – auch wenn Spielerberater Volker Struth im KICKER sagte: „Ein Auslandstransfer ist nicht unwahrscheinlich.“ Nicht unwahrscheinlich ist aber noch lange nicht wahrscheinlich, und wahrscheinlich ist noch immer nicht weg.

Sommerpause ist derweil auch immer Interview-Zeit und so äußerten sich diese Woche Holger Stanislawski, Christian Eichner und Mikael Ishak. Für interessierte Fans einen Blick wert, für informierte Fans aber nichts wirklich neues. Saure Gurken Zeit eben.

Weniger erfreulich war unter der Woche die Entscheidung des DFB-Sportgerichts, dem Strafantrag des Kontrollausschusses zu folgen und dem EFFZEH für das erste Heimspiel der kommenden Saison (10.-13.08., gegen den SV Sandhausen) die Zuschauerzahl auf 15.000 eigene Fans + 5000 Gästefans zu beschränken. Die 50.000 Euro, die es als Strafe obendrauf gab, sind da fast schon zu vernachlässigen. Obwohl man sich beim EFFZEH darüber im Klaren ist, dass das Verhalten der wenigen „Fans“ am letzten Spieltag der Bundesligasaison verachtenswert ist und bestraft werden muss, findet man die Strafe völlig überzogen und hat selbstverständlich Einspruch eingelegt. Schon wegen der 24.000 verkauften Dauerkarten ist die Strafe außerdem schwer umzusetzen. Dass man beim DFB jetzt einen harten Kurs fährt, ist begrüßenswert, aber es trifft wie immer die Falschen. Nach den guten Erfahrungen *hust* Podolski *hust*, die wir im letzten Jahr mit dem DFB-Bundesgericht machen durften, ist es nicht zu früh seine Hoffnungen aufzugeben. Müssen wir halt alle nach Braunschweig fahren.

Was sonst noch so passierte:

Dienstag wurde der Spielplan für die kommende Saison veröffentlicht, außerdem hat der EFFZEH die Rückennummern der Spieler festgelegt und damit gleichzeitig eine Kaderliste bekannt gemacht, auf der die Aussortierten schon nicht mehr zu finden sind. Es scheint, als wäre man in diesem Punkt wirklich konsequent. Der Kapitän steht unterdessen noch nicht fest, mit Adil Chihi gibt es aber einen neuen Kandidaten (wir berichteten). Zwei Spiele, zwei Siege lautet das sportliche Ergebnis der Woche, nachdem der EFFZEH sich in Testspielen gegen Brühl (3:0) und Pesch (5:0) durchsetzen konnte. Zum Abschluss gab es am gestrigen Samstag dann einen Tag für die Mitarbeiter, bei dem alle Vereinsangestellten und die Profis gemeinsam Fußball spielten, grillten und einfach Spaß hatten. Eine tolle Aktion, die ein weiteres Zeichen für den neuen Wind ist, der am Geißbockheim weht. Es geht aufwärts!

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