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Leserbrief eines HSV-Fans

Ein HSV Fan hat uns vor dem DFB Pokal Achtelfinale einen Brief geschrieben. Wir lüften das Briefgeheimnis…

© flickr

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Moin ihr Effzehler!

Sich Dinge zu wünschen ist das Eine, damit zu leben wenn diese in Erfüllung gehen das Andere. Schmunzelnd habe ich gelesen, dass mein HSV Euer Wunschlos gewesen ist und jetzt wo es auch so gekommen ist freue ich mich auf das Aufeinandertreffen unserer Vereine. Schließlich verbindet unsere Vereine so einiges.

Ich sag nur Tradition, Baby.

Das Tradition zu einer Last werden kann, weiß wohl keiner so gut wie die Anhänger unserer Vereine. Aus früheren Erfolgen wächst ganz schnell ein Selbstverständnis, welches zu einer Bürde werden kann, gerade wenn die handelnden Personen diese Art zu denken übernehmen. Sind Fans oder Sympathisanten in wesentlichen Ämtern des Vereins, kann es durchaus passieren, dass Tradition zum letzten Gut dieses Vereins wird.

Diese Erfahrung hat Euer Verein gemacht, doch wie es den Anschein hat, ist es ihm nach langen Jahren gelungen die alten Erfolge zu den Akten zu legen und sich selbst neu zu erfinden. Es wurden Strukturen geschaffen, die professionelles Arbeiten ermöglichen und die Ämter an die bestmöglichen Personen vergeben. Für das Wahren von Tradition und Vereinsleben sind eh immer die Fans zuständig, denn ohne uns Fans wären unsere Vereine nur tote Konzerne.
Aber wem sag ich das…

Wer hätte gedacht, dass ich als HSVer mal den Effzeh für seine Professionalität loben, oder gar beneiden würde? Ich auf jeden Fall nicht. Okay, so richtig ruhig ist es bei uns nie gewesen, aber was momentan bei uns abgeht spottet jeglicher Beschreibung. Statt kölschen Klüngel haben wir hanseatischen Filz und Karneval haben wir das ganze Jahr, zumindest läuft unsere Vereinsführung geschlossen mit Pappnasen durch die Gegend und scheißt Interna unters Volk wie Kamelle…

Aber lassen wir das, denn noch besteht die Hoffnung, dass uns der Gang, den Ihr vor Jahren antreten musstet erspart bleibt und ich hoffe darauf, dass Ihr und Euer Verein unseren Granden als Beispiel dient. Immerhin habt Ihr gezeigt wie man es nicht machen soll, bevor Ihr Euch auf einen gangbaren Weg gemacht habt, auf dem ich Euch von Herzen Erfolg wünsche.

Wünschen ist ein gutes Stichwort, denn auch ich habe mir den Effzeh als Gegner gewünscht. Das hatte allerdings kaum sportliche Gründe, vielmehr habe ich darauf gehofft einige von Euch in meiner Stadt begrüßen zu dürfen und wenn ich die ersten Reaktionen auf die Auslosung richtig deute, scheint das auch zu klappen.

Klappen ist auch ein gutes Stichwort, denn ich halte jetzt die Klappe und freue mich auf ein Treffen im Dezember.

Gutes Spiel

Sven

PS: Der Vorverkauf startet bei uns am 8.10.

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