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Durch das Jahr mit dem 1. FC Köln (2): Abschiede, Tränen und der große Kater

Teil zwei unseres Jahresrückblicks über den 1. FC Köln: Zwischen April und Juni bastelte der effzeh kräftig am neuen Team, viele Leistungsträger gingen und Neuzugänge kamen.

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Nach dem Derbysieg Ende März starteten der 1. FC Köln und seine Fans trotz der nach wie vor schwierigen Ausgangslage verhalten optimistisch in die letzten Spiele der Saison. Mit Mönchengladbach, Leverkusen und auch Leipzig hatten es die „Geißböcke“ immerhin geschafft, die brisantesten Duelle für sich zu entscheiden – mit jedem Erfolg wuchs dann auch wieder die leise Hoffnung, es vielleicht doch noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu schaffen. Das zarte Pflänzchen des verhaltenen Optimismus wurde dann allerdings zu Beginn des Monats April relativ kraftvoll zertreten – in Hoffenheim unterlag die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck mit 0:6. Bumm.

Während bei effzeh.com am 1. April zumindest die Meldung für Erheiterung sorgte, dass Lukas Podolski ab Sommer Spielertrainer beim effzeh werden würde, musste kurz darauf mit dem Debakel von Sinsheim also die nächste bedauernswerte Niederlage eingesteckt werden.  Es war einer der Tiefpunkte einer an schwierigen Tagen nicht armen Saison; die absolute Nicht-Leistung der Mannschaft in diesem Spiel hatte zur Folge, dass Timo Horn lauthals darüber spekulierte, ob die Mannschaft und er den mitgereisten Fans nicht Wiedergutmachung leisten müssten.

Sechs-Punkte-Spiel gegen Mainz und Abstieg in Freiburg

Dennoch ging man nicht komplett ohne Hoffnung in das folgende Heimspiel gegen Mainz, bei dem es sechs Spieltage vor Schluss gegen einen direkten Konkurrenten ging – Mainz belegte den Relegationsplatz und hatte zu diesem Zeitpunkt lediglich sechs Punkte Vorsprung. Mit einem Sieg, so die Beschwörungsformel Ruthenbecks, wäre der effzeh wieder auf drei Punkte an den möglichen Klassenerhalt herangerückt. Die Folge davon war, dass dieser Umstand gar als Erfolg verkauft wurde, was auch Monate später nicht mehr als Kopfschütteln hervorruft. In jedem Fall schaffte es der effzeh natürlich nicht, noch einmal an Mainz heranzurücken – die frühe Hector-Führung reichte nicht aus, weil der Mainzer Sympathieträger Pablo de Blasis (bestens bekannt aus dem Hinspiel) noch den Ausgleich schaffte. In Erinnerung blieb jedoch eine Torchance von Simon Terodde, der es beim Stand von 1:0 verpasste, die Führung auszubauen und der effzeh-Saison damit vielleicht eine bedeutende Wende zu verschaffen.

Osako und Bittencourt verließen den 1. FC Köln im Sommer | Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

In den darauffolgenden Tagen wurde bekanntgegeben, dass Ruthenbeck die Mannschaft in der zweiten Liga nicht betreuen würde – am 17.4. wurde mit seinem Großcousin Markus Anfang der Nachfolger vorgestellt, der zeitgleich noch mit Holstein Kiel um den Aufstieg in die erste Liga kämpfte. Mit dieser Verkündung wurde dann spätestens der Neustart in der zweiten Liga angekündigt, der nach einer weiteren Niederlage in Berlin (1:2, in Erinnerung blieb der „Fan-Frust“, weil Trikots nach dem Spiel zurückgeworfen wurden) und nach einem Unentschieden gegen Schalke (2:2 nach 0:2-Rückstand) schlussendlich mit einer Niederlage in Freiburg besiegelt wurde. Der effzeh schunkelte sich weinend und „En unserm Veedel“ singend in die zweite Liga – das lange Vorhersehbare war eingetreten.

Hector, Horn und Co. bleiben – und sorgen für Freude

Der Monat April war allerdings deswegen bemerkenswert, weil einige der wichtigsten Spieler des 1. FC Köln ihren Verbleib für die Folgesaison verkündeten. Den Anfang machte Mittelfeldspieler Marco Höger. Gefolgt wurde er von Nationalspieler Jonas Hector, der damit zum „Kölschen Buffon“ mutierte und trotz des Abstiegs weiterhin ein „Geißbock“ bleiben wollte. Und so waren es dann auch die emotionalen Szenen nach Abpfiff der Partie in Freiburg und die etwas ungläubige Freude, dass Hector auch in der zweiten Liga seinem Herzensverein die Treue halten würde, die in Erinnerung bleiben sollten. Einen Nachahmer fand er in Keeper Timo Horn, der sich ebenfalls zu verbesserten finanziellen Bezügen dazu bereit erklärte, mit dem effzeh abzusteigen.

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