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Ehrentribüne

Generationen von Legenden

Es wird legendär. Im kölschen DFB-Team geben sich die Genies die Klinke in die Hand, auf der Bank warten vier Bomber für ein Halleluja.

60 Jahre - zwei Legenden: Podolski und Schäfer / Foto: Thorsten Wagner/Bongarts/Getty Images

Die EM steht vor der Tür und das Kribbeln wird immer stärker. Auf dem Feld ist beim effzeh dafür gerade nicht sehr viel los. Deswegen werfen wir einmal mehr einen Blick in die Geschichte dieses grandiosen Vereins. Nachdem wir vergangene Woche bereits unsere Elf der Furcht aus internationalen Auswahlspielern des 1. FC Köln vorgestellt haben, gehen wir qualitativ nun noch drei Schritte nach oben und widmen uns nun der deutschen Nationalmannschaft des 1. FC Kölns, einer Elf voller Weltmeister und DFB-Legenden.

Dabei haben wir einen Blick geworfen auf alle Spiele, die schon einmal mindestens ein Spiel für den effzeh und eines für Deutschland gemacht haben. Die erste Elf ist ein Querschnitt durch die letzten gut 70 Jahre der DFB-Erfolgsgeschichte und auch im weiteren Kader fehlt es nicht an prominenten Namen, welche die deutsche Fußballgeschichte und die Historie des wunderbarsten Vereins der Welt maßgeblich geprägt haben. Wir verneigen uns und stellen 23 großartige Fußballer vor.

Die erste Elf

Bodo Illgner: Im Tor fiel die Wahl beinahe am schwersten, immerhin besaß der effzeh in seiner Geschichte zwei absolute Weltklasse-Torhüter, die auch in der Nationalmannschaft über mehrere Jahre eine elementare Rolle spielten. Entschieden haben wir uns letztlich für den Keeper, der Deutschland zur Weltmeisterschaft 1990 geführt hat. Bodo machte zwar weniger Länderspiele als sein „Konkurrent“ auf der Bank, war dabei aber erfolgreicher und vielleicht eine gute Spur weniger skandalträchtig.

Cullmann im legendären Doppel-Dusch-Dress / Foto: Bongarts/Getty Images)

Cullmann im legendären Doppel-Dusch-Dress / Foto: Bongarts/Getty Images)

Jürgen Kohler: Aufgrund des historischen Wertes unseres Teams und der Qualität in Mittelfeld und Angriff läuft unsere Nationalelf in der Dreierkette auf mit einem weiteren Weltmeister von 1990 in der Innenverteidigung. Unvergessen, wie der Kokser im WM-Viertelfinale Weltstar Marco van Basten ausschaltete. Machte sich nach seiner Zeit in Köln nicht immer beliebt in der schönsten Stadt der Welt, doch seine 105 Länderspiele sowie der EM-Titel 1996 sprechen für sich.

Bernd Cullmann: Anders als Kohler ist der Vater von Carsten Cullmann ein Muster an Vereinstreue. Verließ den effzeh nie und war Teil des Weltmeister-Teams von 1974 sowie der EM-Titelträger von 1980. Meinte zwar, dass er sich selbst nicht als Weltmeister fühle, weil er im Endspiel nicht auf dem Feld stand, war als offensiv ausgerichteter Libero und auch etwas weiter vorne im Mittelfeld eine feste Größe, die 40 Länderspiele machte.

Karl-Heinz Schnellinger: Blickt man nur auf die Titel, war „Carlo“ weniger erfolgreich als seine Kollegen in der Verteidigung, doch dafür stach der WM-Dritte von 1970 individuell hervor. War bester Spieler der effzeh-Meistermannschaft von 1962 und wurde im gleichen Jahr Deutschlands Fußballer des Jahres. Der Weltklasse-Verteidiger wurde einer der ersten deutschen Legionäre im Ausland und wurde in Rom und Mailand zum Weltstar. Mit dem DFB-Team nahm er an vier (!) Weltmeisterschaften teil und schoss im Jahrhundertspiel gegen Italien 1970, bei dem er 120 Minuten auf dem Feld stand, das entscheidende Tor zum 1:1 in der Nachspielzeit.

Wolfgang Weber: Irgendwer muss dem Haufen voller hochbegabter Techniker ja den Rücken freihalten. Wer könnte sich mehr dazu eignen als der „Bulle“? Der gebürtige Porzer war ein Musterprofi mit herausragenden körperlichen Eigenschaften und einer genialen Zweikampfführung. Unvergessen, als er sich 1965 im Europapokal-Viertelfinale gegen den FC Liverpool aufopferte und 80 Minuten mit gebrochenem Wadenbein spielte. Auch für die Nationalmannschaft war er lange Zeit unverzichtbar. Schoss 1966 im Finale von Wembley das 2:2 in der 90. Minute und erlebte das Wembley-Tor hautnah mit.

Hans Schäfer: Auf der linken Außenbahn läuft „De Knoll“ auf. Schoss in 394 Spielen für den effzeh 254 Tore und ist seinem Verein bis heute treu. Der mittlerweile 88-Jährige war wichtiger Bestandteil der legendären Weltmeister-Elf von 1954, er bestritt 39 Spiele für Deutschland und wurde 1963 Deutschlands Fußballer des Jahres. Der Prototyp eines torgefährlichen Flügelspielers und eine der ganz großen Legenden des kölschen Sports. Daher auch Kapitän der Truppe.

Zwei Weltmeister - Litti und Icke / Foto: Thorsten Wagner/Bongarts/Getty Images

Zwei Weltmeister – Litti und Icke / Foto: Thorsten Wagner/Bongarts/Getty Images

Pierre Littbarski: Aufgrund des Überangebots an offensiven Mittelfeldspielern im Aufgebot kommt „Litti“ über rechts. Fehlen darf der Weltmeister von 1990 aber natürlich nicht. 406 Bundesligaspiele und 116 Tore für den effzeh, 73 Länderspiele für Deutschland und eben einer der Helden von Italien. Am gebürtigen Berliner, der sich schnell in Köln verliebte, führt kein Weg vorbei.

Thomas Häßler: Genauso wie Kohler wurde Häßler 1990 Weltmeister und 1996 Europameister. Genauso wie Kohler hielt es den Mittelfeldspieler nicht so lange wie andere in Köln. Nach dem WM-Triumph spülte er dem effzeh beim Wechsel zu Juventus Turin immerhin 15 Millionen Mark in die Kasse, auch wenn keiner mehr weiß, wo diese sind. „Icke“ machte 149 Spiele für den effzeh und 101 für die DFB-Auswahl. Als Techniktrainer nicht so überragend, als Techniker auf dem Feld dafür umso besser.

Wolfgang Overath: Wenn man von keinem Geringeren als Pele als einer der Besten der Besten bezeichnet wird, dann muss man ein ziemlich genialer Fußballer gewesen sein. Overath war mehr als das. Er spielte 1966 und 1970 zwei überragende Weltmeisterschaften, wurde dann als Routinier 1974 Weltmeister. Der gebürtige Siegburger machte 409 Spiele für den effzeh und 81 für den DFB. Es gibt sogar einen brasilianischen Fußballprofi, der nach ihm benannt ist. Der Regisseur ist der Fixpunkt in einer sowieso mit überragenden Fußballern besetzten Elf.

Heinz Flohe: Wer braucht schon einen Stoßstürmer, wenn er diese Doppelspitze hinter dem Angriff hat? Flocke war einer der ganz Großen des deutschen Fußballs. Jupp Heynckes nannte ihn einen Artisten, Franz Beckenbauer sprach von ihm als einem der besten Techniker der Welt. 329 Spiele für den effzeh, bester Spieler des Double-Teams und Weltmeister von 1974 – die Statue vor dem Müngersdorfer Stadion huldigt zurecht einem unfassbaren Fußballer, der das 1000. Länderspieltor der Historie des DFB-Teams erzielte und letztlich viel zu früh verstarb.

Lukas Podolski: Der Bergheimer Podolski hätte sich menschlich sicher gut mit seinem Sturmpartner aus Euskirchen verstanden. Auch fußballerisch hätten Flohes filigrane Eleganz sowie Poldis Dynamik und Wucht sicher gut zusammengepasst, schließlich setzen wir den Prinzen auch auf der richtigen Position ein. Mit 128 Länderspielen (Tendenz steigend) kölscher Rekordnationalspieler. Wäre der effzeh noch immer so gut wie zu den Zeiten von Flohe, Littbarski und Co, hätte man den Weltmeister von 2014 auch nie in einem anderen Trikot gesehen.

Wie wohl die prominent besetzte Bank um die vier Vorzeige-Goalgetter aussieht? Das gibt es auf Seite zwei zu sehen. 

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