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Saisonvorschau zur U19 des 1. FC Köln: Der Silberstreif am Horizont

A-Jugend Bundesliga, NRW-Ligapokal, DFB-Juniorenpokal und die Youth League: Auf die U19 des 1. FC Köln wartet in dieser Saison ein knackiges Programm. Doch die talentierten Schützlinge von Trainer Stefan Ruthenbeck scheinen gerüstet zu sein für die anstehenden Aufgaben.

Maximilian Schmid jubelt über sein Tor zum 1:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen (Foto: IMAGO/Herbert Bucco)

Aber auch der Angriff weist Spieler hoher Qualität auf mit den schnellen und torgefährlichen Justin Diehl und Maximilian Schmid sowie Namory Cisse, Vladislav Fadeev, Damion Downs, Josia Walther und Lars Ganzhorn, die den beiden Erstgenannten kaum nachstehen. So kann es auch nicht überraschen, dass Ruthenbeck sein Team offensiv agieren lässt. „Wir wählen bewusst eine hohe Ausrichtung gegen den Ball, wo wir Eins gegen Eins verteidigen lassen“, erläutert Ruthenbeck. „Wenn man den Torwart und die beiden Innenverteidiger rausrechnet, spielen wir praktisch mit acht Offensivkräften.“

Der Trainer – ein unbefristeter Vertrag als Lohn guter Arbeit

Stefan Ruthenbeck trainiert die U19 des 1. FC Köln seit 2017 – mit einer halbjährigen Unterbrechung, als er das Traineramt der Profis von Peter Stöger übernahm. In der Saison 2018/19 platzierte sich die von ihm betreute U19 knapp hinter Borussia Dortmund und Schalke 04 auf dem 3. Tabellenplatz der A-Junioren-Bundesliga West. In der darauffolgenden Saison belegte die U19 den ersten Platz und wurde Westdeutscher Meister. Im März 2021 honorierten die Verantwortlichen des Geißbockclubs Ruthenbecks Arbeit mit einem unbefristeten Vertrag.

Stefan Ruthenbeck, Trainer der U19 des 1. FC Köln (Foto: IMAGO/Herbert Bucco)

Der Trainer sagte nach der Vertragsunterzeichnung: „Die Menschen, mit denen ich beim FC zusammenarbeiten darf, haben mich zu der Vertragsverlängerung bewogen. Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Verantwortlichen. Die hohe Durchlässigkeit zur U21 und zu den Profis ist für uns Jugendtrainer eine tolle Auszeichnung. Wir können den Jungs eine ganze Menge mitgeben. Es geht nicht nur um das Fußballerische, sondern auch um die Persönlichkeitsbildung.“

Die Vorbereitung – ein Auf und Ab mit erfreulichem Finale

Anfang Juli nahm die U19 des 1. FC Köln die Vorbereitung auf die neue Saison auf, die sie zu einer Reihe von Testspielen nutzten. Siege wie gegen den KSC (8:2), Fortuna Köln (7:2) und den VfL Bochum (1:0) standen einem 1:1-Unentschieden gegen Viktoria Köln und einer 0:2-Niederlage gegen Banik Ostrau gegenüber. „Es war schon ein Auf und Ab“, sagte Stefan Ruthenbeck. „Wir haben eine große Gruppe an Spielern mit vielen Spielern des jüngeren Jahrgangs, die pandemiebedingt nicht so viel spielen konnten wie der ältere Jahrgang. Das merken wir auch gerade in der ein oder anderen Situation, aber damit haben nicht nur wir zu kämpfen, das geht allen anderen Klubs genauso.“

Zufrieden konnte man mit den Leistungen im NRW-Ligapokal sein, wo nach Siegen gegen Rot-Weiß Oberhausen (6:0), den SC Paderborn (4:1) und auswärts bei Borussia Mönchengladbach (2:1) der Einzug in das Halbfinale dieses Wettbewerbs geschafft wurde, wo die Kölner am 10. Oktober auf die U19 von Schalke 04 treffen werden. Besonders treffsicher zeigten sich Mittelfeldspieler Simon Breuer und Mittelstürmer Maximilian Schmid, die in diesen drei Partien jeweils dreimal einnetzten.

Winzent Suchanek im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen (Foto: IMAGO/Herbert Bucco)

Einer der Gewinner der Vorbereitung ist Winzent Suchanek. Der ehemalige Troisdorfer war sehr lange im Angriff zu Hause und kam auch dort in seinen fünf Länderspielen für die U16-Auswahl des DFB zum Einsatz. In den Vorbereitungsspielen der neuen Saison fand er sich aber immer besser auf der linken defensiven Außenbahn zurecht und wusste dort durch seine Schnelligkeit, sein technisches Können und eine giftige Zweikampfführung zu gefallen. „Winzent macht eine gute Entwicklung“, sagt Ruthenbeck. „Wir haben uns öfter mit dem eigenen Staff zusammengesetzt, aber auch mit Manuel Hartmann und Martin Heck, seinen ehemaligen Trainern und deren Co-Trainern, die den Jungen von früher kennen, und haben lange darüber diskutiert, was die richtige Position für Winzent sein könnte. Und wir glauben, dass wir die aktuell gefunden haben. Auf der linken Außenverteidigerposition fühlt er sich sehr, sehr wohl, hat auch im Ligapokal gegen Gladbach ein richtig gutes Spiel gemacht und dazu noch den Siegtreffer zum 2:1 erzielt. Es wird jetzt darum gehen, diese Leistung auch konstant abrufen zu können. Er ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Spieler, bei dem noch vieles möglich ist, weil er auch körperlich noch draufpacken kann.“

Mit Jonas Urbig, Jens Castrop und Philipp Wydra bot sich drei U19-Spielern die Gelegenheit, an der Saisonvorbereitung der Profis teilzunehmen. Stürmer Justin Diehl sollte die Vorbereitung ebenfalls mitmachen, verletzte sich jedoch leider nach wenigen Tagen. Trotzdem – die Jungspunde hinterließen Eindruck. „Sie konnten sich auf höchstem Niveau zeigen und Erfahrungen sammeln, die ihnen in der neuen Saison guttun werden“, erklärt Ruthenbeck. „Dadurch haben sie einen weiteren Entwicklungsschritt gemacht, wenn ich etwa an Philipp Wydra denke, der aktuell bei uns eine ausgezeichnete Vorbereitung absolviert.“

Das erste Spiel – mit Zuversicht gegen starke Schalker

Die A-Junioren-Bundesliga West startet erst am 11. September in die neue Saison und damit einen ganzen Monat später als die Bundesligen Süd/Südwest und Nord/Nordost – sehr zum Ärger von Stefan Ruthenbeck. „Schlussendlich kann ich nicht nachvollziehen, warum wir nicht zeitgleich mit den anderen beiden A-Junioren-Bundesligen anfangen“, äußert Ruthenbeck sein Unverständnis. „Denn je früher wir begonnen hätten, umso wahrscheinlicher wäre es gewesen, dass wir die Saison auch zu Ende spielen könnten – gerade in Hinblick auf den Winter und seinen möglichen Einfluss auf die Infektionszahlen. Das soll auch keine Kritik gegen den NRW-Ligapokal sein, denn den hätte man wunderbar nach dem Ende der Saison austragen können. Und es gibt noch ein weiteres Problem – unsere Spieler, die in Jugendnationalmannschaften berufen werden, treffen dort auf Akteure aus dem Süden und Norden, die sich schon vier Wochen oder mehr im Ligabetrieb befinden und daher voll im Saft stehen.“

Der Saisonauftakt führt die Kölner am 12. September nach Gelsenkirchen, wo die U19 von Schalke 04 Gastgeber des ersten Ligaspiels sein wird. Die Königsblauen haben ihr Team mit drei Jugendnationalspielern verstärkt. So wechselte Mittelstürmer Keke Topp von Werder Bremen in die Knappenschmiede, Mittelfeldspieler Mattes Hansen kam aus Wolfsburg, Innenverteidiger Nicholas Engels aus Mainz nach Schalke.

„Schalke ist natürlich eine Hausnummer, aber wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen, uns zu schlagen, und ich glaube, dass wir das auch schaffen können.

Ein harter Brocken zum Auftakt, zumal Stefan Ruthenbeck auf einige verletzte Spieler verzichten muss. Mit Innenverteidiger Mikail Özkan wird er nach seinem Kreuzbandriss erst Ende Oktober wieder rechnen können und auch Nicolas Bajlicz droht mit einer Fußverletzung auszufallen. Trotzdem sieht Ruthenbeck keinen Anlass, der Partie pessimistisch entgegenzusehen. „Schalke ist natürlich eine Hausnummer, aber wir wollen es ihnen so schwer wie möglich machen, uns zu schlagen, und ich glaube, dass wir das auch schaffen können.

Die Erwartungen an die neue Saison, die Youth League und ein Ausblick, der Hoffnung macht

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