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Geißbockheim

Vorschau zu den FC-Frauen: Das Ziel beim 1. FC Köln ist der Wiederaufstieg

Nach dem bitteren Abstieg stehen die FC-Frauen vor einer Saison in der zweiten Liga. Geht es nach den Verantwortlichen, soll es bei dieser bleiben. Der Wiederaufstieg des 1. FC Köln muss her – die Voraussetzungen dafür sind da. Unsere Vorschau zu den FC-Frauen.

Nicole Bender mit Alexander Wehrle | Foto: imago images / foto2press

Der Abstieg schmerzt. Immer noch. Nur weil Leverkusen und Duisburg das bessere Torverhältnis hatten, musste der 1. FC Köln zurück in Liga zwei. Trotz hoher Investitionen und eines Trainerwechsels reichte es für die Domstädterinnen nicht zum Klassenerhalt. Weder Neuzugänge wie Rachel Rinast, Eunice Beckmann oder Johanna Tietge noch die höchste Punktzahl der Vereinsgeschichte sicherten den erstmaligen Ligaverbleib der FC-Frauen. Die Kölnerinnen verfehlten sein Saisonziel – wenn auch denkbar knapp.

Der Abstieg trifft den Verein empfindlich, doch wirft er ihn auch um? Es wirkt nicht so. Mit Sascha Glass kam im Winter ein ambitionierter Trainer aus Sand, der langfristig den Frauenfußball in Köln prägen soll. Er erhöhte die taktische Qualität des Teams und überzeugte sowohl als Motivator als auch als Fußballfachmann. Im Interview mit effzeh.com hob Teammanagerin Nicole Bender diese Qualitäten hervor: „Er schafft es zum einen, die Spielerinnen zu pushen. Zum anderen hat er ein hohes taktisches Verständnis und allgemein ein großes Fußballfachwissen, zudem legt er viel Wert auf Standardsituationen.“

https://twitter.com/fckoeln/status/1280894589709287426

Glass bildet mit Co-Trainerin Mirella Junker und Bender nun die fachliche Herzkammer des Kölner Frauenfußballs. Seine frühe, klare Botschaft, auch im Falle eines Abstiegs zu bleiben, war ein wichtiges Signal nach innen und außen. Die Verantwortlichen vertrauen ihm, die Spielerinnen auch.Der Kader ähnelt dem der vergangenen Saison. Viele Leistungsträgerinnen blieben, darunter die genannten Rinast, Beckmann und Tietge wie auch Francesca Calo, Sabrina Horvat und Peggy Nietgen.

Das Team ist stark

An namhaften Abgängen verzeichnete der „effzeh“ lediglich Lucia Ondrusova und Elvira Herzog. Neu kamen Mandy Islacker, Sharon Beck, Lena Lotzen, Marith Müller-Prießen, Anja Pfluger und Keeperin Manon Klett. Trotz Lotzens Kreuzbandriss sollten die Neuzugänge die Qualität in allen Mannschaftsteilen steigern. Mit Alicia-Sophie Gudorf kehrte zudem ein vielversprechendes Eigengewächs zurück. Das Team ist auf jeder Position sehr ordentlich besetzt. Bender betonte: „Wir sind überzeugt, dass wir einen Kader zusammengestellt haben, der unsere Ziele erreichen wird.“

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Der Aufstieg ist für das Team daher eine Pflichtaufgabe. Die Verantwortlichen glauben fest an den Wiederaufstieg, der mit diesem Kader ein Muss darstellt. Trotzdem warnte Nicole Bender auch, dass niemand die zweite Liga unterschätzen sollte, da „alle Mannschaften dir Punkte klauen können; etwa Saarbrücken und Andernach. Alle werden hoch motiviert sein, wenn sie auf den 1. FC Köln treffen“. Und der Spielplan ist dünn, viele Punktverluste wird sich der FC nicht erlauben dürfen. Das Team kann zu seinem größten Gegner werden, wenn es die Aufgaben nicht ernst nimmt.

Der FC treibt seine Ambitionen voran

Abseits des Platzes werden am Geißbockheim die Pläne vorangetrieben, den 1. FC Köln zu einer angesehenen Kraft im Frauenfußball zu machen, trotz finanzieller Einbußen in sechsstelliger Höhe weiter voran. Im Jugendbereich tauschten die Verantwortlichen viel Personal und erneuerten den Staff rund um die erste Mannschaft. Ex-Trainer Willi Breuer wird im Jugendbereich regional scouten. Er soll Talente zum FC holen, die langfristig in die erste Mannschaft aufsteigen können – „die nächste Lena Oberdorf“ war ein Wunsch, der am Geißbockheim kursierte. Zu wenige Spielerinnen schafften zuletzt den Sprung aus der eigenen Jugend in das Profiteam – das soll sich künftig ändern.

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Gelingt der Aufstieg, dürfte der effzeh 2021/22 seine ambitionierte Politik vorantreiben. Misslingt er, steht er höchstwahrscheinlich vor ernsten Schwierigkeiten. Auch wenn am Geißbockheim alle überzeugt sind, dass der Aufstieg gelingen wird. Die sportlichen und personellen Voraussetzungen dafür sind eindeutig vorhanden.

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