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Babelsberg 03 droht eine Spielsperre, weil sich der Club weigert, eine vom Verband verhängte Strafe für den „Nazischweine“-Ruf eines eigenen Anhängers zu bezahlen. Eine Farce. Der Potsdamer Club hat die Solidarität aller Fußballfans verdient. 

UPDATE: Der 1. FC Köln wird „Nazis raus aus den Stadien“ unterstützen!

Das neuerliche Erstarken rechter Strömungen in der politischen Landschaft Deutschlands ist nichts, was man vom Fußballkosmos komplett abtrennen kann. Das wird auch bei so manchen Fans westdeutscher Clubs schon deutlich, in Ostdeutschland scheint die Problematik derweil ungleich dramatischer zu sein. Und dagegen muss man etwas tun. Ob mit dem Kampf gegen Rassismus in deutschen Fankurven in den 90er Jahren oder mit den Protesten gegen Hogesa – Fußballfans können in Sachen Politik nicht einfach den Kopf in den Sand stecken und so tun, als ginge es sie nichts an. Und das gilt nun ganz konkret auch im Fall Babelsberg 03.

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Der Club aus der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam wird nämlich nicht nur immer wieder mit rechtsextremen Anhängern gegnerischer Clubs in der Regionalliga Nord-Ost konfrontiert, sondern soll nun für den Kampf seiner Fans gegen diese Strömungen auch noch bestraft werden. Denn nachdem es bei einem Spiel gegen Energie Cottbus zu Hitler-Grüßen und rechtsextremen Gesängen der Cottbus-Fans gekommen war, reagierten die Babelsberg-Fans mit „Nazischweine“-Rufen und zündeten noch dazu Pyrotechnik.

NOFV auf rechtem Auge offenbar blind

Doch der „Nordostdeutsche Fußball-Verband“ (NOFV) belegte in der Folge nicht nur Cottbus mit einer Strafe (wohlgemerkt nicht wegen der Hitlergrüße und den rechtsextremen Gesängen, die will man beim Verband gar nicht wahr genommen haben), sondern auch die Babelsberger – und begründete dies nicht nur mit dem Einsatz von Pyrotechnik, auch die „Nazischweine“-Rufe eines einzelnen Fans seien ein Grund für die Strafe. Von dieser Begründung will man beim mächtigen Verband noch monatelangem Protest zwar mittlerweile nichts mehr wissen, dennoch eskalierte der Streit genau deswegen.

>>> Hintergründe zum Konflikt: „Erbitterter Streit“ – faz.net

Denn Babelsberg 03 weigert sich bis heute, die Strafe zu bezahlen. Die Rufe des 03-Fans seien lediglich eine Reaktion auf die nicht sanktionierten Pöbeleien der Cottbuser gewesen, man sei nicht bereit, dafür eine Strafe zu bezahlen. Die Haltung ist konsequent – und wurde dadurch gefestigt, dass die Strafe gegen Cottbus auch noch abgemildert wurde. Beim NOFV misst man also ganz offensichtlich mit zweierlei Maß: Protest gegen Rechts scheint für den Verband ein Problem zu sein, regelmäßige rechtsextreme Ausfälle in den Anhängerschaften so mancher Clubs offenbar nicht.

Bremen und Dortmund zeigen sich solidarisch

Die Weigerung der Babelsberger sorgte aber glücklicherweise für Aufsehen. Mittlerweile haben der SV Werder Bremen und auch Borussia Dortmund sich solidarisch mit dem Potsdamer Verein gezeigt. Die vom SV Babelsberg 03 ins Leben gerufene Kampagne „Nazis raus aus den Stadien“ wollen beide Bundesliga-Clubs unterstützen. Und auch die Fans vieler anderer Vereine haben ihre Solidarität erklärt und den brandenburgischen Verein in seinem ehrenwerten Kampf gegen Rechts mit Spenden oder auf anderem Weg unterstützt.

Bei den Kölner Fans machte vor allem der Offene Brief von „Definitionsmacht Colonia“ gestern die Runde – dort wird auch der 1. FC Köln aufgefordert, seine soziale Verantwortung wahrzunehmen und sich solidarisch mit Babelsberg zu zeigen. Die Redaktion von effzeh.com teilt den Brief in seinem Inhalt und schließt sich dieser Forderung an.

>>> Hintergründe zur aktuellen Entwicklung: „Nur ein ’stilistischer Fehler‘?“ – sz.de

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Glücklicherweise machen die Babelsberger es aber auch ganz normalen Fußballfans recht einfach, den Club zu unterstützen: Die Kampagnen-T-Shirts haben kein sichtbares Club-Branding, eine wichtige Botschaft, einen fairen Preis und sind somit universal für alle Fans einsetzbar. Also: Kaufen!

T-Shirts für den guten Zweck

Da effzeh.com seit Beginn des Jahres 2018 erstmals mit Werbung die Betriebskosten deckt, haben wir uns dazu entschieden, die erste Kohle, die dadurch bei uns gelandet ist, dass ihr die Werbung auf unserer Seite toleriert, direkt in eine gute Sache zu stecken. Und ein modisches Upgrade können unsere Redakteurinnen und Redakteure ohnehin immer gebrauchen. Das wird es nun in Form von zehn „Nazis raus aus den Stadien“-Shirts geben. So können hoffentlich auch wir unseren kleinen, bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass dem NOFV Einhalt geboten werden kann und Babelsberg den Kampf gegen Faschisten, Rassisten und Neonazis in deutschen Stadien fortführen kann. Wenn ihr also ebenfalls 15 Euro für eine gute Sache über habt, dann wisst ihr jetzt, was zu tun ist!

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