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Vorspiel

Keine Angst vorm bösen Wolf

Der 1. FC Köln reist zwar als Tabellenzweiter zum „Spitzenspiel“ nach Niedersachsen, doch die Gesamtbilanz spricht für den Gastgeber. Unser Vorspiel zu #WOBKOE.

COLOGNE, GERMANY - AUGUST 22: Anthony Modeste of Cologne disappointed during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at RheinEnergieStadion on August 22, 2015 in Cologne, Germany. (Photo by Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images)
Foto: Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images

Beunruhigt wirkt Peter Stöger nicht, als er bei allwöchentlichen Pressekonferenz im Geißbockheim die Fragen der Reporter beantwortet. Es sei zwar „menschlich schade“ für diejenigen Spieler, die dem 1. FC Köln am Samstag beim Aufeinandertreffen mit dem VfL Wolfsburg fehlen werden. Aber ein „schlechtes Gefühl“ habe er nicht, sagt der Kölner Cheftrainer. Im Gegenteil: „Mir fällt es ein wenig leichter, den Kader zusammen zu stellen“, erklärt Stöger. Denn wenn die Länderspielpause für den effzeh am Samstag ihr Ende findet, werden mit Artjoms Rudnevs, Konstantin Rausch, Dominic Maroh, Marcel Hartel, Sehrou Guirassy, Thomas Kessler und Timo Horn gleich sieben Akteure wegen Verletzungen nicht dabei sein können. Abgesehen davon, dass der 20-jährige Sven Müller so zu seinem Bundesliga-Debüt im Kölner Tor kommen wird, bedeutet das für Stöger zwei weitere Wechsel im Vergleich zur Startelf, die der Österreicher gegen Darmstadt ins Rennen schickte. Ob die Kölner gegen den VfL erneut auf ein System mit zwei Stürmer setzen werden, ist aber ohnehin fraglich. Daher sind die notwendigen Umstellungen in der Mannschaft aus Sicht des Trainers – trotz langer Verletztenliste – vermutlich überschaubar.

Wolfsburg: Ein ungeliebter Gegner

COLOGNE, GERMANY - AUGUST 22: Jonas Hector of Cologne (L) and Nicklas Bendtner of Wolfsburg with pain after a header during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at RheinEnergieStadion on August 22, 2015 in Cologne, Germany. (Photo by Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images)

Letztes Jahr noch mit „Lord Bendtner“ | Foto: Mika Volkmann/Bongarts/Getty Images

„Es wird eine interessante, eine schwierige Aufgabe für uns“, stellt Stöger unabhängig von der Personalsituation klar. „Jetzt kommt ein Duell mit einem richtig guten Verein, die sind gut aufgestellt mit vielen guten Einzelspielern.“ Tatsächlich sind die Niedersachsen aus kölscher Sicht ein ungeliebter Gegner: Ganze acht Partien – solang wie gegen keinen anderen Bundesligisten – warten die Kölner nun schon auf einen Sieg gegen den VfL, die Wölfe blieben außerdem in einem Heimspiel gegen Köln noch nie ohne Torerfolg und erzielten im Schnitt 2,5 Tore gegen den effzeh. Die zweithöchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte setzte es außerdem ebenfalls gegen den Volkswagen-Verein (0:6 in Wolfsburg am 21. Oktober 2000). Und zu allem Überfluss, feiert nun auch noch Mario Gomez seine Premiere beim neuen Arbeitgeber. Wenigstens gehören die Geißböcke nicht zu den Lieblingsgegnern des Nationalstürmers – fünf Tore aus zehn Spielen gegen den Effzeh stehen für Gomez zu Buche. Sven Müller im Kölner Kasten hat bei seinem Bundesliga-Debüt also eine 50%-Chance, kein Tor von Wolfsburgs Neuzugang zu kassieren. Immerhin!

1. FC Köln: Mit Gelassenheit ins Müller-Debüt

„Ich trainiere hier ja auch jeden Tag mit Topstürmern – von daher habe ich keine Angst“, heißt es vom 20-Jährigen dazu nur. Nervosität verspüre er „noch gar nicht“, erklärt Müller außerdem gegenüber dem „Express“. Schließlich bekomme er Rückendeckung „von jedem aus dem Team.“ Die Verantwortlichen an der Seitenlinie scheinen wegen des Debütanten ebenfalls keine großen Bauchschmerzen zu haben. „Der Plan war, dass er irgendwann Bundesliga spielt – allerdings später“, heißt es von Stöger. „Er hat nur den Druck, den er sich macht.“ Zumal die Duelle mit den Niedersachsen ohnehin nicht für glanzvolle Zu-Null-Spiele der jeweiligen Torhüter bekannt sind, sondern eher für ein torreiches Hin-und-Her.

[perfectpullquote align=“left“ cite=““ link=““ color=““ class=““ size=““]“Wir wollen offensiv unsere Möglichkeiten wahrnehmen.“[/perfectpullquote]

Das liegt übrigens auch an Anthony Modeste, der Franzose ist nämlich nicht nur für Torhüter Müller im Training ein gutes Gomez-Double, sondern trifft gegen den VfL auch noch ganz besonders gerne. Mit fünf Toren und zwei Vorlagen aus sieben Spielen ist der Kölner Stürmer gegen die Wolfsburger sogar erfolgreicher als gegen jeden anderen Bundesligisten. „Wir wollen offensiv unsere Möglichkeiten wahrnehmen“, erklärt Stöger, der sich darüber bewusst ist, dass die Kölner schon lange auf einen Sieg gegen den VfL warten. „Wir konnten nie gewinnen, aber die Spiele waren immer interessant.“

Wenn es am Samstag also ein 3:3- oder 4:4-Unentschieden geben sollte, bleibt alles ganz normal zwischen Köln und Wolfsburg. Aber wenn die Kölner ohne ein Gegentor zu kassieren gewinnen sollten,  lag es an Sven Müller. Ganz bestimmt!

[symple_toggle title=“Und sonst so?“ state=“open“]

Für den Ex-Kölner Yannick Gerhardt wird es das erste Wiedersehen mit dem 1. FC Köln, seit seinem Wechsel nach Wolfsburg zu Beginn des Sommers. Das Kölner Eigengewächs wechselte für rund 13 Mio. Euro zu den Niedersachsen.

Dass der VfL auch nach einer schwachen Saison zu den Schwergewichten der Liga gehört, zeigt der Kaderwert der Wölfe: Rund 190 Mio. Euro ist die Mannschaft wert – mit einem Gesamtwert von circa 75 Mio. Euro ist der effzeh davon noch weiter entfernt als es die Abschlusstabelle der letzten Saison vermuten ließ.

Der effzeh ist nun seit sechs Bundesliga-Spielen ungeschlagen (drei Siege, drei Remis). Wolfsburg hat wiederum die letzten drei Bundesliga-Spiele gewonnen (saisonübergreifend). Die letzten drei Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften endeten mit einem Remis. [/symple_toggle][do_widget id=text-28]

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