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Vorspiel

„Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben…“

Nach 14 langen Jahren gibt es wieder Besuch aus dem Dorf. Und wir liefern das passende Vorspiel dazu.

© effzeh.com
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Es ist wieder soweit! Köln gegen Dusseldorf…äh Düsseldorf – Punkte klauen ist uns hier ja zu kindisch. Wie auch immer:  Kölsch gegen Brackwasser, groß gegen klein, Haie gegen so-gut-wie-kaputt-DEG, dat Hätz vun dr‘ Welt gegen die regionale Landeshauptstadt, aber auch „BAP“ gegen „Hosen“ und natürlich „Alaaf“ gegen „Helau“.

Die Rivalität zwischen der Großstadt und der nicht-so-großen-Stadt, die sich deshalb direkt „Dorf“ nennt, wird auf vielen Ebenen gelebt. Nur eine hat lange gefehlt. Die Fußball-Ebene! Und das lag nun ausnahmsweise mal nicht an den Kölnern, die zwar beim letzten Aufeinandertreffen gerade ihren ersten Abstieg verkraften mussten, aber danach immerhin ab und zu mal wieder aufgestiegen sind. Vor allem aber ist der Effzeh im Gegensatz zur „Fortuna“ nie in die dritte Liga abgestiegen. Und in die Oberliga schon mal gar nicht.

Es ist also irgendwie passend, dass man sich nun nach 14 Jahren, wieder dort trifft, wo man sich auch zuletzt gesehen hat. In der zweiten Liga nämlich. Nachdem die „Flingeraner“ mal kurz die erste Liga besichtigt hatten, sind sie jetzt wieder den ihnen vertrauteren Weg gegangen: nach unten. Und die Düsseldorfer Fans, die durch die Aufstiege auf einmal ja wieder halbwegs viele sind, können es offenbar kaum abwarten.

Jeden Tag in der Derby-Woche hört man irgendwas. Seien es nun niedliche Liedchen oder angekündigte Fußmärsche zum Stadion. Für Dorfbewohner scheint ein Ausflug in eine Metropole immer noch was ganz tolles zu sein. Und irgendwie ist es ja auch schön, dass die wieder da sind. Aber jetzt mal zu dem, um das es eigentlich geht: Fuppes!

Ausgangslage

Und da geht’s zumindest historisch gesehen mal gut los: In 54 Spielen gegen die „Fortuna“ gewann 27 Mal der 1. FC Köln. Und bei Heimspielen verlor der Effzeh überhaupt erst vier Mal gegen die Rivalen. Das letzte Mal passierte das im Jahr 1989. Ist also lange her. Aber die waren ja auch lange weg.

Zurück in die Gegenwart: Während der effzeh sein Auftaktspiel in Dresden nicht ganz optimal über die Runden gebracht hat, haben die Fortunen den ersten Dreier eingefahren. Beide Mannschaften litten dabei phasenweise unter dem gleichen Problem: Chancenverwertung. Es ist also keine gewagte Prognose, wenn man behauptet, dass am Sonntag eventuell die effizientere Mannschaft deutliche Vorteile haben dürfte. Was einen direkt zur Defensive führt. Und die war beim Effzeh gegen Dresden nicht immer auf der Höhe, vor allem auf der linken Seite kassierte man einige gefährliche Hereingaben.

Abgesehen davon: Es ist das erste Heimspiel der Saison, es ist ein Derby gegen einen alten Rivalen, die Mannschaft will aufsteigen, die Hütte wird brennen (also hoffentlich nur sinnbildlich). Eine Leistungssteigerung im Vergleich zum Auswärtsspiel dürfte demnach auch niemanden überraschen.

Personelle Lage

Soweit sind alle fit bei den Geißböcken, Kacper Przybylko muss allerdings nach wie vor eine Sperre absitzen und steht damit nicht zur Verfügung. Spielerisch sah das gegen Dresden alles auch nicht schlecht aus, von daher wären allzu umfassende Änderungen an der Anfangsformation eher überraschend. Einzig in der Innenverteidigung stellt sich für Trainer Peter Stöger eventuell die Frage: Bruno Nascimento, der nach einem Trauerfall in der Familie wieder zurückgekehrt ist oder Roman Golobart, der gegen Dresden nicht immer 100% sicher wirkte.

Bei den Fortunen fehlen verletzungsbedingt Schmidtgal, Ihlas und Malezas. Und zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Kölner Torwart Michael Rensing wird es wohl zumindest auf dem Platz auch nicht kommen. Nachdem sich der Düsseldorfer Trainer Mike Büskens für Fabian Giefer als Nummer Eins entschied, tickte Rensing etwas aus. Entschuldigt hat er sich mittlerweile zwar wieder, aber spielen wird er wohl eher nicht.

Ausblick

Die Kölner Erwartungen sind eigentlich klar definiert. Wir wollen einen Heimsieg, damit einen mittleren Fehlstart verhindern und ein kleines Zeichen für die Saison setzen. Mittlerweile haben wir eine Mannschaft, mit der sich die Fans wieder identifizieren können, schon im letzten Jahr war der Support großartig. Man darf also getrost erwarten, dass die Spieler richtig heiß auf dieses Spiel sind.

Ein frühes Tor gegen die Rivalen würde die Stimmung zum Kochen bringen und alles einfacher machen. Sieht Peter Stöger wahrscheinlich genauso. Aber so weh es auch tut, das zu schreiben: Die „Fortuna“ ist gerade abgestiegen und will natürlich wieder hoch. So schlecht sind die wahrscheinlich also auch nicht. Eine konzentrierte Defensive könnte also ebenso entscheidend sein, wie die bereits angesprochene Chancenverwertung.

Aber so groß die Vorfreude auch sein mag und so wichtig dieses Spiel auch ist (nebenbei: ist erst der zweite Spieltag, mal nicht hysterisch werden!). Es ist nur ein Spiel! Es wäre also wünschenswert, wenn sich die Fans beider Mannschaften ebenso sportlich begegnen, wie es hoffentlich die Spieler auf dem Rasen tun werden. Und hey: Dat Hätz vun dr‘ Welt, jo dat es Kölle. Wir können uns also darauf konzentrieren unseren glorreichen Verein zu unterstützen. Und nach dem Kantersieg summen wir dann beseelt grinsend das hier…

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Stimmen der Redaktion

clonelow: „Am Sonntag werden wir die schlechteste Platzierung dieser Saison endlich hinter uns lassen. Wird auch Zeit.“

PapaLoewe: „Ich hatte vor der Saison schon gesagt, dass der Effzeh entweder sechs oder nur einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holt. Damit ist das Ergebnis ja klar. Heimsieg.“

Midget:“ Düsseldorf? Ach Düsseldorf! Punkte bleiben hier. 4-1 geht das Ding aus für den ruhmreichen Klub aus der Domstadt. Ach, Düsseldorf!“  //

gerosimo: „Soll ich echt etwas zu Fortuna Düsseldorf sagen? Echt jetzt? Nö. Zum effzeh? Ja, klar. Der gewinnt. Klar und deutlich. 3:0. Gegen wen spielen wir eigentlich?“

antistar: „Ein Derby. Für den Gegner wieder das Spiel des Jahres. FC-Hasser mit Schaum vor’m Mund inklusive. Und wir? Wir sind der FC! Gestählt in zahllosen niederschmetternden Derbyniederlagen. Ich gebe besser keinen Tipp ab, bevor ich exkommuniziert werde.“

Dominik: „Ich finde ja, ich habe schon alles gesagt. Ein Tag an dem alle gewinnen, inklusive das Ansehen des Sports. Und der effzeh. Drei Punkte.“

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