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Kurz & Knapp

Transfer-Posse: 1. FC Köln beantragt FIFA-Spielgenehmigung für Anthony Modeste

Der 1. FC Köln wird noch am Dienstag eine Spielgenehmigung für Anthony Modeste beantragen. Der juristische Streit zwischen dem Stürmer und seinem chinesischen Ex-Club bleibt davon allerdings unberührt. Ob die FIFA die Genehmigung erteilen wird, ist offen.

Cologne's French striker Anthony Modeste celebrates after scoring during the German first division Bundesliga football match between FC Cologne and FC Ingolstadt 04, in Cologne, western Germany, on October 15, 2016. / AFP / PATRIK STOLLARZ / RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050 (Photo credit should read PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)
Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

Geht es jetzt doch ganz schnell oder erleben die Anhänger des 1. FC Köln nur das nächste Kapitel in der unendlichen Geschichte rund um die Rückkehr von Anthony Modeste ans Geißbockheim? Wie der 1. FC Köln am Dienstagnachmittag bekannt gab, wird der Verein nun eine Spielgenehmigung für Modeste bei der FIFA beantragen. Was zunächst wie ein Durchbruch klingt, muss aber keiner sein: Nur wenn die FIFA diese Spielgenehmigung auch erteilt, kann Modeste für den 1. FC Köln auflaufen.

Ob der Fußballverband die Genehmigung erteilen wird, ist aber zunächst offen. „Der 1. FC Köln wird am heutigen Dienstag und damit rechtzeitig vor Schließung des Transferfensters eine Spielgenehmigung für Anthony Modeste bei der FIFA beantragen“, heißt es in einem Statement des Clubs nur. „Nach vielen Gesprächen in China und auf Grundlage zahlreicher interessanter Informationen sind wir in Abwägung der Gesamtsituation zu der Entscheidung gelangt, die Spielberechtigung für Anthony Modeste zu beantragen. Wir hoffen, dass die zuständigen Verbände die Spielberechtigung zeitnah erteilen und freuen uns darauf, Anthony wieder im Trikot des FC spielen zu sehen“, erklärte Geschäftsführer Alexander Wehrle das Vorgehen des Vereins ohne dabei ins Detail zu gehen, warum man sich nun in der Lage sieht, die Spielberechtigung zu beantragen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfahren haben will, zahle der 1. FC Köln nach wie vor keine Ablöse für Modeste. Wehrle, der in den letzten Tagen in China unterwegs war, werde zeitnah nach Köln zurückkehren.

„Durch Kündigung vertragsfreier Spieler geworden“

„Tony ist Fußballer, er will unbedingt spielen. Und wir sind absolut überzeugt, dass er uns mit seinen Qualitäten weiterhelfen wird“, erklärte Armin Veh. Der Stürmer selbst wurde wie folgt zitiert: „Ich bin dem 1. FC Köln dankbar für all die Mühe, die er investiert hat, um mich zu unterstützen. Sobald es möglich ist, möchte ich der Mannschaft helfen – und dem FC und seinen Fans mit Leistung und Toren etwas zurückgeben.“ Die Frage der Spielgenehmigung sei nicht an das Verfahren zwischen Anthony Modeste und seinem ehemaligen Verein gebunden, an dem der 1. FC Köln nicht beteiligt ist, erklärte der Verein zudem. „Weder das FIFA-Urteil vom Dezember 2018 noch dessen Begründung stellen in Abrede, dass der Stürmer durch die Kündigung seines Arbeitsverhältnisses mit Tianjin Quanjian ein vertragsfreier Spieler geworden ist.“

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Offenbar will man mit der Spielgenehmigung zumindest schon einmal Modestes Rückkehr auf den Platz noch in dieser Transferphase möglich machen – um die juristische Klärung mit Tianjin müsste Modeste sich dann parallel bemühen. Der Stürmer hatte am Wochenende angekündigt, zur Not auch vor das internationale Sportgericht „CAS“ zu ziehen, um den Fall dort endlich zum Abschluss zu bringen.

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