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Vorspiel

Theater der Keller

Der effzeh will endlich seinen Heimfluch beenden. Der Gegner SC Paderborn kommt dafür zur rechten Zeit. Oder nicht? Unser Vorspiel.

Foto-Credits: Dirk Unschuld
Foto-Credits: Dirk Unschuld

Foto-Credits: Dirk Unschuld

Endlich mal wieder Kleinkunst in Müngersdorf. Vor round about einem Jahr kam es zum letzten Aufeinandertreffen des glorreichen 1.FC Köln gegen den SC Paderborn in der schönsten Fußballarena der Welt. Als Herbstmeister und Winterkönig, als Derbysieger und Aufstiegsfavorit empfing man damals die „kleinen“ Ostwestfalen, die im Mittelfeld der zweiten Liga rumdümpelten.
Als FC Fan ging man ziemlich euphorisch in den 20. Spieltag, war doch nur die Frage der Höhe des Heimsieges Thema an jedem Gaffelstand.
Damals waren die Vorzeichen klar und dennoch wurde es zur schlimmsten ersten Halbzeit eines Zweitligaspiels, die ich je gesehen hatte.  Paderborn machte das Mittelfeld dicht und der effzeh fand keinerlei spielerisch Lösungen gegen den agilen Gegner. Alba Meha schoss dann in der 47. Minute einen direkten Freistoß ins kurze Eck von Horn. Das war‘s. Niederlage im Rückrundenauftakt und ganz Köln glaubte nicht mehr an den Aufstieg.
Heute, ein Jahr später, sehen die Vorzeichen nicht viel anders aus.
Mehr als Kleinkunst ist am Wochenende nicht zu erwarten, allerdings um 15:30 Uhr an einem Samstag: Da sollten ein paar Highlights schon drin sein. Zumindest ein geiles Solo!

Ausgangslage

Vier Punkte aus zwei Spielen. Der effzeh sammelt weiter fleißig Punkte im Kampf gegen den Abstieg und mehr will man ja anscheinend auch nicht. Schade, denn irgendwie wird man von keinem Gegner, nimmt man mal das Heimspiel gegen die Bayern heraus, her gespielt. Im Gegenteil, zumeist ist man auch in der Spielanlage das reifere Team. Da wären ein paar Pünktchen mehr durchaus noch drin gewesen. Eigentlich aber  kein Grund sich aufzuregen! Und doch diskutiert man in den Fangruppierungen, um die etwas zögerliche Spielweise in Heimspielen, wo man oft zu lange abwartend spielt. Hier kollidieren Realität und Wahnsinn. Zusammenfassend kann man aber durchaus zufrieden sein, denn mit einem Platz im Mittelfeld der Tabelle haben nicht viele zum Saisonbeginn gerechnet und außerdem stand der glorreiche effzeh noch nicht einmal in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz.
Das rot-weiße Ensemble müsste eigentlich mit den Hufen scharren um ganz Paderborn zu besiegen.

Der Gegner hingegen macht so langsam seinen Ruf als Abstiegskandidat Nummer Eins seine Ehre. Nun mehr seit neun Spieltagen nicht mehr gewonnen und 0:8 Gegentore in den letzten beiden Spielen. Breitenreiter & Co. müssen langsam einsehen, wie schwierig das Ziel Klassenerhalt in diesem Jahr werden könnte. Gerade weil auch im Tabellenkeller sich Mannschaften tummeln, die man eigentlich eher in der Champions- bzw. Euroleague sah. Für die Ostwestfalen ist das heimschwache Köln eine willkommene Aufgabe den Negativtrend zu stoppen. Da spielt die Spielweise und Taktik auch eher eine rudimentäre Rolle. Volle Attacke wird es sicherlich nicht werden, eher eine Blaupause zum Spiel von vor einem Jahr.
Bitte nicht!

Personal

Foto-Credits: Dirk Unschuld

Foto-Credits: Dirk Unschuld

Für Peter Stöger gibt es eigentlich kaum einen Grund viel zu ändern. Eine zweite Spitze gegen schwächelnde Paderborner ist aber zu erwarten. Mehr Torabschlüsse, mehr Kreativität: Da kommt man um Bard Finne nicht herum. Peszko wird für Ihn aller Voraussicht nach seinem Platz räumen müssen, zumal er gegen den VfB seinen Aufwärtstrend nicht bestätigen konnte.
Laut Stöger kommt ein Einsatz für den frisch ausgeliehen Brasilianer Deyverson noch zu früh, ansonsten sind alle Mann an Bord, außer dem Langzeitverletzten Patrick Helmes, dem wir auf diesem Wege weiterhin nur das Beste wünschen.

Für Paderborn Coach André Breitenreiter stellt sich die Frage Lakic oder Kachunga. Beide Stürmer sind in diesem Jahr noch nicht wirklich in Erscheinung getreten aber beim effzeh wollen die SCP-Kicker die vermeintliche Schwäche der Gastgeber ausnutzen. Dass die Geißböcke sich zuletzt gegen tief stehende Mannschaften vor heimischem Publikum äußerst schwer getan haben ist auch dem eher langsamen Ostwestfalen aufgefallen. Unabhängig davon werden die Paderborner, laut der gestrigen Pressekonferenz, in der Domstadt nicht nur mauern, sondern „mutig spielen“. Neben den Langzeitverletzten Thomas Bertels und Marvin Ducksch fällt Patrick Ziegler mit einer Halsentzündung aus. Abwehrspieler Christian Strohdiek kehrt in den Kader zurück.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Effzeh:  Horn – Olkowski, Maroh, Wimmer, Hector – Vogt, M. Lehmann – Risse, D. Halfar – Finne, Ujah

Paderborn: L. Kruse – Wemmer, Rafa Lopez, Hünemeier, Brückner – Rupp – Koc, Bakalorz, Vrancic, Stoppelkamp – Lakic

Schiedsrichter: Dingert (Lebecksmühle)

Ausblick

Foto-Credits: Dirk Unschuld

Foto-Credits: Dirk Unschuld

Eigentlich kommt mit Paderborn am Samstag der genau richtige Gegner zur genau richtigen zeit!
Eigentlich!?
Wer am Samstagnachmittag ein Schützenfest in die ein – oder andere Richtung erwartet, kann getrost zu Hause bleiben und Fifa 15  auf der Playsi spielen. Nimmt man die letzten Aufeinandertreffen beider Mannschaften als Grundlage, kann man froh sein wenn überhaupt ein Tor fällt. Enge Spiele gegen Paderborn waren es in den letzten zwei Jahren und ein enges Spiel wird es auch morgen werden. Dennoch: Ich glaube der effzeh ist bereit für den zweiten Heimsieg,  der Saison. Wenn man das schnelle Umschaltspiel der Paderborner in den Griff bekommt, sollte man das Spiel dominieren.
Mich würde es einmal brennend interessieren, wie der junge FC Kader auftritt mit einer Führung und 50.000 Fans im Nacken.
Spielt man mutig und sucht die Torabschlüsse wird es ein gutes Spiel. Denn im Gegenzug sind auch die Paderborner als Auswärtsmannschaft meist brandgefährlich, sie hatten lediglich im Abschluss zuletzt viel Pech und mit Schiedsrichterentscheidungen erst Recht.
Ich prognostiziere ein besseres Spiel als am vergangenen Mittwoch voraus.

 

Stimmen der Redaktion

Sebastian: „Letzte Saison noch ein Quasi-Topspiel, dieses mal eher ein Kandidat für einen Gruselkick? Der Fan-Teil meines Gehirns schreit: „3:0!!“, der Realist in mir: „1:1!“.. Mir doch egal, wir gewinnen 5:0.“

Tim:“Hinten die NULL, vorne die EINS, macht unter dem Strich drei Punkte, egal wie AUSRUFEZEICHEN

Rolf: „Es muss unbedingt gewonnen werden, denn sonst kippt die Stimmung und hätte negative Auswirkung auf die mentale Situation in den danach kommenden Spielen.

Thomas: „Wird wieder ein klassischer FC. Also: Null – Null

Thorsten: „Sagte ich schon? Ich halte Paderborn offensiv für gefährlicher als Stuttgart. Das kann böse ins Auge gehen. Oder der erhoffte Befreiungsschlag werden. Ich bin nervös. Das bin ich selten.“

Patrick:“ Ich werde nicht da sein. Wie bereits gegen Dortmund. Das reicht.

Gero: „In der Rückrundentabelle steht der effzeh drei Punkte vor den Bayern – vor dem Spiel! Nach dem Spiel sind es drei, fünf oder sechs. (Erststimme)
Es ist genau der richtige Zeitpunkt für einen Befreiungsschlag. Keine Tore hinten – drei, fünf oder sechs vorne. (Zweitstimme)

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