Folge uns
.

Nachspiel

Stadtduell im Testspiel bei Viktoria Köln: Selbstvertrauen für die (jungen) Reservisten des 1. FC Köln

Gelungenes Testspiel für den 1. FC Köln: Beim 6:0 über Viktoria Köln treffen alle drei Stürmer. Einige Spieler machen positiv auf sich aufmerksam.

Foto: effzeh.com

Mit einem 6:0-Erfolg kehrte der 1. FC Köln am Donnerstagabend vom Testspiel-Ausflug in Höhenberg zurück. Bei der gastgebenden Viktoria, immerhin Siebter der dritten Liga, gelang ein ungefährdeter Erfolg, bei dem die Reservisten, Nachwuchsspieler und vor allem das Stürmertrio Selbstvertrauen tanken konnten. „Wir haben uns vorgenommen ein ganz aktives Spiel zu zeigen. Damit bin ich sehr zufrieden. In der ersten Hälfte hat die Mannschaft ganz klar gezeigt, dass sie die Zweikämpfe gewinnen und schnell nach Vorne spielen wollte“, bilanzierte ein zufriedener Achim Beierlorzer nach der Partie. Bereits nach 20 Minuten stand es 3:0 für die „Geißböcke“, die insbesondere vor dem Seitenwechsel einen sehr engagierten Auftritt zeigten.

Angeführt wurde die Mannschaft von Thomas Kessler im Tor, die Viererkette bestand aus Benno Schmitz, Lasse Sobiech, Jorge Meré und Ismail Jakobs. Im Mittelfeld bot der Bundesliga-Aufsteiger eine Raute auf, in der Marco Höger den defensiven Part übernahm. Auf den Halbpositionen spielten Hauptmann und Koziello, die beide in dieser Saison wenig Einsatzzeiten bekommen hatten. Auf der Zehn durfte sich mit Jan Thielmann ein 17 Jahre alte Nachwuchsspieler aus der U19 versuchen. Die Doppelspitze bildeten Modeste und Cordoba. Mit frühem Angriffspressing versuchte der Favorit, gegen den Drittligisten sofort Ballgewinne zu erzielen. Gerade Hauptmann und Koziello bewegten sich gut in den Halbräumen und initiierten von dort aus viele Aktionen.

Der 1. FC Köln stellt früh die Weichen

Das 1:0 fiel nach einem Angriff über die rechte Seite, bei dem Viktoria-Verteidiger Lanius eine Flanke von Benno Schmitz ins eigene Tor bugsierte. Zuvor hatte Koziello eingeleitet. Beim 2:0 verlängerte Interims-Kapitän Marco Höger einen Eckball des Rechtsverteidigers, der dieses Mal für die Standardsituationen verantwortlich war, ins Tor – da waren erst elf Minuten gespielt. Das dritte Tor erzielte dann Jhon Cordoba – der Kolumbianer war in die Tiefe geschickt worden und setzte sich stark gegen die Defensive des Drittligisten durch. Danach fingen sich die Gastgeber ein wenig und verhinderten, dass der FC weiterhin zu Abschlussgelegenheiten kam. Kurz vor der Pause durfte dann Anthony Modeste jubeln: Der Franzose traf per Kopf, nachdem zuvor Höger und Koziello einen Freistoß schnell ausgeführt hatten.

„Wir sind für die Spieler da, wir wollen ja, dass sie gut spielen.“

In der Halbzeit wechselte der FC dann mehrfach und brachte mit Sava Cestic, Robert Voloder (beide U19), Oliver Schmitt und Vincent Geimer (beide U21) vier Spieler aus den eigenen Nachwuchsmannschaften. Koziello spielte fortan als einziger Sechser flankiert von Geimer und Schmitt auf den Achterpositionen. Hauptmann übernahm die Rolle des Zehners hinter Cordoba und Terodde. Zudem spielten mit Ehizibue und Czichos zwei Stammkräfte aus der Viererkette. Durch die Wechsel verlor der FC ein wenig den Rhythmus, die Viktoria kam etwas stärker auf, ohne den Bundesligisten aber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Simon Terodde durfte schließlich noch zweimal jubeln: Der Stürmer traf erst nach einem langen Lauf und Pass von Hauptmann per Lupfer, das halbe Dutzend machte er voll, indem er den Ball gut abschirmte und dann aus eigentlich ungünstigem Winkel ins Tor traf.

Vier Stürmertore gegen die Viktoria

„Tore tun jedem gut. Auch wie sie die Tore gemacht haben war klasse“, freute sich Beierlorzer nach dem Spiel gegenüber dem Geissblog.Köln über die insgesamt vier Stürmertore. Mit der Laufbereitschaft seiner Mannschaft zeigte er sich ebenfalls zufrieden – in der Vergangenheit hatte es auch schon Testspielauftritte in Länderspielpausen gegeben, in denen der FC nicht so engagiert unterwegs gewesen war. Mit solchen Partien können gerade diejenigen Spieler auf sich aufmerksam machen, die in der Liga wenig Spielzeit bekommen: Gerade Vincent Koziello und Niklas Hauptmann zeigten sich jedoch enorm engagiert, sie lösten viele Situationen mit ihren jeweils eigenen Fähigkeiten gut auf.

Auch interessant
Länderspielpause beim 1. FC Köln: Zeit zum ruhigen Arbeiten

Der Trainer konstatierte dazu: „Wir sind für die Spieler da, wir wollen ja, dass sie gut spielen. Am besten ist es, wenn es mir unheimlich schwer fällt, am Spieltag die ersten Elf auszuwählen und den Kader zu bestimmen, weil alle Top-Leistungen abrufen.“ Mit einem souveränen Testspielerfolg wie diesem und guten Leistungen wird der Druck auf die Stammspieler erhöht – von daher war es ein positiver Auftritt des FC.

Mehr aus Nachspiel

.