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Interviews

Niklas Hauptmann im Interview: „Ich spüre überall, dass der 1. FC Köln etwas Besonderes ist“

Seit Sommer ist Niklas Hauptmann beim 1. FC Köln und wirkt schon bestens integriert. Am Rande des FC-Stammtisch Talks sprachen wir mit dem effzeh-Neuzugang über den Auftakt und seine alte neue Heimat.

COLOGNE, GERMANY - AUGUST 13: Niklas Hauptmann of Cologne (L), Jonas Hector of Cologne (C) and Marcel Hartel of Union Berlin battle for the ball during the Second Bundesliga match between 1. FC Koeln and 1. FC Union Berlin at RheinEnergieStadion on August 13, 2018 in Cologne, Germany. (Photo by Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images)
Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Mit zehn Punkten aus vier Spielen ist der 1. FC Köln hervorragend aus den Startlöchern gekommen, beim 5:3-Auswärtserfolg gegen den FC St. Pauli konnte der effzeh sogar erstmals in dieser Spielzeit begeistern. Seinen Teil dazu beigetragen hat Niklas Hauptmann, der am Millerntor in der Schlussphase eingewechselt wurde, um die Führung über die Runden zu bringen. Schon beim Heimspiel gegen Union Berlin durfte der Neuzugang von Dynamo Dresden sein Startelfdebüt im Müngersdorfer Stadion geben.

Für den gebürtigen Frechener, Sohn des ehemaligen effzeh-Profis Ralf Hauptmann, ein ganz besonderes Erlebnis. „Der Puls war schon höher als üblich“, sagt der 1,76 Meter große Mittelfeldspieler im effzeh.com-Interview. Vor seinem Auftritt beim FC-Stammtisch Talk sprach der 22-Jährige mit uns über den Auftakt in die neue Saison, seine eigene Anfangsphase in Köln und die Eingewöhnung in der alten neuen Heimat.

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Herr Hauptmann, sie sind erst kurz in Köln und schon mit einer Einladung zum FC-Stammtisch Talk bedacht worden. Haben Sie sich vorher informiert, was Sie hier erwarten wird?

Im Grunde lasse ich so etwas einfach immer auf mich zukommen. Meine Mitspieler, die schon hier zu Gast waren, haben mir ein bisschen erzählt, wie der FC-Stammtisch Talk abläuft. In lockerer Stimmung ein paar lustige Stunden mit den Fans zu verbringen – darauf habe ich mich gefreut!

Wir können jetzt zumindest für einen kurzen Moment durchatmen. Es hätte uns aber auch gepasst, wenn wir durchgespielt hätten.

Mit zehn Punkten aus vier Spielen ist der 1. FC Köln stark in die Saison gestartet, doch jetzt steht erst einmal die Länderspielpause an. Hätten Sie es lieber gehabt, nach dem 5:3 am Millerntor direkt das nächste Spiel bestreiten zu dürfen, um weiter auf der Erfolgswelle zu reiten?

Das kann man so oder so sehen. Einerseits sind wir aktuell richtig gut in Form, andererseits ist eine kurze Pause für Körper und Kopf gerade auch nicht schlecht. Wir können jetzt zumindest für einen kurzen Moment durchatmen. Es hätte uns aber auch gepasst, wenn wir durchgespielt hätten.

Niklas Hauptmann (r.) im Gespräch mit effzeh.com-Chefredakteur Thomas Reinscheid | Foto: Ralf Friedrichs

Niklas Hauptmann (r.) im Gespräch mit effzeh.com-Chefredakteur Thomas Reinscheid | Foto: Ralf Friedrichs

Abseits der überzeugenden Punktausbeute: Sind Sie zufrieden mit dem Saisonstart?

Ich glaube, dass das Wichtigste tatsächlich die Punktausbeute ist – alles andere zählt erst einmal nicht. Wir wissen natürlich, dass wir, was unser Spiel anbetrifft, noch viel Luft nach oben haben. Daran arbeiten wir hart. Ich bin davon überzeugt, dass das in den kommenden Wochen besser und flüssiger aussehen wird. Die Punktausbeute darf dann allerdings gerne genauso bleiben.

Auch für Sie persönlich war der Saisonstart vielversprechend, im Heimspiel gegen Union Berlin feierten Sie ihr Startelfdebüt. Wie sehen ihre Anfangsphase beim 1. FC Köln?

Ich wusste von Beginn an, dass ich Geduld haben muss, wenn ich zum FC wechsle. Auch wenn ich hier geboren bin, ist vieles für mich neu. Die Mannschaft, das Umfeld, das neue System des Trainers: Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen, mich hier einleben. Deshalb bin ich nicht unzufrieden, ich habe meine Einsatzzeiten bekommen. Hoffentlich geht es bei mir mit vielen Einsätzen weiter und am Ende steht für uns alle hoffentlich der Aufstieg zu Buche.

Die Konkurrenzsituation sorgt natürlich dafür, in jedem Training Gas zu geben. Wir haben einen Haufen sehr guter Spieler, das vergrößert diesen Antrieb nochmal.

Im FC-Kader herrscht ein großer Konkurrenzkampf, gerade auf ihrer Position im zentralen Mittelfeld sind die Plätze in der Startelf äußerst umkämpft. Ist das positiver Druck für Sie? Schaut man sich da bei den Kollegen etwas ab?

Ich versuche schon, mir Dinge bei erfahrenen Spielern abzuschauen. Und die Konkurrenzsituation sorgt natürlich dafür, in jedem Training Gas zu geben. Wir haben einen Haufen sehr guter Spieler, das vergrößert diesen Antrieb nochmal. Manchmal klappt das besser, manchmal weniger. Da muss man dranbleiben – egal, ob es für die Startelf gereicht hat oder nicht.

Beim ersten Heimspiel gegen Union durften Sie von Beginn an auflaufen. Wie war es als beim Einlaufen ins Stadion die FC-Hymne lief? Kribbelt es dann etwas mehr als gewöhnlich?

Der Puls war schon höher als üblich (lacht). Ich muss aber auch sagen: Während der Partie hast du als Spieler keine Zeit und auch nicht den Kopf dafür, das alles zu genießen. Beim Einlaufen die FC-Hymne zu hören war aber definitiv etwas Besonderes.

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Schon vor ihrem Wechsel nach Köln schlug ihr Herz für den FC. Ist der Klub so, wie Sie sich ihn vorgestellt haben?

Vor meinem Wechsel hatte ich keine großen Vorstellungen, ich war schließlich schon lange weg aus Köln und vom FC. Ich habe in der Jugend auch nicht für den Verein gespielt. Die Bedingungen hier haben mich positiv überrascht – bei jedem öffentlichen Training schauen uns die Fans zahlreich über die Schulter. Dass der FC etwas Besonderes ist, das spüre ich überall.

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Nach der langen Abwesenheit aus Köln sind Sie nun zurück – fühlen Sie sich denn in der kurzen Zeit schon angekommen in der alten Heimat?

Die Leute in Köln machen es einem verdammt einfach, sich hier wohlzufühlen. Ich komme bestens zurecht – sowohl in der Mannschaft als auch in der Stadt. Natürlich muss ich aber an vieles noch gewöhnen, ich kenne bisher nur die bekannten Ecken in Köln. Da ist es gut, dass ich aus alten Zeiten noch zwei Kumpels habe, die mir helfen, mich hier einzuleben. Deshalb bin ich guter Dinge, die Stadt bald noch besser kennenzulernen.

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