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Vorspiel

Neustart gegen Braunschweig

Völlig neu aufgestellt startet der effzeh gegen Braunschweig in die neue Saison.
Es könnte ein erster Gradmesser sein, was in diesem Jahr wirklich drin ist.

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Völlig neu aufgestellt startet der effzeh gegen Braunschweig in die neue Zweitligasaison. Es könnte ein erster Gradmesser werden, was in diesem Jahr wirklich drin ist.

Ausgangslage

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Kaum etwas beim effzeh ist noch, wie es in der letzten Saison war. Das Präsidium, das Trainerteam, die Mannschaft. Die Liga. Und die Stimmung bei den Fans. Trotz des wohl unnötigsten Abstiegs in der Vereinsgeschichte herrscht Optimismus. In einer Stadt voller Erwartungen ist kaum Druck zu spüren auf das junge, sympathische Team. Aber was können wir von dieser Saison wirklich erwarten?

Der Aufstieg hat keine Priorität, das haben die Verantwortlichen oft genug betont. Trotz der Favoritenrolle, in die man als Absteiger aus der Bundesliga immer gedrückt wird, könnte diesen Erfolg auch niemand garantieren. Dafür ist die Konkurrenz in der oft zitierten „stärksten zweiten Liga der Welt“ zu groß, dafür hat man vor der Saison zu viel am Kader verändert. Es gibt zu viele Unsicherheitsfaktoren. Holger Stanislawski selbst sagte zuletzt, seine Mannschaft sei eine „Wundertüte“.

Trotzdem hat man den Anspruch an sich selbst, alles zu versuchen. „Wir wollen so lange es geht ganz oben mitspielen“, formulierte der Trainer das Saisonziel vorsichtig, aber realistisch. Der erste Spieltag könnte bereits einen ersten Schluss zulassen, wie lange das möglich ist.

Der Gegner aus Braunschweig ist voraussichtlich im Mittelfeld der Liga anzusiedeln, in der letzten Saison war die Mannschaft überraschend auf Platz Acht der Abschlusstabelle gelandet. Der Traditionsverein aus Niedersachsen, berühmt nicht nur dafür, die Trikotwerbung eingeführt zu haben, schaffte im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die zweite Liga den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht hat dafür eine einfache Erklärung: „Wir sind sehr gut in die Saison gekommen, haben die Euphorie aus der Aufstiegssaison mitgenommen und haben viele Spiele aufgrund unserer taktischen Flexibilität gewonnen.“

Man wird alles daran setzen, diese Euphorie auch in die nächste Saison zu retten. Ein Sieg gegen den großen effzeh, den favorisierten Bundesligaabsteiger, wäre ein guter Einstieg dafür. „Es wird nicht einfach werden, aber wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und ein gutes Ergebnis erzielen“, fordert Kapitän Dennis Krupke. Für ihn geht es aber nicht nur um das Spiel am Sonntag, sondern um das große Ganze: „Am Wichtigsten ist, dass wir auch im nächsten Jahr in der 2. Liga spielen, das ist das Ziel.“

Personelle Lage

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Im Testspiel gegen Heerenveen verletzte sich Christian Clemens, davon abgesehen kann Holger Stanislawski auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Nachdem zu Beginn der Sommerpause einige Spieler aussortiert und abgegeben wurden, kristallisierte sich gegen Ende der Vorbereitung die vermeintliche Startelf für Braunschweig heraus. Weiterhin ein kleines Problem ist die Position im Sturm, es kamen zuletzt Gerüchte auf, man wolle sich dort noch verstärken.

 

Der Gegner aus Braunschweig muss verletzungsbedingt auf Björn Kluft und Steffen Bohl verzichten.

Ausblick

Am Sonntag wird es beiden Mannschaften darum gehen, möglichst gut in die neue Saison zu starten. Gerade der effzeh braucht nach dem Abstieg ein schnelles Erfolgserlebnis und vor allem eine ansprechende Leistung, um die Fans mitzunehmen. Unruhe ist in Köln immer ein Thema und trotz aller Beteuerungen wird schon durch die einheimischen Zeitungen schnell der Druck erhöht, wenn der Saisonstart verpatzt wird. In der aktuellen Situation, in der vor allem Ruhe gebraucht wird, wäre das Gift für das neu gebildete Team. Gerade die jüngeren Spieler sind solchen Gegenwind nicht gewohnt.

Wie sich das Spiel entwickelt, wird vor allem davon abhängen, wie die Gastgeber sich präsentieren. Wartet man eher ab, dass der vermeintliche Favorit das Spiel macht, oder will man sich als starker Hausherr präsentieren, der sich nach der guten letzten Saison vor niemandem verstecken muss?

 

Stimmen der Redaktion

Zyrock: Ich bin optimistisch, wenn auch leicht zurückhaltend. Das kann auch schief gehen, darüber müssen wir uns alle klar sein. Die Mannschaft besteht (aus guten Gründen) nicht nur aus Bundesliga-Veteranen, die aus versehen abgestiegen sind. Der Neuaufbau bringt viel Unsicherheit mit sich. Wie das Team funktioniert, werden wir erst auf dem Platz sehen. Trotzdem glaube ich daran, dass der effzeh die Kiste gewinnt. Mit Selbstvertrauen und nach der guten Vorbereitung sollte das möglich sein. Es ist halt doch „nur“ Braunschweig.

taneu: Braunschweig? Elf kleine Jägermeister luden zum Fußball ein, da kam der effzeh und schenkte sieben Nüsse ein!

donluka: Die erste Mannschaft im deutschen Fußball mit Trikotwerbung empfängt den ersten Deutschen Meister. Das Duell zweier Traditionsmannschaften. Braunschweig schnitt in der vergangenen Saison erstaunlich gut ab, wird allerdings in dieser Spielzeit einen Fehlstart hinlegen, da der effzeh 3:0 gewinnen wird. Wer die Tore für uns schießt, weiß ich noch nicht und da möchte ich mir eine Prognose verkneifen, weil ich ja eine realistische Aussage treffen möchte.

Clonelow: Ich bin mir ziemlich sicher, dass spielerisch nicht viel laufen wird für den effzeh. Deswegen wird sich in diesem Spiel zeigen, ob Stani und sein Trainerteam es in den letzten sechs Wochen verstanden haben, ihre „Jungens“ hungrig zu machen. Wenn der beste Verein der Welt gewinnen wird, dann über Einsatz und absoluten Willen zum Sieg. Ick freu mir riesig drauf! In diesem Sinne! COME ON EFFZEH!

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