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Vorspiel

Lautern dominiert, die KVB patzt

Man kann über Teufel und Tradition, kann über hitzige Duelle und sonstnochwas bei diesen beiden Vereinen schreiben. Aber wir machen alles anders…

Mh also ja…Lautern also. Der ausgerufene Wiederaufsteiger soll also der nächste Gegner sein. Habe ich gerade wirklich dreimal „also“ geschrieben? Ja verdammt! Ein direkter Ausdruck meiner absoluten Unentschlossenheit eine definitive Aussage über das kommende Spiel gegen die Teufel aus Kaiserslautern in die weite Welt hinauszuposaunen. Warum? Weil ich nach zehn Spieltagen immer noch Probleme habe die junge Mannschaft des 1. FC Kölns einzuschätzen. Aber wenn das schon ein Problem darstellt, was mache ich dann mit Kaiserslautern? Da hilft nur ein Blick auf die einschlägigen Internetseiten und in eine total verstaubte Kristallkugel. Ich versuche es mal auf erzählerische Weise (bitte jetzt eine Märchenerzählerstimme vorstellen): Geht mit mir auf eine total ernstgemeinte (gaaarkeine Ironie) Reise um den Gegner und den eigenen Verein kennen zu lernen.

Ausgangslage

Die Historie der beiden Vereine muss ja nicht wirklich groß erklärt werden. In jüngster Vergangenheit ähneln sich beide auf jeden Fall sehr mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Lautern vor einiger Zeit das Wunder vollbrachte als Aufsteiger Meister zu werden. Davon können wir Anhänger des effzeh sicherlich nur träumen. Tun wir auch. Aber egal. Ansonsten ähnelt sich ja eine Menge. Immer wieder ging es für beide Vereine rauf und runter – zuletzt ja runter wie wir alle wissen. Diese Saison unterscheidet sich dann aber alles ein bisschen. Während es bei unserem heißgeliebten domstädtischen Verein zu Anfang der Saison hieß: „STOPP! Alles auf Anfang! Schmeißt den ganzen alten Ballast über Bord. Aufstieg erst mal zweitranging.“ Dahingegen riefen die Pfälzer den Aufstieg als Ziel hinaus ins Mittelgebirge und kauften mal eben zwei Toppstürmer. Bunjaku und Idrissou. Diese Investition scheint sich bisher als durchaus „sinnig“ zu erweisen. Kommen beide zusammen doch mal eben locker auf 11 Tore. Das ist genau eins mehr als alle Spieler des effzeh zusammen. Die Offensivleistung lässt sich auch recht gut in der Tabelle wiederspiegeln. Dort liegt Lautern auf dem Relegationsplatz. Wohlgemerkt derjenige, der die Teilnahme an der ersten Bundesliga ermöglichen kann. Die Offensivabteilung ist sogar so gut, dass sie die Aussetzer in der Defensive (durchschnittlich ein Gegentreffer pro Spiel) kompensiert und die Pfälzer so noch kein Spiel verloren haben. Eine ganz neue Interpretation des Spruchs, dass die Defensive in der Offensive anfängt.

Personalien

Aus Respekt vor den bestimmt tollen Spielern der Pfälzer wird dieser Teil des Artikels ausgelassen. Sonst würden Worte fallen wie „Hä? Nie gehört!“. Bin mir aber sicher, dass es der Gegenseite genauso geht. Hier ist schön zu erkennen, wie sehr sich doch das mediale Verhalten der ersten und zweiten Liga unterscheiden. Kennt man aus der erstgenannten noch so ziemlich jeden Darsteller, stößt man bei der zweiten doch schnell an seine Grenzen. Eins kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Bei Kaiserslautern werden mit Sicherheit nicht die Langzeitverletzten Amri und Alushi spielen können. Ebenso werden die Teufel wohl auf den gesperrten Riedel verzichten müssen. Höchstwahrscheinlich sind auch noch mehr betroffen aber das ist dann die eben besprochene Grenze.

Bei Köln wird außer Hector (laut FC-TV trainiert er auf einem Nebenplatz) wohl der gesamte Kader einsatzbereit sein. Wir lassen uns da aber überraschen. Kommen wir doch viel lieber zu dem interessanten Teil. Nämlich dem ganz klar realistischen Ausblick auf dieses Highlight der beiden Traditionsvereine…

Was passieren wird

Mit etwas gezwungener Ironie schaue ich mir meine Tippergebnisse der letzten neun Spiele (einmal vergaß ich zu tippen) an. Die Trefferquote mit 0 (in Worten NULL!!!) herausragend. Dem Trend folgend skizziere ich damit den Tagesablauf:

Aufgrund eines von Brecko auf den Gleisen postierten Autos, ist die Strecke der Linie 1 zum Stadion unbefahrbar. Daraus resultierend schaffen es gerade mal 15.365 Leute rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion, wo sie einen übermächtigen Gegner zu sehen bekommen. Als in der 77. Minute es auch die nach Müngersdorf laufenden Zuschauer ins Stadion drängen, ist dieses verwaist, da es bereits fünf zu eins für die Pfälzer steht. Die Lauterer lassen es nun lockerer angehen und Ujah bringt den effzeh noch auf ein Tor heran bevor der Schiedsrichter abpfeift.

Nach dem Spiel erklärt der Trainer seinen Rücktritt weil er Nachfolger von Heynckes bei Bayern wird. Zudem kündigt er an zur Winterpause alle Spieler unter 23 Jahren mit nach München zu nehmen. Der effzeh wird mit 500.000 € Transfererlös entschädigt. Drei Jahre später wechselt Bigalke für 95 Mio. € zu Barca um dort Iniesta zu ersetzen, der aufgrund eines nicht verheilenden Kreuzbandrisses nur noch für Köln in der Oberliga aufläuft.

In diesem Sinne,

Come On….ähm….ja genau….effzeh!

 

Stimmen aus der Redaktion (jetzt wirds ernst):

taneu: „Die Mannschaft wird wissen, dass sie gegen einen übermächtigen Gegner spielt. Ich hoffe, dass sie das beflügelt und nicht hemmt.“

zyrock: „Ein eigentlich schon verlorenes Spiel durch gleich drei Tore, bei denen eine Menge Glück im Spiel war, noch zu gewinnen, muss der Mannschaft Auftrieb geben! Daneben muss aber klar sein, dass dieses Spiel ungleich schwieriger wird und eine „Leistung“ wie in den ersten 86 Minuten des letzten Spiels mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer deftigen Niederlage führt. Wir hatten viel Pech in dieser Saison, aber jetzt auch sehr viel Glück. Deshalb müssen die Jungs sich in Zukunft wieder auf das Wesentliche konzentrieren, statt auf ihr Karma-Konto.“

midget: „Richtungsweisendes Spiel. Kann der FC wirklich den Abstand nach oben verringern oder müssen wir uns wirklich damit abfinden einfach nur Mittelmaß der 2. Liga zu sein? Ich will das nicht glauben. Umbruch hin oder her. Wir sind FC. Wir sind stark genug mindestens 3. zu werden, auch ohne Knippser vorne. Das Spiel in Regensburg hat gezeigt, dass man auch grottenschlecht Spiele gewinnen kann. Das Spiel hat den Spielern Selbstbewusstsein gebracht und so ein Spiel wollen sie nicht noch einmal zeigen, da bin ich mir sicher. Ich hab keine Angst vor Lautern. Mit uns Fans im Rücken gibts das ein klares 3-1 oder so. Ich bin sehr optimistisch. So muss das sein!“

gerosimo: „Das nasskalte Wetter wird Müngersdorf voll erwischen, was in der nachfolgenden Pressekonferenz wiederum als wesentlicher Grund für das grottenschlechte Spiel genannt werden wird. Eines der wesentlichen Highlights wird der erfolgreiche Anstoss sein, sowie ein verunglückter Freistoss, der die Eckfahne streift. Und dieses drissige 0:0 schaue ich mir dann auch noch im Stadion an. Na ja … Hauptsache, das Kölsch schmeckt – Prost!“

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