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Vorspiel

Köln empfängt Magdeburg: Klarer Favorit trotz böser DFB-Pokal-Erinnerungen

Der 1. FC Köln empfängt am Montagabend in der 2. Bundesliga den 1. FC Magdeburg. Trotz böser DFB-Pokal-Erinnerungen können die „Geißböcke“ absolut selbstbewusst ins Spiel gegen die Ostdeutschen gehen.

COLOGNE, GERMANY - DECEMBER 01: Simon Terodde #9 of 1.FC Koeln celebrates after scoring his team's fourth goal during the Second Bundesliga match between 1. FC Koeln and SpVgg Greuther Fuerth at RheinEnergieStadion on December 1, 2018 in Cologne, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)
Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Auf den 1. FC Köln wartet am Montagabend eine echte Premiere: Noch nie traten die Geißböcke in einem Punktspiel gegen den 1. FC Magdeburg an. Nachdem die Ostdeutschen in der letzten Saison den Auf- und die Kölner den Abstieg geschafft haben, ist es nun also Zeit für das erste Liga-Spiel zwischen den beiden Traditionsclubs.

Im DFB-Pokal hat es diese Premiere übrigens bereits im Jahr 2000 gegeben. Aus Kölner Sicht gehört das Spiel gegen den FCM allerdings eher zu den düsteren Momenten der Vergangenheit: Die damaligen Viertligisten aus Magdeburg schlugen den haushoch favorisierten 1. FC Köln mit 5:2. Die Bilanz spricht bisher also nicht für die glorreichen Geißböcke, sie ist aber immerhin relativ einfach zu verbessern.

Zwar dürfte auch Michael Oenning mit guten Erinnerungen in die Partie gehen, schließlich feierte der neue Trainer der Magdeburger im März 2011 seinen letzten Sieg im deutschen Profifußball ausgerechnet gegen den FC. Dennoch spricht an diesem Montagabend sehr viel für die Gastgeber: Das Team von Trainer Markus Anfang präsentierte sich zuletzt in starker Form und will vor heimischem Publikum wichtige drei Punkte einfahren, um den Abstand zum erstplatzierten Hamburger SV gering zu halten. Wie bereits gegen Regensburg erwartet der Trainer ein intensives Spiel gegen den FCM.

Köln eindeutiger Favorit gegen Magdgeburg

„Magdeburg hat gegen Union und Bochum gepunktet. Sie werden versuchen, uns den Spaß am Fußball zu nehmen.“ Dennoch spricht die Kölner Formkurve nicht dafür, dass der FCM ein unlösbares Problem sein könnte. „Wir haben uns kontinuierlich weiterentwickelt“, erklärt Anfang. „Die Durststrecke war auch gut, weil wir wieder rausgekommen sind. Sowas gehört dazu.“

„Wir haben gezeigt, dass wir uns vor keiner Mannschaft verstecken müssen“

Bei den Gästen hingegen ist man sich der Rolle des Underdogs durchaus bewusst. Das Gastspiel in der Domstadt sei ein „absoluter Feiertag“, erklärte Oenning. „Wir müssen das mit Demut und Angriffslust angehen.“ Abschenken wollen die Magdeburger die Partie aber natürlich nicht. „Wir haben gezeigt, dass wir uns vor keiner Mannschaft verstecken müssen und können auch in Köln ein gute Leistung zeigen“, gibt Mittelfeldmann Rico Preißinger die Marschrichtung vor. Tatsächlich könnte der FCM – derzeit mit nur elf Zählern auf dem 17. Platz – ein paar Punkte durchaus gebrauchen: Mit einem Sieg in Köln wäre der Sprung auf Platz 15 möglich – man stünde nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.

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Trotz des damaligen Überraschungserfolg im DFB-Pokal spricht nicht viel dafür, dass die Kölner sich am Montagabend erneut diese Blöße geben werden. Zwar hat man am Geißbockheim die Baustelle Anthony Modeste immer noch nicht gelöst, die Kollegen Simon Terodde, Jhon Cordoba und Co. beweisen in den letzten Wochen aber eindrucksvoll, dass der Franzose derzeit auch nicht unbedingt gebraucht wird. Gemessen an dieser aktuellen Form darf man davon ausgehen, dass die Kölner Offensive auch am Montag wieder erfolgreich zuschlagen wird. Die Rollen sind auch statistisch glasklar verteilt: Während die Geißböcke in dieser Saison auf einen Punkteschnitt von 2,06 pro Spiel kommen, kann der FCM nur einen Wert von 0,69 aufbieten. Ein angesichts der Budgets der beiden Clubs zu erwartender, deutlicher Unterschied.

MAGDEBURG, GERMANY - DECEMBER 09: Christian Beck #11 of 1.FC Magdeburg scores his team's first goal during the Second Bundesliga match between 1. FC Magdeburg and 1. FC Union Berlin at MDCC Arena on December 9, 2018 in Magdeburg, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Nicht ungefährlich: FCM-Stürmer Christian Beck / Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Hector schon wieder mit von der Partie?

Ob der ins Training zurückgekehrte Jonas Hector auf Kölner Seite schon wieder mit von der Partie sein wird, ist derzeit allerdings noch offen. Dass man beim 1. FC Köln bei der Rückkehr des Nationalspielers unnötige Risiken eingeht, ist jedoch unwahrscheinlich. „Wir werden bei Jonas nichts erzwingen, er soll nachhaltig fit bleiben“, erklärt Anfang, der auch die Vorbelastung mit gelben Karten bei einigen seiner Profis bei der Aufstellung mit in Betrachtung ziehen muss. Fehlen werden dem 1. FC Köln am Montagabend unterdessen definitiv Louis Schaub, Christian Clemens, Lasse Sobiech und Vincent Koziello.

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