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Ehrentribüne

effzeh – Die Saison 2002/03 – Teil 2

Nach einem guten Start in die Saison sollten schlechtere Spiele folgen – aber auch eines der absoluten Highlights der effzeh-Geschichte vor 10 Jahren.

©effzeh.com

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Nach dem Sieg unter der Woche gegen Frankfurt und dem damit verbundenen Klettern auf den ersten Rang der zweiten Liga durfte der 1. FC Köln am 5. Spieltag der Saison 2002/03 in die Fussball-Provinz reisen, genauer gesagt nach Ahlen, zum damaligen LR.
Dieses Spiel war vor allem Eines … schlecht!
Schienen die Ahlener in der ersten Hälfte noch überhohen Respekt vor den Rheinländern zu haben, probierten sie in Durchgang Zwei deutlich mehr, scheiterten aber immer wieder an den sehr gut aufspielenden Verteidigern um Markus Happe und Moses Sichone.
Weil nach vorne nichts ging und hinten nichts zugelassen wurde, war ein trostloses 0:0 ebenso unvermeidbar wie das Verlassen der Spitzenposition in Liga 2.

Für den effzeh war es das erste Sonntagsspiel in der noch recht jungen Saison, als der VfB Lübeck zu den Domstädtern reiste. Beide waren als Liga-Neulinge (Lübeck von unten, Köln von oben) gut in die Saison gestartet, so dass ein gutes Match erwartet werden konnte. Die Anfangsphase gehörte der Funkel-Truppe – das frühe Führungstor durch Matthias Scherz war die logische Konsequenz.
Wenig später zogen sich die Kölner komplett zurück und überließen den Hanseaten das Feld. Die Folge? Noch vor der Halbzeitpause der Ausgleich. Obgleich die Gäste von der Ostsee nach einer Gelb-Roten-Karte inzwischen in Unterzahl spielten, verflachte die Partie in der zweiten Hälfte vollends, was die Stimmung unter den Fans in Müngersdorf deutlich umschlagen ließ. Freundlich formuliert kann man sagen, dass die ersten Pfiffe zu hören waren …
In der 89. Minute sorgte ein Springer-Kopfball für das erlösende 2:1 und letztendlich für weitere – wenn auch glückliche – drei Punkte.

„Das geht nicht mehr lange gut“, warnte Manager Andreas Rettig unter der Woche.
Sollte er direkt am Freitag bereits Recht behalten? Eintracht Braunschweig begann das Spiel aggressiv und offensiv – offenbar eine Überraschung für das Team vom Rhein. Fast folgerichtig fiel bereits in der Anfangsphase das Führungstor zugunsten der Niedersachsen. Erst nach der Pause fand der effzeh richtig ins Spiel und erzielte durch Christian Springer den schnellen Ausgleich.
Die Eintracht spielte im weiteren Verlauf stark auf und kam oftmals vor das Kölner Tor. Letztendlich gelang den Braunschweigern kein weiterer Treffer, was dem effzeh saisonübergreifend neun Spiele ohne Niederlage sicherte.

Der Ausbau dieser Serie auf nun zehn Spiele könnte erinnerungswürdiger nicht sein.
Am 07.10.2002 war Union Berlin als Spielgefährte zu einer unvergeßlichen Gala unseres effzehs angereist. Das Kölsch konnte gar nicht so schnell getrunken werden wie es dank der Torschreie verschüttet wurde. Sekunden nach dem Anpfiff traf Thomas Cichon zum 1:0. Ein Doppelpack von Florian Kringe stellte die Zeichen schon nach neun Minuten auf Sieg. Eine grandiose Stimmung macht sich rund um das Grün breit.
Wollte man den Kölnern einen Vorwurf machen, dann wäre es die fehlende Chancenverwertung in der Folgezeit. Bevor sich dieser Vorwurf manifestierte, traf Dirk Lottner eher versehentlich aufgrund eines Torwartfehlers auf Seiten der Eisernen zum vierten Mal – und das noch vor der Pause.
Ein neuer Union Torwart, das gleiche Spiel. Treffer durch Scherz und Lottner machten das halbe Dutzend voll, bevor Markus Kurth den Schlusspunkt des großen Festes markierte.
7:0. Sieben zu Null. S-I-E-B-E-N zu N-U-L-L!!!

Fortsetzung folgt.

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