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Vorspiel

Die hässlichen Entlein

Nachdem der Europapokaltraum zerplatzt ist, kommen wir nun wieder zum Alltag. Die Weltstadt Frankfurt ist zu Gast mit ihrem Stadtteil Bornheim – Unser Vorspiel.

© effzeh.com
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Erste Runde Budapest! Zweite Runde Rom! In Kopenhagen schellt das Telefon!
Ach nee, doch nicht. Stattdessen gibt es: den FSV Frankfurt. Und das ist nicht der offizielle Name der Eintracht, sondern der kleine biedere Zweitverein der Mainmetropole. Eines dieser hässlichen Zweitliga-Entchen. Aber dennoch: Der FSV liegt immerhin zwei Plätze vor dem Bundesliga-Absteiger aus Düsseldorf. Und momentan auch noch vor Dynamo Dresden. So bekloppt es klingen mag, der FSV ist also die tabellarisch schwerste der verliebenen Hinrunden-Aufgaben. Und genau so sollte man sie auch behandeln.

Ausgangslage

Der Effzeh hat den doppelten Hamburg-Ausflug in der Pflicht mit Bravour bestanden, aber leider in der Kür sehr unglücklich die Topnoten verpasst. Sprich: Wie schon letztes Jahr, ist man mit dem Gefühl die bessere Mannschaft gewesen zu sein im DFB-Pokal ausgeschieden. Dabei hätte man – neben den völlig legitimen Aussichten auf die Europaleague – vor allem das Geld gut gebrauchen können.

Aber fußballerisch und psychologisch kann man der Mannschaft von Peter Stöger keinen großen Vorwurf machen. Vielmehr noch war man gegen Hamburg öfter die bessere, als man die schlechtere Mannschaft war. Nachdem mit Mainz bereits ein Bundesligist geschlagen wurde, kann man nun wohl mit Fug und Recht behaupten: Der Effzeh kann in der Bundesliga durchaus mithalten. Und mit dieser Erkenntnis sollte die Motivation, den Teich der hässlichen Entlein bald zu verlassen noch ein bisschen größer sein.

Der Gegner kommt übrigens auch nicht gerade in Feierstimmung angereist: Vor der jüngsten 1:2 Niederlage gegen Arminia Bielefeld gewann man zwar gegen Cottbus, die zwei davorliegenden Spiele hatte man allerdings verloren. Wie mittlerweile üblich, sollte es also niemanden überraschen, wenn sich der FSV vor allem auf die Defensive konzentrieren und ab und zu probieren wird, Nadelstiche zu setzen.

Personelle Situation

Neben der positiven Leistungserkenntnis, ist ein weiterer angenehmer Aspekt des Pokalspiels, dass sich beim Effzeh keiner verletzt hat. Peter Stöger kann also auf sein komplettes Personal zurückgreifen. Nur der langzeitverletzte Sascha Bigalke steht noch nicht zur Verfügung.

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Interessanter ist hier also die Frage nach der taktischen Ausrichtung. Gegen den HSV setzte der Trainer noch auf ein System mit nur einem Stürmer, allerdings ist der FSV bei allem Respekt nicht der HSV. Daher ist es wohl wahrscheinlich, dass der Österreicher wieder auf die Lösung mit zwei Stürmern setzen wird. Auch weil Anthony Ujah im Pokalspiel hauptsächlich zuschauen musste, ist sein Einsatz absehbar. Ebenso wahrscheinlich ist die Startelf-Rückkehr Daniel Halfars. Üblicherweise kommt Slawo Peszko im Spielverlauf aber dennoch zu einem Joker-Einsatz.

Benno Möhlmann, der Trainer der Frankfurter, muss allerdings auf Abwehrspieler Tim Heubach und seine Offensivkraft Nikita Rukavytsya verzichten. Der Kapitän des FSV ist übrigens ein alter bekannter: Ex-Effzeh-Spieler Björn Schlicke. In noch besserer Erinnerung dürfte aber Odise Roshi sein, der auch mal das ehrwürdige Geißbock-Trikot tragen durfte.

Prognostizierte Aufstellungen

1. FC Köln: Horn – Hector, Wimmer, Maroh, Brecko – Lehmann, Gerhardt – Halfar, Risse – Helmes, Ujah

FSV Frankfurt 1899: Klandt – Teixeira, Djengue, Schlicke, Huber – Görlitz, Konrad, Kauko, Epstein – Yelen, Ziereis

Schiedsrichter

Robert Hartmann aus Wangen im Allgäu. An dieser Stelle gibt es aber statistisch gesehen erst einmal keine frohe Kunde: Der Referee leitete bisher zwei Spiele vom Effzeh, gewonnen wurde davon allerdings keines. Einmal gab es ein Remis, einmal eine Niederlage.

Ausblick

Na, was soll man sagen: Es ist ein Heimspiel, man hat sich im Pokal teuer verkauft, man ist sowohl im Kollektiv als auch individuell die bessere Mannschaft. Alles andere als drei Punkte wären angesichts der Tabellensituation eine herbe Enttäuschung. Aber allzu viel Sorgen muss man sich wohl auch nicht machen. Jetzt wo alle Europapokal-Träume mal wieder verpufft sind, wird die Mannschaft vielleicht ja noch einen Hauch fokussierter auf das Primärziel Aufstieg sein. Wie immer gegen tiefstehende Gegner, wäre ein frühes Tor natürlich Gold wert. Dass der Effzeh sich gegen gleichwertige Teams, die sich aktiv am Spiel beteiligen, oft deutlich besser aussieht, als gegen die Defensiv-Igel, beweisen die Auftritte in Hamburg eindrucksvoll. Daher sollte man versuchen ein zähes Geduldsspiel zu vermeiden. Und vielleicht trifft Patrick Helmes ja dann auch endlich mal im heimischen Müngersdorfer Stadion. Am besten schon in der dritten Minute.

Stimmen der Redaktion

Lukas: „Gegen wen spielen wir? aaaah Frankfurt….leider nur der FSV. Man ich kann kaum noch das halbe Jahr bis zur großen Sause abwarten. Ach und das Spiel geht 6-5 aus. Warum? Weil das geil wäre.“

Rüdiger: „Ach kommt hört doch auf. Soll ich das hier noch ernst nehmen? Ich sagte doch bereits; der FC verliert nur noch gegen Ingolstadt. Die Messe ist gelesen. Also ihr Fans da draußen. Freut Euch auf ein 39 Punkte Christfest! Tipp? 5:0! Frohe Weihnachten.“

Patrick: „Tradition ist wie Naturgewalt. Kommt der Mensch nicht gegen an. Und darum wird’s ganz schön stürmisch am Samstag in Müngersdorf. Schäden wird das aber nur beim Gegner aus Frankfurt anrichten. 3:1.“

Gero: „DFB-Pokal ist ja eh doof. Abgesehen davon hat der ja quasi garnicht stattgefunden. Die, bislang aus einem Spiel bestehende, Serie von 3:0-Siegen bleibt auch gegen den FSV Frankfurt erhalten. Insofern 3:0-Heimsieg – und somit Herbstmeister!“ 

Stefan„Am Samstag zählt nur ein Heimsieg. Gut, der war gegen Ingolstadt auch eingeplant. Der Ausgang ist bekannt. Egal. Helmes trifft nach Pfosten und Latte zuhause endlich ins Tor und wir gewinnen 3:1. Und danach gibt´s Glühwein auf die Tabellenführung.“

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