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Geißbockheim

Der „Hooligan“

Maurice Exslager wird von den Fans liebevoll „Hooligan“ genannt und ist für den FC eine weitere Option im Sturm. Ein Spielerportrait des Neuzugangs.

© effzeh.com
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Maurice Exslager wurde am 12. Februar 1991 in Bocholt geboren. Bis 2008 spielte er dort für den TuB. Insgesamt war er in drei verschieden Clubs der Stadt, u.a. auch beim 1.FC Bocholt, die auch schon in der 2. Liga spielten. Roland Wolfahrt, der frühere Torjäger der Bayern, entdeckte und trainierte Maurice. Bocholt ist für den neuen FC-Angreifer seine Heimat, wie er in einem Interview der Kölnischen Rundschau bekannt gab. „Es ist mein zu Hause. Da ist meine Familie, da wohnt meine Freundin und da sind die alten Kumpels.“ Exslager kann auch nach der Profikarriere sich durchaus vorstellen wieder dorthin zurückzukehren. „Da ist die Welt noch in Ordnung.“

Ganz und gar nicht in Ordnung war die Welt für ihn, als Duisburger Fans ihn als Verräter beschimpften, als der Transfer zum 1.FC Köln bekannt gegeben wurde.  Dazu muss man wissen, dass der Stürmer in Duisburg eine Art Heldenstatus inne hatte. Seine ausgeprägte Fannähe und seine Art Fußball zu kämpfen machten ihn im Ruhrgebiet zum Publikumsliebling.  „Hooligan“ wurde er bei den Fans der Zebras genannt. Sie zählten ihn zu einem von ihnen. Wie  es dazu kam weiß Maurice bis heute nicht. „Wie das entstanden ist weiß ich nicht, aber solange das alle nicht negativ gemeint ist, habe ich kein Problem damit. Denn ein Hooligan bin ich bestimmt nicht.“

Exslager kam 2008 in die A-Jugend vom MSV Duisburg und wurde sofort zum Stammspieler der U19. In 25 Einsätzen erzielte er in der Debütsaison  13 Tore. Ein Jahr drauf stockte er die Torausbeute auf 14 Tore auf, bei nur 18 Einsätzen. Grund genug für den ehemaligen MSV Trainer Milan Šašić ihn am 16. April  2010 zum ersten Mal in den Kader der ersten Mannschaft  des MSV Duisburg zu berufen. Bei der 0:2-Auswärtsniederlage in Augsburg kam er allerdings nicht zum Einsatz.  Im folgenden Spiel gegen den SC Paderborn 07 wurde der „Hooligan“ zur  Halbzeit für Burakcan Kunt eingewechselt. Fünf Minuten nach seiner Einwechselung erzielte er mit seinem ersten Profitor das zwischenzeitliche 1:1.
Insegsamt brachte es Maurice Exslager in 70 Liagspielen auf 11 Tore und 4 Assists. Eine recht durchschnittliche Marke für einen Stürmer. Doch seine Beliebtheit und sein hohes Ansehen liegt offensichtlich  an anderen Attributen.
Der 1,78 Meter große und 72kg schwere Offensiv-Allrounder kennt seine Stärken, die Unberechenbarkeit und sein energisches Zweikampfverhalten machen ihn zu einem unangenehmen Gegenspieler. Außerdem steht Exslager im Ruf ein Mannschaftsspieler zu sein, der sich für seine Kollegen auf dem Platz aufreibt. Die Stärken des Ex-Zebra sind seine Schnelligkeit und seine variable Spielweise. Er kann sowohl auf den Außen, wie auch im Sturmzentrum spielen. Durch die Verletzung von Adil Chihi ist Exslager durchaus eine ernst zunehmende Option auf der rechten Außenbahn. Nach seinem Innenbandanriss im Knie, zum Ende der letzten Saison, ist Maurice Exslager nun wieder voll belastbar und stand zuletzt auch schon 45 Minuten  beim 3:3 Test gegen den SV Ried auf dem Platz. Eben auf der Position des rechten Außenstürmers.

Foto-Credits: FC-TV Screenshot

Foto-Credits: FC-TV Screenshot

Wie er auf FC-TV berichtete freut er sich auf seine neue Aufgabe. „Es ist immer wichtig, dass ein Spieler sich mit dem Verein, wo er hingeht, auch identifizieren kann. Ich mag Vereine wo eine Geschichte, eine Tradition hinter steckt. Das merkt man ja auch an den Fans hier. Das war mit ein Grund, warum ich mich nach dem Zwangsabstieg vom MSV, für den effzeh entschied.“ Außerdem habe er nur „Positives über die Stadt und den Verein gehört und was es heißt für diesen Club zu spielen. Das macht mich auch stolz.“

Solche Aussagen sind  Musik in den Ohren der Fans. Deshalb mag man den Mann mit der Nummer 27. Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass sein Herz wohl immer dem MSV Duisburg gehören wird.
Das ist völlig okay, denn wir Kölner wissen:
„Einmal FC immer FC“, da kann sich was entwickeln!

effzeh.com  wünscht dem sympathischen Angreifer viele Tore und einen ähnlichen Status bei unserem FC, wie er ihn in Duisburg inne hatte.

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