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Vorspiel

Big Trouble at little Betzenberg

Für den effzeh geht es auf den Betzenberg. Nicht die schönste Reise für die Geißböcke. Egal: Die roten Teufel laden zum Tanz, wir haben das Vorspiel für euch.

Nachdem zuletzt nicht mehr nur Ulis Würstchen, sondern auch sein Prozess in aller Munde waren, und Deutschland zu einem Staat mit 80 Mio. Richtern und Henkern avancierte, bleibt der Kölner gewohnt locker, obwohl man zum Beispiel mit 27,2 Mio. Euro den effzeh im Vorbeigehen praktisch schuldenfrei zaubern könnte. Da dieses Geld wohl so schnell nicht vom Dom regnen, und die Firma Remagen ihre Wurst-Partnerschaft mit dem Verein eher nicht ausbauen wird, bleibt nur die klassische Variante: Aufstieg – Bundesliga – Champions League! Es nützt ja nichts.

Um nicht ausgelacht zu werden, backen wir kleine Brötchen und kehren erst mal vor unserer eigenen Haustür, der  der zweiten Liga. Den „Nie mehr zweite Liga“-Song pfeifend begeben sich unsere Helden auf Abschiedstour, die zwar noch einige Gegner, so faszinierend wie Raufasertapete mit sich bringt, wohl aber auch noch mit dem einen oder anderen Highlight aufwartet.

Ja, ich weiß, ein Besuch in Kaiserslautern wäre wahrlich kein Highlight, würde sich nicht mitten in der Stadt der 285m hohe, sagenumwobene Betzenberg erheben, der das altehrwürdige Fritz-Walter-Stadion beheimatet, das einst den Ruf einer uneinnehmbaren Festung inne hatte.

Die roten Teufel laden zum Tanz, wir haben das Vorspiel für euch.

Ausgangslage

Die vom Kölner Boulevard gelegten Lunten zündeten nicht, alles ist ruhig in der Stadt. Selbst die Fans, die nach dem vergangenen Heimspiel in Teilen durch Pfiffe ihren Unmut bekundeten, machen sich keine ernsthaften Sorgen, was auch an der ungefährdeten Tabellenführung liegt, die uns alleine vier Punkte von Platz zwei trennt. Ist der Mannschaft zwar der schöne Kombinationsfußball und damit die Herbst-Form abhanden gekommen, so musste sie trotzdem bislang nur eine Niederlage im Jahr 2014 gegen Paderborn hinnehmen, womit unsere Quote derzeit wie folgt aussieht: N-S-U-U-S.

© effzeh.com

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Dieser in Schulnoten ausgedrückte „befriedigend (–)“ zu bewertende Stotterstart brachte trotzdem eine positive Begleiterscheinung mit sich: Die leicht überhebliche Sicherheit als Meister viele Spieltage vor Ende festzustehen wich der Erkenntnis, dass auf dem Weg nach oben noch einiges an Arbeit wartet. Wer kann dem Team denn den leichten Einbruch ernsthaft verdenken? „Ruhig bleiben!“, wie ein sehr weiser Mann einst sagte.

Anders ist die Stimmung bei unseren Gastgebern um Coach Kosta Runjaic. Auf Platz 6 liegend fing man sich erst am letzten Spieltag wieder, nachdem es davor drei Niederlagen in Folge gesetzt hatte.

Zwar sind die roten Teufel nur zwei Punkte von einem Relegationsplatz entfernt, doch kann das nicht der Anspruch des Teams mit dem höchsten Marktwert der Liga sein.

Aus der Tabelle lässt sich das Spitzenspiel somit nicht ablesen, doch schaut man sich den Kader um den Champions League würdigen Mo Idrissou und den aktuell extrem treffsicheren Simon Zoller an, weiß man, mit welchem Kaliber man es zu tun bekommt. Außerdem ist ein Flutlichtspiel im sehr lauten Fritz-Walter-Stadion vor 50.000 Fans auch für jeden noch so gestandenen Profi etwas Besonderes.

Personal

Wie Kaiserslautern auf seiner Homepage verkündete, fällt Albert Bunjaku mit einer Muskelverhärtung, die er sich beim Warmmachen gegen Sandhausen zuzog, aus. Ebenfalls passen müssen Florian Riedel (Schulterverletzung) sowie Steven Zellner (Kreuzbandriss).

Der effzeh rückt ohne Stammspieler Risse an, den ein Muskelfaserriss stoppt. Wesentlich schlimmer erwischte es Thomas Bröker, der sich einen Teil des Innenbandes im rechten Knie anriss. Beiden wünschen wir an dieser Stelle: „Gute Besserung!“

© effzeh.com

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Der Blick in die Kristallkugel, um die Startelf prophezeien zu können, ist äußerst neblig. Wir erwarten einen offensiv eingestellten FCK, was eher für eine Ein-Stürmer-Lösung spricht. Die Rolle von Risse wird wohl von Bård Amadeus Finne (sic!) ausgefüllt werden und auf der Doppelsechs erwarten wir Yannick Gerhardt zurück, der gegen Cottbus von Adam Matuschyk ersetzt wurde, um eine Pause zu erhalten.

Voraussichtliche Aufstellung:

effzeh: Horn – Brecko, Maroh, Wimmer, Hector – Finne, Halfar, Peszko, Lehmann, Gerhardt –  Helmes

Kaiserslautern: Sippel – Dick, Simunek, Torrejon , Löwe – Karl, Ring – Matmour – Lakic, Zoller

Ausblick

Sind wir mal ehrlich: Wir wissen alle von unserem „Betzenberg – Fluch“, wir wissen alle, dass der effzeh ein Händchen dafür hat schwächelnde Gegner mit geschenkten Punkten wieder aufzubauen. Es wird schwer, richtig schwer. Beide Teams werden offensiven Fußball zeigen, was zusammen mit den Rahmenbedingungen für ein spannendes und gutes Spiel sorgen dürfte. Ich rechne mit einem knappen Sieg oder einer Punkteteilung mit vielen Toren.

Egal wie: Lautern, der effzeh macht euch die Hölle heiß!

Stimmen

Thomas: „Kaiserslautern. Betzeberg. Flutlichtspiel. Da habe ich den Kackstift in der Hose. Hoffentlich marschieren unsere rot-weißen Götter jedoch brutalst und können den Bock umstoßen. Auch wenn der Geburtstag hatte. Ich tippe auf ein 2:2 – damit können wir hervorragend leben!“

Stefan: „Erinnere mich nicht gerne an mein erstes und bislang einziges Live-Erlebnis auf dem Betzenberg. Es waren gefühlt -20 Grad und ein Gruselkick vom Allerfeinsten. Immerhin das Ergebnis hat gestimmt: 1:0-Sieg, Tor Roshi! Am Montag wirds wohl wärmer werden! Schließe mich meinem Vorredner an – Unentschieden wär vollkommen okay! Des Spektakels willen aber lieber mal wieder ein 3:3!“

Rüdiger: „Lautern ist genau das, was unsere Helden jetzt brauchen. Keine Zerstörer wie Aue, Dresden, Bielefeld oder so. Nein: Lautern. Die müssen gewinnen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Der effzeh kann da mal locker von der Hose runterspielen. Rufen sie ihre Qualitäten ab und machen sich nicht ins Höschen wird es so etwas wie eine kleine Vorentscheidung in Sachen Aufstieg. Dann kommt Aalen und der KSC ins schönste Stadion der Republik. Ich bin sehr gut drauf, der Frühling kommt und der FC holt neun Punkte in den kommenden Spielen. Da bin ich sicher. Mein Tipp auf dem Hügel: 2:1 für die Glorreichen. Wat och sünst. Macht euch mal nicht ins Hemd!“

Lukas: „Flutlicht am Betze? Das wird leider nichts, effzeh. Macht nichts. Muss Dienstag eh früh raus.“

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