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Trainingskiebitz

Belek-Tagebuch (IV): Horn schließt Wechsel nach Gladbach aus

Auch am vierten Tag bleibt die Stimmung der kölschen Reisegruppe unverändert gut. Nicht nur dank Aquajogging & dem Fanabend. Unsere Eindrücke aus Belek!

© effzeh.com
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Am Vormittag bat Trainer Peter Stöger bei bereits sommerlichen Temperaturen zum Training. Es sollte weiterhin am Spielaufbau und Umschalten gearbeitet werden. Besonders schön anzusehen war dabei die Partei 8 gegen 8 auf einem Kleinfeld, das erneut das Kurzpassspiel in den Fokus rückte. Ein weiterer „freier“ Feldspieler stand dabei abwechselnd dem jeweils angreifenden Team als Überzahlhilfe zur Seite. Sowohl mit Gerhardt als auch mit Jajalo waren dies zwei Spieler, die gestern auf der 6 gegen Legia Warschau testeten. Dabei konnten die regelmäßigen Zaungäste die Zweikämpfe und vielen Torabschlüsse aus direkter Nähe beobachten.

Sowohl die harte Arbeit in den letzten Tagen als auch die gestrigen hohen Temperaturen beim Testspiel machten dann am Nachmittag ein ruhigeres Training nötig. Zum Abschluss des 20-minütigen Aquajoggings kam dann mächtig Stimmung auf, als einige der Spieler einen Betreuer inklusive seiner Trainingsklamotten aus seiner Sicht unfreiwillig zum Mitschwimmen zwangen. Eines der vielen Indizien vor Ort für die große Stimmigkeit des gesamten Teams über die Grenzen der Profis hinaus.

Keine kölschen Trikots für die Pänz

Wir machten uns derweil auf den Weg nach Belek, wo uns in der kleinen Innenstadt prompt ein Teil der Mannschaft des Ligakonkurrenten Kaiserslautern über den Weg lief. Ganz vorne weg bei den Lauterern ein alter Bekannter der Geißböcke: Gerry Ehrmann. Dem schenkten wir aber wenig Beachtung, mussten wir doch die Wünsche unserer in der Heimat verbliebenen schulpflichtigen Kinder erfüllen: „Papa, bringst du mir ein Trikot von Köln mit Ujah drauf aus der Türkei mit“ war der große Wunsch meiner Jüngsten.

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Dieser Wunsch ließ sich aber ebenso wenig erfüllen, wie die ausgefallen Wünsche ihrer großen Brüder. In ganz Belek fanden wir lediglich ein Trikot mit dem Geißbock auf der Brust. Und das war Erwachsenengröße und aus der Vorsaison. Letztlich mussten wir also auf Trikots der Nationalmannschaft zurückgreifen, wobei das nächste Problem sich darin zeigte, dass es davon keins mit den favorisierten Beschriftungen von Horn, Gerhardt oder Risse finden ließ.

„Noch nicht, geliebte Gastgeber, noch nicht“ mussten wir uns also in kölscher Gelassenheit auf bestehende Nationalmannschaftskicker beschränken bzw. alternativ auf das Trikot des FC Arsenal mit der Nummer 9. Auch ein Blickfänger, wenn Kind es beim Training mit den Gleichaltrigen trägt. Familienerwartungssoll zur Hälfte erfüllt. Blieb Hälfte zwei. „Und Autogramme möchten wir. So viele wie möglich.“ Also ging es noch ab ins Fotostudio, um schnell zwei Handvoll der beim Training gemachten Bilder zu entwickeln. Dies sollte sich bereits am Abend als lohnendwerter Zeiteinsatz herausstellen.

Fotos und Gespräche mit den Spielern

Fanabend! Nach einer Mannschaftssitzung, in der die im letzten Sommer von der Mannschaft selber festgelegten Regeln des Miteinander überprüft wurden, wie Trainer Stöger verriet, fand ein gemeinsames Abendessen mit den mitgereisten Fans statt. Nicht schlecht staunten einige der Spieler über die zur Unterschrift vorgelegten Fotos, waren doch auch etliche Spielszenen aus dem Vormittagstraining abgedruckt zu erkennen.

Andere Fans komplettierten die Unterschriftensammlung auf ihren Trikots oder gerieten in Fachsimpeleien mit Spielern, Trainern oder Manager Schmadtke. Auch für die obligatorischen gemeinsamen Fotos standen alle Beteiligten gerne bereit, so dass der Dank der Fans den organisierenden Personen des Fanprojektes – Jessi Moses, Silke Raps und Rainer Mendel – galt. Viele Spieler gaben uns mit auf den Weg, die treuen Fans und Leser unserer Seite zu grüßen. Das sei hiermit getan.

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Am Rande des Fanabends konnte Timo Horn uns gegenüber dann bestätigen, was bereits Jörg Schmadtke andeutete. Timo Horn: „Ich finde, dass man sich mit dem Verein, für den man spielt, identifizieren muss. Insofern schließe ich für mich einen Wechsel nach Mönchengladbach aus.“ Punkt. Ende. Aus.

Später stießen dann auch unser Vizepräsident Toni Schumacher und Geschäftsführer Alexander Wehrle zum Team und somit auch zum Fanabend dazu. Es waren herzliche Begrüßungen zwischen den Anreisenden und den bereits vor Ort anwesenden Verantwortlichen. Bei bester Laune standen dann auch Schumacher und Wehrle den Fans noch für Autogramme, Fotos und kurze Gespräche zur Verfügung.

Morgen früh steht um 10 Uhr ein weiteres Training auf dem Programm, bevor es am Nachmittag auf dem „heimischen“ Area 2 gegen den Tabellenzweiten aus dem österreichischen Grödig geht. Leider ist bei Temperaturen um die 13 Grad auch Regen angekündigt.

Bis morgen und mit den besten Grüßen aus der Türkei!

Klick: Hier gibt’s die neuesten Fotos aus Belek! 

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