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Vorspiel

Ausrufezeichen!

Nach sechs Tagen Pause startet der Herbstmeister schon in die Rückrunde. Anders als im Hinspiel dominieren beim Effzeh die Ausrufezeichen über die Fragezeichen.

©Thomas Faehnrich

Wir sind Herbstmeister. Normalerweise können wir uns da ja jetzt eine ganze Winterpause lang drüber freuen, uns Herbstmeister-Geschenke unter den Baum legen, als Herbstmeister ins neue Jahr feiern, Herbstmeister-Shirts drucken und so weiter. Die findigen Spielplanverantwortlichen machen uns da aber einen Strich durch die Rechnung.

Statt ins Winter-Trainingslager zu gehen und sich gegenseitig an den Kopf zu werfen, wie geil man als Herbstmeister doch ist, muss der FC doch tatsächlich gleich sechs Tage später wieder ran. Zum Rückrundenstart! Irre!

©Thomas Faehnrich

©Thomas Faehnrich

Da sollten jetzt ja eigentlich auch Phrasen kommen wie „Zum Start der Rückrunde ist alles anders“ oder „Die Dresdner werden in der Pause zwischen Hinrunde und Rückrunde sicherlich ordentlich gearbeitet haben.“ Nun ja, wir schauen mal drauf, was sich so alles geändert hat…

Ausgangslage

Wie oben eventuell ersichtlich wurde, gehen wir als Herbstmeister ins erste Heimspiel der Rückrunde. Das sind ganz andere Vorzeichen als im Hinspiel als das rot-weiße Glückskabinett in der Hölle von Dresden ranmusste und noch niemand so recht wusste, ob es dieser kesse Österreicher denn drauf hat, ob Marcel Risse überhaupt ein einziges Saisontor schießt und ob der Trainer eigentlich bescheuert ist, weil er diesen grässlichen Matthias Lehmann, der die letzte Saison doch so schlecht war, wieder von Anfang an bringt. Kurzum: Wir gehen mit mehr Ausrufezeichen als Fragezeichen ins erste Heimspiel der Rückserie.

Bei den Sachsen dagegen dreht sich schon längst nicht mehr alles um Fußball. Von der Front gibt es auch nicht so viel zu berichten. Die Dresdner stecken irgendwo im Tabellenmittelfeld auf dem 13. Platz, bewegen sich aber in gefährlicher Nähe zu den Abstiegsplätzen und so richtig beliebt sind sie in der Liga nicht, was seine Ursache vor allen Dingen an den „zwei Prozent“ der Fans hat, wie Dynamo-Coach und Ex-FC-Star Olaf Janßen sie bezeichnet. Ansonsten hat Janßen als neuer Trainer aber Impulse gesetzt und der Verein steht nach nur einer Niederlage aus den letzten acht Spielen unter dem neuen Coach besser da als noch zu Beginn der Saison.

Ganz genau so sieht es auch für den FC aus, der sich bestimmt wieder auf eine Mannschaft einstellen kann, die ähnlich agiert wie der FSV Frankfurt zuletzt. Ist man ja jetzt auch so langsam gewöhnt und hat man sicherlich in der langen Winterpause zwischen den beiden Runden intensiv dran gearbeitet.

Personelle Situation

Es würde angesichts des letzten Erfolges und der relativ ähnlichen Spielweise beider Teams wundern, wenn Peter Stöger große Änderungen gegenüber dem Frankfurt-Spiel vornehmen würde, gerade weil die Sorgenkinder der letzten Spiele, Anthony Ujah und Marcel Risse, durch ihre Buden gegen die Bornheimer wieder ein wenig zur Form zurückgefunden haben.

© effzeh.com

© effzeh.com

Auch die taktische Variation mit Patrick Helmes als hängender Spielmacherspitzenstürmer könnte durchaus wieder zum Einsatz kommen. Gerüchten zufolge arbeiten die Kölner Greenkeeper auch gerade daran, die Torpfosten unbemerkt  um einige Millimeter runterzuschleifen, damit der Heimkehrer auch mal wieder etwas anderes als das Aluminium trifft.

Bei den Sachsen fallen gleich zwei ganz wichtige Stammkräfte in der Offensive aus. Sowohl Mickael Pote wie auch Robert Koch fehlen nach ihrer fünften gelben Karte gesperrt. Vertreten werden sie wahrscheinlich durch zwei bekannte Gesichter.

Zlatko Dedic kontert sich seit Jahren durch die zweite deutsche Spielklasse und Cristian Fiel spielte zu den guten, alten Zeiten der Alemania noch für Aachen in der Bundesliga.

Prognostizierte Aufstellungen

1.FC Köln: Horn – Hector, Wimmer, Maroh, Brecko – Gerhardt, Lehmann, Halfar, Risse – Helmes – Ujah

Dynamo Dresden: Kirsten – Menz, Bregerie, Susac, Schulz – Leistner –  Losilla, Kempe, Fiel, Ouali – Dedic

Schiedsrichter

Peter Gagelmann. Da fällt mir immer nur ein, dass sich bei mir in S16 ein Dauerkarteninhaber mit Peter Gagelmann eine Legende gestrickt hat. Irgendwann schrie er quer durch den Block als die Schiedsrichter auf der Anzeigetafel bekanntgegeben wurde: „Ach, der scheiß Gagelmann. Der hat uns immer verpfiffen!“ Zunächst einmal nichts Besonderes. Allerdings wiederholte sich dieser Vorgang bei den nächsten Schiedsrichter immer aufs Neue. Der Brych, der Stark, der Maier – sie alle hatten uns doch immer verpfiffen. Immer wenn Gagelmann eine Begegnung des FC geleitet hat, wurde der Herr in S16 aber besonders laut.

Tatsächlich kann Gagelmann schon 28 Spiele des FC vorweisen, häufiger leitete er nur Partien des FCN, des BVB und der Gladbacher. In der zweiten Liga verlor der FC keines seiner sechs Heimspiele unter der Leitung von Gagelmann, zuletzt war Gagelmann beim 2:0 in Paderborn in dieser Saison  letzte Saison Spielleiter bei einem FC-Spiel. Einmal gab er Youssef Mohammad und Zoran Tosic im gleichen Spiel rote Karten. Das war 2010 bei einem 0:3 gegen die Hertha anno 2010. Was uns das jetzt sagt? Relativ wenig außer dass der Herr auf der Tribüne eine relativ exklusive Meinung auf Schiedsrichterleistungen hat.

Ausblick

Uns erwartet ein sicherlich heißes Heimspiel bei kalten Temperaturen. Die einzigen beiden Niederlagen in der Liga sammelte der FC gegen Teams, die von Trainern mit Kölner Vergangenheit gecoacht wurden. Auch Olaf Janßen weiß seine Mannschaft sicherlich gut  einzustellen und hat auch ein paar Spieler in den eigenen Reihen, die ein Spiel ekelhaft werden lassen können.

Aber solche und ähnliche Spiele hat der amtierende Herbstmeister nun auch schon häufig und erfolgreich bestritten. Wer am Freitag mal wieder ein Freudenfest der Spielkultur erwartet, der muss wohl weiter träumen, trotzdem spricht relativ wenig gegen einen Sieg.

Stimmen der Redaktion

Gero: „Nie mehr Zweite Liga! Nie mehr! Nie mehr! So heißt es in 17 Spielen für den 1. FC Köln. Auch für Dynamo Dresden? Egal. Für den effzeh ist der 3:0-Sieg jedenfalls die erste Etappe auf der Abschiedstour in Richtung Bundesliga.“

Thomas:  „Nächstes Heimspiel, nächster Heimsieg. Diesmal trifft Patty-Patty-Bum-Bum statt des Aluminiums voll ins feiste Gesicht des Herrn Kirsten. Konsequenz: Rübe ab, Ball im Tor, drei Punkte im Sack. Ich danke Ihnen für meine Ausführungen!“

Dominik: „Ich glaube ja, dass vergangene Woche nur der Anfang war. Wie Ujah da den gegnerischen Keeper umgemäht hat, auf allerbrutalste Art und Weise, beinahe wie die effzeh-Fans in Karlsruhe, er wollte vorab ein Zeichen setzen. Er wollte, dass die Tochter des Mannes mit dem Vornamen wie erbarmungsloses Erbrechen, bereit ist für das, was passiert. Gnadenlose Rache. Und weil der effzeh über allem steht, gibt es die in Form von Toren, zwei vom Pat, eins von Tony und drei von Metzelinho. Oder Peter Madsen. Egal, Hauptsache auf die Fresse für Benny. Also in rein sportlicher Sicht, versteht sich von selbst, ne?“

David:  „Kirsten umtreten, Dresden klatschen. Einfaches Ding“

 

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