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Nachspiel

1. FC Köln gewinnt 3:1 gegen den VfL Wolfsburg: Vier gewinnt!

Der 1. FC Köln feiert gegen den VfL Wolfsburg den vierten Erfolg in Serie. Beim 3:1-Heimsieg zum Rückrundenauftakt ragt in einem starken Kollektiv vor allem ein Stürmer heraus.

COLOGNE, GERMANY - JANUARY 18: L-R Jan Thielmann, Jhon Cordoba, Jonas Hector and Sebastian Bornauw of Cologne celebrate after their teams third goal during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at RheinEnergieStadion on January 18, 2020 in Cologne, Germany. (Photo by Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images)
Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Ein freudiges Raunen ging deutlich nach Abpfiff durch das Müngersdorfer Stadion: An der Spitze der Tabelle thront der 1. FC Köln – zwar nur des unteren Tabellendrittels, aber auch das sorgte bei den Fans der „Geißböcke“ für freudiges Entzücken. Kurz zuvor hatte der FC gegen den VfL Wolfsburg den vierten Sieg in Serie unter Dach und Fach gebracht, feierte durch den 3:1-Heimsieg einen perfekten Auftakt ins neue Jahr. Jhon Cordoba mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack (22., 45.+2) und Kapitän Jonas Hector (62.) hatten mit ihren Treffern den wichtigen Erfolg herausgeschossen, der Anschlusstreffer von Renato Steffen (66.) war für über weite Strecken der Partie blutleere Gäste zu wenig.

Dabei hatten die Kölner, die mit Winterneuzugang Mark Uth (statt Dominick Drexler) begannen, kurz nach dem Anpfiff noch größte Mühen mit ihrem Gegner. Wout Weghorst hatte die frühe Führung für den Werksverein aus der Autostadt zunächst auf dem Kopf (1.), dann auf dem Fuß (6.). Gerade bei der zweiten Szene konnte sich der FC bei Schlussmann Timo Horn bedanken, der einen frühen Rückstand mit einer Glanztat verhinderte. „Die zehn Feldspieler sind erst ab der zehnten Minute wach geworden. Zum Glück war Timo von Anfang an auf dem Platz. Da haben wir komplett geschlafen und können froh sein, dass wir kein Gegentor bekommen haben“, wusste Jonas Hector, wem der Dank für die gegentorlose Anfangsphase gebührte. Nach dem kurzen Winterschlaf kämpfte sich die Mannschaft von Markus Gisdol allerdings immer besser ins Spiel.

Cordoba schnürt ersten Bundesliga-Doppelpack

Vor allem Jhon Cordoba stellte mit zunehmender Spielzeit die „Wölfe“ vor schier unlösbare Probleme. Der Kolumbianer war es dann auch, der das Müngersdorfer Stadion das erste Mal im neuen Jahr jubeln ließ: Nach Uths perfekter Freistoßflanke setzte sich der FC-Angreifer gegen Ginczek durch und köpfte zur Führung für die „Geißböcke“ ein. Der fünfte Saisontreffer für Cordoba, allesamt in den vergangenen fünf Heimspielen. Die Kölner blieben nun weiter am Drücker – und belohnten sich für ihre kämpferischen Aufwand noch vor dem Seitenwechsel: Einen Aufbaupass von Tisserand konnte Ellyes Skhiri anfangen, der Tunesier behielt die Übersicht und bediente Cordoba, der quasi mit dem Pausenpfiff aus zehn Metern an Casteels vorbei zum 2:0 einschoss.

„Wir haben das gezeigt, was wir am Ende der Hinrunde auch gezeigt haben“

Eine Pausenführung, die sich der 1. FC Köln durch viel Leidenschaft und hohe Laufbereitschaft verdienten. Symbolisch steht dafür die Szene, die letztlich das 1:0 einleitete: Ismail Jakobs verlor zunächst den Ball tief in der Wolfsburger Hälfte, eroberte ihn dann aber mit einem Sprint und herzhafter Zweikampfführung zurück, um das Spielgerät im Sitzen an Noah Katterbach weiterzuleiten. Der anschließende Freistoß führte zu Cordobas Treffer – gewissermaßen erzwungen durch intensive Arbeit. „Die ersten zehn Minuten hatte Wolfsburg die Überhand. Wir haben uns dann gefangen, darauf eingestellt und uns zusammengerauft. Dann haben wir das Spiel in unsere Richtung gebogen und es als Team sehr gut gemacht. Harte Arbeit zahlt sich aus“, schlussfolgerte der stark aufspielende Katterbach nach der Partie: „Wir haben das gezeigt, was wir am Ende der Hinrunde auch gezeigt haben. Wir haben uns gegenseitig gepusht und waren gut drauf.“

„Es war nicht alles Gold, was glänzt“

Auch nach dem Seitenwechsel war der FC weiter im Vorwärtsgang: Hectors Schuss aus halblinker Position konnte Casteels allerdings noch am Tor vorbeilenken. Nach etwas mehr als einer Stunde war der VfL-Schlussmann allerdings chancenlos: Uths Ecke verlängerte Czichos an den langen Pfosten, wo Hector mutterseelenallein zum 3:0 einköpfte. Ganz Müngersdorf stand Kopf – und sang bereits vom Europapokal, ehe Steffen mit seinem Treffer die Partie doch noch einmal spannend machte. Wolfsburg warf noch einmal alles nach vorne, doch die „Geißböcke“ hielten mit Leidenschaft dagegen. Außer Arnolds Freistoß, den der starke Horn gerade noch abwehren konnte, war für die Gäste offensiv nichts mehr zu holen. „Wir hatten über die gesamte Spielzeit einen sehr guten Torwart auf dem Platz. Der hat uns vor allem in der ersten Phase gut im Spiel gehalten“, lobte FC-Coach Markus Gisdol seinen Keeper.

 COLOGNE, GERMANY - JANUARY 18: Xaver Schlager of Wolfsburg is challenged by Mark Uth of Cologne during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and VfL Wolfsburg at RheinEnergieStadion on January 18, 2020 in Cologne, Germany. (Photo by Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images)

Foto: Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images

Ansonsten blieben die Kölner trotz des vierten Erfolgs in Folge – erstmals seit 2000 gelang dem FC in der Bundesliga eine solche Serie – betont bodenständig. „ Es war sicher nicht alles Gold, was glänzt, aber wir haben uns den Sieg trotzdem verdient. Für uns war es wichtig, dass wir punkten. Das haben wir getan und das tut uns gut“, schloss Gisdol gewohnt gelassen. „Wir sind froh, dass wir die letzten vier Spiele gewonnen haben. Das hilft punktetechnisch extrem weiter, da es in der Liga momentan sehr eng ist“, war auch Kapitän Jonas Hector nach dem gelungenen Auftakt ins neue Jahr erleichtert. Wie wichtig der Heimsieg gegen Wolfsburg war, zeigt allein der Blick auf die Tabelle: Mit 20 Punkten rangiert der 1. FC Köln zwar aktuell auf Platz 13, ist allerdings nur läppische drei Zähler vom Relegationsplatz, den derzeit Werder Bremen belegt, entfernt.

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