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Ehrentribüne

Die effzeh-Hitparade: Die besten Songs über den 1. FC Köln

Das kölsche Liedgut ist legendär: Karneval, Rhein, Dom – alles wird besungen. Natürlich auch der 1. FC Köln – wir haben uns durch die FC-Songs gehört und stellen fest: Der Fußball schreibt zwar die besten Geschichten, aber nicht die besten Lieder.

Christoph Daum Wolfgang Niedecken Schal Aff un zo ess alles herrlich aff un zo och janz erbärmlich
Foto: imago images / Udo Gottschalk

Platz 11: Die Zwei Usem Vürjebirch – Millionen lieben den FC

Beschwingt schunkelnd und gut gelaunt in den FC-Spieltag? Mit „Millionen lieben den FC“ gar kein Problem. Wer diesen Song hört, fühlt sich in die gute alte Zeit beim 1. FC Köln zurückversetzt, als die „Geißböcke“ noch um Spitzenplätze statt gegen den Abstieg kämpften. Was sich allerdings anhört wie ein Vereinslied aus den siebziger Jahren, stammt in Wahrheit aus dem Jahr 1996. Dennoch: Zum Sound, dessen künstliche Anmutung ansatzweise auch den Flippers gerecht werden könnte, ist auch der Text von „Millionen lieben den FC“ so schlecht, dass er schon wieder gut ist. „Der große Champion, das sind wir“ sind doch Worte, die jeder FC-Fan gern über seinen Club hört. Auch wenn er musikalisch derart verpackt ist wie das Machwerk der „Zwei usem Vürjebirch“.

Platz 10: Doc Summer – Vereinslied

Ganz andere Töne schlägt derweil das „Vereinslied“ von „Doc Summer“ an: Die Kölner Punkband veröffentlichte 1999 eine etwas andere Ode an den 1. FC Köln. „Von FC-Fans für FC-Fans“ geht es in dem Song um den Stadionbesuch inklusive Bierkonsum. Punkiger Sound mit einem einprägsamen Refrain: „Wer ist die Macht am Rhein? FC!“ heißt es dort. Das hört man doch gerne, sogar auf den ersten FC-Sampler „Rock around the bock“ Anfang des Jahrtausends schaffte es der Song. Eingebettet zwischen den Paveiern und Zeltingers „Müngersdorfer Stadion“ wurde das etwas andere „Vereinslied“ kein Kurvenhit, bleibt aber bis heute ein netter Kontrast zu all den karnevalistischen Schunkelhymnen – und im Internet leider verschollen.

Platz 9: Höhner – Unsre Bock eß Meister

Der 1. FC Köln – Deutscher Meister: Was für viele FC-Fans heutzutage komplett irreal daherkommt, war 1978 Tatsache. In einem extrem spannenden Endspurt setzten sich die „Geißböcke“ dank der besseren Tordifferenz gegen den rheinischen Rivalen aus Mönchengladbach durch. Fertig komponiert war derweil schon vor dem abschließenden Spieltag bereits die Meisterhymne der „Höhner“, die auf den wunderbaren Titel „Unsre Bock eß Meister – er hätt’se all jeputz“ hört. Der Song, im Gegensatz zum Saisonfinale ein eher unspektakulärer Wurf im Stile der Fußballsongs in den Siebzigern, entwickelte sich zum ersten FC-Hit der Kombo, die mittlerweile so etwas wie die Haus- und Hofband der „Geißböcke“ ist.

Platz 8: BAP – Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn?

Die Frage aller Fragen, die sich wahrlich viele stellen, die jeden Samstag zum glorreichen 1. FC Köln reisen: Warum in aller Welt tue ich mir das überhaupt noch an? BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken, seines Zeichens glühender Anhänger der „Geißböcke“, hat sich das vermutlich derart oft gefragt, dass er einen Song über diese Ausgangslage machte. „Woröm dunn ich mir dat eijentlich ahn?“ handelt von den Stadionerlebnissen, die wohl jeder kennt. Schimpfend wie ein Rohrspatz, ab jetzt können die mich mal. Und warum tun wir uns alle dieses Schauspiel dennoch an? Sagen wir es doch mit Niedeckens Worten: „Jung, et jitt drei Saache, die söök sich keiner uss: Vatter un Mutter un – wat willste maache – dä Club, mit dem man leiden muss.“

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Podolski-Rückkehr – ein Exkurs in die Abgründe der Fußballsongs

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