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Vorspiel

Der 1. FC Köln zu Gast beim FC Augsburg: Mit Spannung gegen die Spannung

Der 1. FC Köln kann im Gastspiel beim FC Augsburg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Wenn doch nur diese Schreckensbilanz gegen die Fuggerstädter nicht wäre…

COLOGNE, GERMANY - NOVEMBER 30: Jhon Cordoba of 1. FC Koeln runs with the ball past Tomas Koubek of FC Augsburg before scoring his team's first goal during the Bundesliga match between 1. FC Koeln and FC Augsburg at RheinEnergieStadion on November 30, 2019 in Cologne, Germany. (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)
Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Patrick Helmes. Patrick Helmes. Milivoje Novakovic. Das waren die Torschützen, die den letzten Auswärtssieg des 1. FC Köln beim FC Augsburg sicherstellten. Im Saisonendspurt war der Erfolg unter der Woche bei den Fuggerstädtern im alt-ehrwürdigen Rosenaustadion ein wichtiger Schritt Richtung Aufstieg. Damals, das ist nun etwas mehr als zwölf Jahre her. Die Protagonisten aus dem Mai 2008 spielen längst keine Rolle mehr bei den „Geißböcken“, der FCA spielt schon längst in einer modernen Fußballarena, die die „Geißböcke“ noch nie als Sieger verließen.

Fünf vergebliche Anläufe in der Bundesliga (zwei torlose Remis, drei Niederlagen) und ein traumatisches DFB-Pokalviertelfinale später hat der glorreiche FC nun die Chance, wieder einmal einen großen Schritt Richtung Saisonziel zu gehen. Angesichts des Ergebnisses beim rheinischen Rivalen aus Düsseldorf am Samstagnachmittag könnte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol mit einem Erfolg am 30. Spieltag den Klassenerhalt so gut wie sicher machen. Neun Zähler Vorsprung hätten die „Geißböcke“, die am Sonntag auf die gesperrten Sebastiaan Bornauw und Dominick Drexler verzichten müssen, im Falle eines Premierensieges in der WWK-Arena auf die Abstiegsränge.

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„Es ist immer schwer, in Augsburg zu spielen“

Grund genug, nach vier sieglosen Partien seit der Bundesliga-Fortsetzung die Sinne noch einmal zu schärfen. „Wir wollen zu 100 Prozent auf Sendung bleiben. Das haben wir uns noch einmal auf die Agenda geschrieben“, verkündete FC-Coach Gisdol auf der abschließenden Pressekonferenz vor der Partie. Mit Spannung gegen eine größere Spannung im Abstiegskampf. „Wir haben alles selbst in der Hand und wollen die Saison mit guten Leistungen zu Ende spielen. Wir haben, was die Leistung angeht, einen großen Schritt gemacht. Jetzt wollen wir das wieder in Zählbares ummünzen. Es wird uns nichts geschenkt werden in den kommenden Partien“, schwört der 50-Jährige seine Schützlinge auf einen beschwerlichen Weg zum Klassenerhalt ein.

Cologne's French forward Anthony Modeste (L) bumps fist with Cologne's German coach Markus Gisdol after the German first division Bundesliga football match FC Cologne vs RB Leipzig, in Cologne on June 1, 2020. (Photo by Ina FASSBENDER / various sources / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

Foto: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Nicht nur angesichts der traurigen Bilanz gegen den FCA (überhaupt nur ein Sieg gelang den Kölnern in der Bundesliga gegen die Bayerischen Schwaben) erwartet Gisdol eine schwere Aufgabe am Sonntag. „Wir sind gewarnt. Es ist immer schwer, in Augsburg zu spielen“, so der FC-Coach, der eine intensive Partie voraussagt: „Augsburg ist eine zweikampfstarke Mannschaft, die über den Fight und die Arbeit kommt.Wir müssen es zu 100 Prozent annehmen und nicht über Schönspielerei kommen. Wir müssen dagegenhalten und dann spielerische Lösungen finden“, fordert er nach der guten Leistung gegen Leipzig eine erneute Reaktion seines Teams.

Doppelspitze Cordoba/Modeste durchaus denkbar

Bauen kann der FC dabei auf seine treffsichere Offensive: In den vergangenen 15 Bundesliga-Spielen gelang der Gisdol-Elf mindestens ein Treffer – mit 27 Toren in den zwölf Rückrundenpartien sind die „Geißböcke“ so torgefährlich wie seit 1982/83 nicht mehr. Rechtzeitig zum Auswärtsspiel in Augsburg ist auch FC-Toptorjäger Jhon Cordoba (zwölf Saisontreffer) wieder fit geworden: Nach seiner Knieverletzung, die ihn im Leipzig-Spiel zur Auswechslung gezwungen hatte, kehrte der Kolumbianer im Laufe der Woche ins Mannschaftstraining zurück. Dasselbe gilt für Mark Uth, der am vergangenen Spieltag wegen muskulärer Probleme passen musste.

„Es ist bekannt, dass ich gerne mit zwei Spitzen spiele oder auch mal mit einem 10er dahinter.“

So hat FC-Coach Markus Gisdol ein wenig die Qual der Wahl für die Besetzung seiner Offensive: Neben den eigentlich gesetzten Cordoba und Uth drängt sich mit Anthony Modeste eine weitere Angriffsoption auf – gegen Düsseldorf und Leipzig untermauerte der Franzose seinen Formanstieg mit Erfolgserlebnissen, die ihm sichtlich gut taten. Ein Sturmduo Cordoba/Modeste wollte Gisdol daher nicht kategorisch ausschließen: „Es ist bekannt, dass ich gerne mit zwei Spitzen spiele oder auch mal mit einem 10er dahinter“, betonte der FC-Coach vor der Abreise nach Augsburg, ließ sich aber weitergehend nicht in die Karten blicken: „Wir müssen schauen, was am besten passt. Die letzte Entscheidung ist noch nicht getroffen.“

Ein Sieg als entscheidender Schritt zum Klassenerhalt

Die letzte Entscheidung treffen: Das dürfte allerdings auch das Motto sein, das der FC am Sonntag im Blick hat. Ein Sieg wäre wohl der entscheidende Schritt zum Klassenerhalt, selbst ein Remis würde dem FC vermutlich mehr helfen als den Gastgebern. Für die „Geißböcke“ wäre ein Erfolgserlebnis darüber hinaus enorm wichtig, um in keinen Abwärtsstrudel zu geraten. Bereits seit fünf Partien wartet die Gisdol-Elf auf einen Sieg. Warum also nicht den Brustlöser in Augsburg feiern? Nach zwölf Jahren wird es langsam Zeit, dieser schrecklichen Serie ein Ende zu bereiten. Es stünde ein prominentes kölsches Sturmduo bereit, in die Fußstapfen der Herren Helmes und Novakovic zu treten.

So könnte der 1. FC Köln spielen: Horn – Ehizibue, Leistner, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector – Kainz, Uth, Jakobs – Cordoba

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