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Vincent Koziello beim Tabellenletzten der Bundesliga? Berater und Vater des Neuzugangs erklären die Hintergründe für den etwas überraschenden Transfer zum 1. FC Köln. 

Der Transfer von Vincent Koziello sorgte in der Branche durchaus für Aufsehen. Ein französisches Top-Talent wechselt aus Nizza zum Tabellenletzten an den Rhein – und das für einen mittleren einstelligen Millionenbetrag? Dieser Tage eigentlich fast undenkbar. Dennoch landete der wuselige Mittelfeldmann schlussendlich beim 1. FC Köln, und will dort sogar bleiben, sollte der Klassenerhalt nicht mehr gelingen.

Dass Koziello sich für die Domstadt entschieden hat, scheint aber ohnehin weniger von der aktuellen sportlichen Situation der Geißböcke abgehangen zu haben. Doch warum ist der junge Franzose dann gekommen? Diese Frage wollte auch „transfermarkt.de“ klären und hat sich mit den den Beratern Koziellos, Guido Nickolay und Clement Halet, sowie Vater Stanislas Koziello zum Gespräch getroffen.

„Vincent hat gemerkt, dass der 1. FC Köln ihn unbedingt wollte. Er war der Wunschspieler. Wir waren zum Derby dort. Was willst du mehr? 50.000 Zuschauer und das als Tabellenletzter“, führt Halet die Beweggründe seines Schützlings auf. Präsident Werner Spinner, Aufsichtsrat und auch Spieler der Kölner Mannschaft seien vorbei gekommen, um den potentiellen Neuzugang zu begrüßen. „Was der Klub insgesamt auf die Beine gestellt hat, war und ist außergewöhnlich“, schwärmt auch Nickolay von den Bemühungen der Kölner. „Er ist wie ein Familienmitglied aufgenommen worden. Das habe ich in dieser extremen Form selten erlebt.“

Koziello bleibt auch bei Abstieg

Dass der drohende Abstieg dabei ein Teil des Deals sein würde, sei natürlich allen Seiten vollkommen bewusst gewesen. Der Schritt nach Köln sei aber auch vor diesem Hintergrund richtig für Koziello, erklärt Nickolay. „Es wird als allererstes probiert, die Bundesliga zu erhalten. Sollte der Unfall zweite Liga passieren, wird Vincent versuchen mitzuhelfen, diesen Schaden wieder wettzumachen.“ Und auch Vater Stanislas betont: „Wir hätten bis zum Ende der Transferperiode warten können, aber wir waren überzeugt und begeistert von dem, was der FC gemacht hat.“ Der Transfer zum 1. FC Köln sei förderlich für die „persönliche Weiterentwicklung“ des 22-Jährigen, fügt Nickolay an. „Es ist ein wichtiger Schritt, dass er Erfahrungen weg von der Heimat sammeln kann.“

Quelle: Screenshot FC-TV

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Aber auch sportlich scheint der Wechsel in die Bundesliga auf Seiten Koziellos wohl durchdacht zu sein, lassen die Berater durchblicken. „Wenn du die Bundesliga im europäischen Vergleich siehst, glaube ich schon, dass die deutsche Liga über der französischen und auch über der spanischen und italienischen Liga steht“, führt Nickolay aus. Und genau in diesen Ligen habe es für Koziello Optionen gegeben. „Über England hat man noch nicht nachgedacht.“

Koziellos Traumverein? „Logisch, Barca.“

Einen übergeordneten Karriereplan habe sein Klient aber ohnehin nicht: „Wer erzählt, er hat von 17 bis 32 Jahre einen Plan, der ist ein Fantast“, sagt Nickolay. „Du kannst Abschnitte planen, darüber hinaus hat es auch mit Gesundheit und Glück zu tun.“ Das sieht auch der Vater so. Der nächste Abschnitt für seinen Sohn sei es nun, sich in der Bundesliga durchzusetzen, sagt Stanislas Koziello. „Der Plan, ist das höchste Level zu erreichen.“ Einen ambitionierten Traumverein habe der Filius aber natürlich trotzdem, erklärt der Vater amüsiert: „Logisch, Barca.“

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2 Kommentare

  1. Und wieder hat das „Problem“ Südkurve seinen Teil dazu beigetragen, dass ein ambitionierter Spieler zu unserem Effzeh wechselt…schlimm, schlimm, schlimm…