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Kurz & Knapp

Verletztenliste: „Wir schaffen keine Alibis“

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Dass die Trainingswoche des effzeh von den Medien in erster Linie durch die Berichterstattung über den Krankenstand dominiert wird, lässt irgendwie vergessen, dass am Wochenende ein sehr interessanter Gegner nach Müngersdorf kommt. Mit Borussia Dortmund gibt sich eine der spielstärksten Mannschaften Europas die Ehre, die allerdings in dieser Saison noch zu unkonstant agiert hat.

Insofern wird es für den 1. FC Köln natürlich trotzdem eine extrem schwere Aufgabe, gegen den BVB etwas mitzunehmen. Peter Stöger nutzte die Gelegenheit, um im Gespräch mit FC-TV das Spiel und den Zusammenhang mit dem Lazarett klarzustellen: „Selbst wenn uns alle Spieler zur Verfügung stehen, sind wir immer noch keine Mannschaft, die gegen Dortmund das Spiel bestimmen kann. Wir müssen weniger Fehler machen als gegen Hoffenheim, sonst wird es sehr schwer. Aber trotzdem sind wir in der Lage, etwas mitzunehmen – auch wenn Dortmund natürlich Favorit ist.“

„Es ergibt keinen Sinn, zu jammern“

Und auch sonst stellt der österreichische Übungsleiter klar, dass die Verletztenliste keine Ausrede für die Spieler sein kann: „Wir reden seit einiger Zeit über die Gruppierung, die funktioniert – viele haben die Möglichkeit, sich über das Training anzubieten. Alle sind natürlich unterschiedlich nah dran an der Mannschaft, deswegen ist es unsere Aufgabe, das Bestmögliche rauszuholen, und zwar mit den Jungs, die uns zur Verfügung stehen. Ich habe keine Lust, irgendwelche Alibis für irgendjemanden zu schaffen, wenn es jetzt nicht funktioniert. Wir wissen, dass alle wichtig sind für uns, aber es ergibt jetzt auch keinen Sinn, darüber zu jammern, dass sie nicht da sind.“

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Dass Anthony Modeste und Simon Zoller in dieser Trainingswoche bisher ebenfalls noch nicht am Training teilnehmen konnten, scheint Peter Stöger auch nicht weiter zu beunruhigen. Gegenüber dem Kicker sagte der Trainer, dass beide durchaus am Mittwoch, „aber auch erst am Donnerstag oder am Freitag“ wieder ins Training einsteigen könnten. Weder Modeste noch Zoller scheinen schwer verletzt, ein Einsatz am Wochenende ist für beide vielleicht insofern riskant, dass sie ihre vorhandene Verletzung noch weiter verschlimmern. Dementsprechend dürfte Stöger in diesem Zusammenhang kein Risiko eingehen und einen halbfitten Spieler spielen lassen.

Höger am Samstag wohl wieder dabei

Halbfit – diese Bezeichnung scheint auf Marco Höger nicht mehr zuzutreffen. Der ehemalige Schalker hat seine Blessur aus dem Augsburg-Spiel überwunden und mischt wieder munter im Training mit. Der wichtige Mittelfeldspieler des effzeh äußerte sich gegenüber FC-TV dazu wie folgt: „Ab und zu schmerzt es noch ein bisschen, aber das bleibt bei meiner Vorgeschichte nicht aus. Ich glaube aber, dass ich bis Samstag wieder bei 100% sein werde.“ Von daher dürfte Höger in die Startelf zurückkehren, um die Mannschaft insbesondere im Defensivverhalten zu stabilisieren.

Auch Höger betonte, dass die Verletzungen insbesondere wegen der menschlichen Komponente bitter seien. Mitgefühl mit Marcel Risse, mit dem er bereits in der Jugend zusammenspielte, hat Höger natürlich auch wegen seiner eigenen Vorgeschichte: „Ich kenne Marcel sehr lange und ich weiß, was da jetzt auf einen zukommt. Es ist natürlich sehr bitter, jetzt braucht er aber erst einmal Ruhe und wir als Mannschaft werden in den nächsten Tagen Kontakt mit ihm aufnehmen. Die Verletzungen sind bitter, aber wir müssen das auffangen“.

Vielleicht kann in einem Spiel gegen einen starken Gegner wie den BVB genau diese Art von „Jetzt erst Recht“-Gefühl einen Unterschied ausmachen – der Trainer und sein Sechser betonen allerdings auch, dass die Heimspiele zuletzt ziemlich gut liefen. Mit der Unterstützung der eigenen Fans ist egal gegen welchen Gegner und unter welchen Vorzeichen eine Überraschung möglich.

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