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Kurz & Knapp

Werner Wolf zur Lage des 1. FC Köln: „Die Diskussion hat mit der Realität nichts zu tun“

Lange hat sich der neue Vorstand des 1. FC Köln trotz Trennung von Veh und Beierlorzer bedeckt gehalten. Nun hat FC-Präsident Werner Wolf im „Kölner Stadtanzeiger“ das Wort ergriffen.

COLOGNE, GERMANY - APRIL 23: Werner Wolf, chairman of the administrative board leads the the extraordinary general meeting of 1. FC Koeln at LANXESS Arena on April 23, 2012 in Cologne, Germany. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)
FC-Präsident Werner Wolf (Archivbild) | Foto: Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Köln steht nach elf Bundesliga-Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz und ohne Trainer und Geschäftsführer Sport da. Es sind mal wieder ereignisreiche Zeiten bei den „Geißböcken“, die in der Länderspielpause im Idealfall beide Stellen neu besetzen wollen. Trotz diverser Spekulationen, Gerüchte und sonstigen Medienberichten äußerte sich der neue Vereinsvorstand bisher kaum – vor allem Geschäftsführer Alexander Wehrle und Sportdirektor Frank Aehlig wurden in letzter Zeit zitiert. Präsident Werner Wolf und seine Vizepräsidenten Jürgen Sieger und Eckhard Sauren ergriffen öffentlich kaum das Wort, während im Hintergrund für beide Positionen der Auswahlprozess anlief. Im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger äußert sich der FC-Präsident nun jedoch ausführlich zur aktuellen Situation bei den „Geißböcken“.

Sportlich liege man hinter den Erwartungen zurück, stellt Wolf zunächst fest. Dass man nun ohne Geschäftsführer und Trainer agieren müsse, habe man sich ebenfalls „natürlich anders vorgestellt“. Die Leidenschaft für das neue Amt beim 1. FC Köln sei aber trotz der Krise da – „bei meinen beiden Kollegen und mir gleichermaßen“.

Wolf: Gute Zusammenarbeit mit Gremien

Frank Aehlig

Frank Aehlig | Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Deutliche Worte findet Wolf zur in Medien und sozialen Netzwerken verstärkt aufkommenden Debatte über angeblich zu komplexe Strukturen und zu viele Gremien beim 1. FC Köln: „Wer meint, so ein großer Klub sei nur regierbar, wenn ein starker Mann alles entscheidet, der hat keine Ahnung.“ Mehrere Entscheidungsträger seien nachweislich die bessere Wahl, für die gebe es klare Spielregeln. „Ich habe keine Probleme mit den Gremien.“

Auch die Beziehung zum Mitgliederrat sei anders als zuletzt in manchen Medien vermutet keineswegs belastet, weil man sich nach der Pleite gegen Düsseldorf noch nicht dazu durchringen konnte, Trainer Achim Beierlorzer freizustellen.

Die Entscheidung sei im Gemeinsamen Ausschuss getroffen worden, erklärt Wolf, die beiden Vorsitzenden des Mitgliederrats seien daran dementsprechend beteiligt gewesen. Eine belastete Beziehung gebe es nicht, erklärt der Präsident. „Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Mitgliederrat ist sehr gut.“

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Ebenso wenig wie von der Debatte um die Gremien und Strukturen beim 1. FC Köln hält Wolf von der Darstellung, ebendiese würden für „Chaos“ sorgen und qualifizierte Kandidaten auf dem Trainer- und Geschäftsführer-Markt abschrecken. „Das ist eine Diskussion, die mit der Realität nichts zu tun hat“, stellt der 63-Jährige klar. „Der FC ist ein toller Verein.“

„Qualität vor Geschwindigkeit“ bei Geschäftsführer-Suche

Bei der Suche nach einem neuen Geschäftsführer gelte derweil die Devise „Qualität geht vor Geschwindigkeit“, sagt Wolf. Da man mit Frank Aehlig einen erfahrenen Sportdirektor habe, herrsche kein „übermäßiger Zeitdruck“. Auch bei der Trainersuche wolle man ähnlich vorgehen. „Ruhe bewahren ist in der Krise, die wir natürlich erkennen, die wichtigste Maxime.“ Das komplette ausführliche Interview des Kölner Stadtanzeigers mit Werner Wolf findet ihr hier.

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